Mäusekino

Eine Maus geht auf Reisen: Waldkraiburger Schülerin schreibt Gedicht für neues Kinderbuch

Die Freude ist groß: Ein eigenes Gedicht hat Laura Depperschmidt zum neuen Buch „Mäusekino“ von Uwe-Michael Gutzschhahn geschrieben, das es auch im „Haus des Buches“ zum Ausleihen gibt. Dort hat die Schülerin den Autor auch bei einer Lesung getroffen.
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Die Freude ist groß: Ein eigenes Gedicht hat Laura Depperschmidt zum neuen Buch „Mäusekino“ von Uwe-Michael Gutzschhahn geschrieben, das es auch im „Haus des Buches“ zum Ausleihen gibt. Dort hat die Schülerin den Autor auch bei einer Lesung getroffen.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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„Mäusekino“ – so heißt das neue Buch von Schriftsteller Uwe-Michael Gutzschhahn. Einen besonderen Platz im Bücherregal hat es bei Laura Depperschmidt aus Waldkraiburg bekommen, denn: Die Elfjährige hat ein Gedicht für dieses Buch geschrieben.

Waldkraiburg – Bereits vergangenes Jahr der mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Schriftsteller zu einer Lesung ins „Haus des Buches“ gekommen. Mit dabei war auch Laura Depperschmidt, damals noch Viertklässlerin an der Graslitzer Grundschule. Gemeinsam mit dem Autor entwickelten die Schüler Mäusegedichte, die es in seinem neuen Buch „Mäusekino“ zu lesen sind. Sie hinterließ Eindruck bei Gutzschhahn. „Nach der Lesung hat er mich gelobt, dass ich mich so oft gemeldet habe und so viele Ideen beigetragen habe“, erinnert sie sich an die Lesung.

Zwei weitere Gedichte für den Blog

Der Eindruck blieb. Denn später kontaktierte Gutzschhahn das Mädchen über ihre Schule. „Er hat mir angeboten, ein eigenes Gedicht für das Buch zu schreiben.“ Keine Frage: Lange überlegen musste sie nicht. „Mir macht das viel Spaß. Das war mein erstes Gedicht, das ich geschrieben habe und das wurde auch gleich veröffentlicht“, freut sie sich. Seit Anfang September ist das Buch im Handel erhältlich, im „Haus des Buches“ kann man es ausleihen. Darüber hinaus hat sie für den Blog von Uwe-Michael Gutzschhahn zwei weitere Gedichte geschrieben.

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Bislang sind Lesen und Schreiben ein großes Hobby von ihr. Nach der Veröffentlichung ihres Gedichts ist der Ansporn nicht unbedingt größer geworden, neue Geschichten zu schreiben. Denn neben Schule und Lesen soll auch noch Zeit für Ballett und ihre Freundinnen sein.

Bücher und Lesen gehören zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. „Sie hat schon immer gern gelesen“, sagt Papa Alexander Depperschmidt. Am liebsten Fantasy-Geschichten wie „Harry Potter“ oder „Endling“. Damit der Lesestoff nicht ausgeht, ist sie fast jede Woche im „Haus des Buches“.

Tagebuch während der Corona-Zeit

Doch sie lässt sich nicht nur von den Kinderbuchhelden in unbekannte Welten entführen. Sie selbst nutzt ihre Fantasie und hat bereits eigene kleinere Geschichten verfasst. „Da hat sich bei mir etwas angestaut und als ich Zeit hatte, habe ich es geschrieben“, erzählt sie. Vier Geschichten sind es bislang geworden, die in ihrem Bücherregal liegen. So wie die Geschichte mit einem Skateboard, das im Gebüsch gelandet ist. Das ist ihr zwar tatsächlich so passiert, aber für eine Geschichte hat das nicht ausgereicht. „Man kann nicht einfach so hineinstarten. Deshalb hab ich mehr hineininterpretiert.“

Auch die lange Zeit der Schulschließungen hat Laura für sich genutzt. Sie hat nicht nur viel gelesen, sondern auch ein Corona-Tagebuch geführt. Ganz im Stil von „Lotta-Leben“.

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Zu den Geschichten ist nun das Gedicht „Die Reise der Maus“ hinzugekommen. Mit dem Unterschied, dass das Gedicht nicht in ihrem Regal schlummert, sondern veröffentlicht worden ist. „Das Thema war vorgegeben: Das Gedicht brauchte eine Maus“, erzählt sie von ihren ersten Überlegungen. Die passenden Reime zu finden, sei ihr jedenfalls nicht schwergefallen. Zumindest zum größten Teil. „Im Gedicht heißt es: Ein großer Baum ist ihr Quartier. Daran musste ich doch etwas länger tüfteln.“ Mehrere Stunden hat sie an dem Gedicht geschrieben.

Bei einem Ausflug an den See habe sie immer wieder einzelne Verse geschrieben, bis das Gedicht fertig war. „Man braucht nur eine Idee dafür. Schwierig wird es nur, wenn es zu viele Ideen sind“, sagt sie, die mittlerweile die sechste Klasse am Gymnasium Waldkraiburg besucht. Die Maus war vorgegeben und ihre Idee war es, das kleine Tierchen auf Reisen zu schicken. Lauras liebstes Reiseziel wären die Malediven. Ob es die Maus auch dorthin verschlägt, wird nicht verraten.

„Ich war so stolz auf mich, als ich das Buch vorab bekommen hab“, erzählt sie. Weitere Gedichte oder Geschichten zu veröffentlichen, schließt sie für sich nicht aus. „Ich möchte gerne Autorin werden. Es ist schön zu sehen, wenn Leute etwas mögen, was anfangs nur eine kleine Idee war.“

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