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Zentimeterarbeit mit dem Autokran

(K)eine Hängepartie: Neue Rad- und Gehwegbrücke in Waldkraiburg eingehoben

Langsam schwenkt die neue Fußgängerbrücke über Sträucher und Bäume in Richtung Bahnlinie.
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Langsam schwenkt die neue Fußgängerbrücke über Sträucher und Bäume in Richtung Bahnlinie.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Ein Zeitfenster von 30 Minuten musste am Dienstag reichen, dann musste auch schon die neue Fuß- und Gehwegbrücke über der Bahnlinie an ihrem Platz sein. Rund 590.000 Euro investiert die Stadt in das neue Bauwerk, mit der Fertigstellung ist im Frühjahr zu rechnen.

Waldkraiburg – Fingerspitzengefühl braucht es, um die 24 Tonnen schwere Brücke genau dort hinzumanövrieren, wo sie hingehört. Langsam schwebt sie über Sträucher und Bäume hinweg, genau auf die Widerlager oberhalb der Bahnstrecke. Seit Dienstag ist die neue Rad- und Gehwegbrücke über die Bahnlinie an ihrer Position.

Zentimeterarbeit und Fingerspitzengefühl braucht es, um die Brücke einzuheben.

Ein Zeitfenster von einer halben Stunde

Bereits am Morgen ist die Staatsstraße Richtung Aschau halbseitig gesperrt. Dort parkt der Schwerlaster mit der neuen Brücke, oberhalb steht ein großer Autokran, der die Brücke später an die richtige Position heben wird. Beim Einhub muss alles passen, nichts darf schiefgehen. Denn nur wenn kein Zug fährt, darf die Brücke über die Schienen geschwenkt werden. Eine halbe Stunde muss dafür ausreichen.

Frank Mattes vom Ingenieurbüro Behringer macht sich deshalb keinen Kopf. Die Vorarbeiten sind erledigt, die Brücke muss nur noch an ihren Platz – direkt neben der bisherigen. Der Stadtrat hatte sich vergangenes Jahr für einen Ersatzbau für die 25 Jahre alte Brücke entschieden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil damit auch die Fernwärmeleitung der Stadtwerke ausgebaut werden kann. Auf der Unterseite des Bauwerks sind neben der Fernwärme auch noch Rohre für Strom und Breitband angebracht, wie Georg Oswald vom Bauaumt erklärt.

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Langsam schwenkt die Brücke über die Bahngleise und senkt sich dann langsam in Richtung Widerlager. Dann braucht der Fahrer des Autokrans Fingerspitzengefühl an seinem Joystick, denn es ist Zentimeterarbeit, bis die Brücke genau dort ist, wo sie liegen soll.

An der Unterseite sind gut die Rohre für Fernwärme, Strom und Breitband zu erkennen. Angeschlossen werden sie erst nächstes Jahr.

Beim neuen Bauwerk sieht die Stadt von Holz als Material ab: „Die neue Brücke ist aus GFK“, erklärt Mattes. Das ist witterungs- und korrisionsbeständiger Kunststoff, der eine lange Lebensdauer hat, und robust genug ist, um auch ein Winterdienstfahrzeug zu tragen. Rund 590.000 Euro investiert die Stadt in den Brückenneubau. Daran beteiligen sich die Stadtwerke mit rund 196.000 Euro für die erweiterten Rohrleitungsanbauten und den Vorteil des Neubaus.

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Das Bauwerk mit einer Spannweite von 24,38 Metern ist zwar an seiner richtigen Position, noch aber müssen Fußgänger und Radfahrer geduldig sein. Denn bis die Leitungen angeschlossen und die Wegeanbindungen fertig sind, dauert es. „Je nach Witterung können wir noch heuer die Leitungen vorbereiten für den späteren Anschluss“, erklärt Mattes. Die finalen Arbeiten werden aber erst im Frühjahr passieren. Für den Leistungsanschluss rechnet Mattes mit zwei, drei Tagen, an denen die Strom- und Fernwärmekunden dann über einen Notverbund versorgt werden.

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