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Sieger des Wettbewerbs stehen am 25. November fest

Eine neue Mitte rund ums Waldkraiburger Rathaus: Fachjury entscheidet bei Wettbewerb

Noch trennt das Rathaus den Stadtplatz und den Sartrouville-Platz voneinander. Doch mit dem Neubau soll sich auch die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern.
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Noch trennt das Rathaus den Stadtplatz und den Sartrouville-Platz voneinander. Doch mit dem Neubau soll sich auch die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Die Erwartungen an den Neubau des Rathauses sind groß. Denn hier geht es nicht nur um ein neues Gebäude. Es geht um eine neue Stadtmitte, die um das Rathaus entstehen soll. Wie sich diese gestalten wird, darüber entscheidet eine Fachjury. Die Sieger werden am 25. November vorgestellt.

Waldkraiburg – Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt – das Rathaus ist seit langem in einem schlechten Zustand. Den Erfordernissen einer modernen Verwaltung entspricht es längst nicht mehr. Was mit dem ersten Haus am Platz passieren soll, darüber hat sich der Stadtrat über mehrere Amtsperioden hinweg zu keiner Lösung durchringen können.

Kritik an hohen Kosten

Sanierung oder doch ein Neubau am Haus der Kultur? Vor drei Jahren dann der einstimmige Grundsatzbeschluss: Ein Neubau am Stadtplatz soll es werden.

Auf der Karte ist zu erkennen, welchen Bereich der Wettbewerb einschließt.

Doch mittlerweile stehen nicht mehr alle geschlossen hinter dem Projekt. Der Grundsatzbeschluss zum Neubau fiel zwar vor knapp drei Jahren einstimmig. Doch zuletzt hat die SPD die hohen Kosten angemahnt bei gleichzeitig einbrechenden Gewerbesteuereinnahmen und vielen Pflichtaufgaben für die Stadt. Kritisiert wird vor allem, dass allein der Neubau anvisiert und eine Sanierung außer Acht gelassen werde. Richard Fischer hatte immer wieder erneut darauf beharrt, dass die Kosten für beide Alternativen untersucht werden müssen.

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Genaue Zahlen dazu liegen nicht vor. Aber beim Rathaus geht es den Befürwortern um mehr als nur ein neues Gebäude. Sie setzen auf die Möglichkeit einer Neugestaltung der Stadtmitte. Auf einem Baufenster von etwa 1800 Quadratmetern soll das neue Rathaus entstehen, dessen Raumprogramm auf 100 Mitarbeiter ausgelegt sein soll. Nicht zuletzt die steigende Zahl der Mitarbeiter führt dazu, dass bis zum Bezug des neuen Gebäudes eine Abteilung der Verwaltung ausgelagert wird. Die Zahl der Mitarbeiter, die im Rathaus beschäftigt ist, ist von 2016 bis 2021 von 82 auf 86 gestiegen. Bis 2022 wird sie voraussichtlich auf 93 ansteigen.

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Durch den Neubau soll sich die Aufenthaltsqualität im Zentrum deutlich verbessern. Priorität hat dabei eine höhengleiche Öffnung und Verbindung zwischen Stadtplatz und Sartrouville-Platz. Die gebäudebezogenen Freianlagen und der Stadtplatz sollen das Rathaus in das Umfeld angemessen einbetten und eine hochwertige, attraktive neue Stadtmitte bilden. Diese Vorgaben sind ebenso Bestandteil der Auslobung wie baurechtliche Themen, die Erschließung oder die Stellplatzfrage.

Im Gegensatz zu ersten Überlegungen bezog sich der Realisierungswettbewerb zuletzt nur noch auf einen deutlich kleineren Bereich rund um das Rathaus. Dies soll später abgerissen werden und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Zuvor war angedacht, dass die Wettbewerbsteilnehmer auch Ideen für die städtebauliche Entwicklung des gesamten Sartrouville-Platz samt Umgriff erarbeiten.

15 Büros sind beteiligt

15 Architekturbüros konnten an dem Realisierungswettbewerb teilnehmen, vier wurden vorausgewählt. Begleitet wurde die Stadt von einem Münchner Büro, das bereits 80 Wettbewerbe betreut hat. Die besten drei Entwürfe werden prämiert. Einen davon muss die Stadt realisieren, es muss aber nicht zwingend der erste Platz sein.

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Wer zum Zug kommt, hängt neben dem Entwurf (40 Prozent) davon ab, wie leistungsfähig das Büro bei der Umsetzung und Bauaufsicht ist, hatte Bauamtsleiter Carsten Schwunck in einer früheren Sitzung erklärt. Die prognostizierten Kosten für das Rathaus und die Neugestaltung des umliegenden Platzes liegen bei 24 Millionen Euro. Die Tiefgarage wird unabhängig umgesetzt.

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