Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Aufbauarbeit von 25 Jahren wäre kaputt“

Becken zu kurz: Waldkraiburgs Schwimmer bangen um ihre Existenz

Spartenleiter Jan Hoffmann bangt um die Zukunft seiner VfL Piranhas.
+
Spartenleiter Jan Hoffmann bangt um die Zukunft seiner VfL Piranhas.
  • Jörg Eschenfelder
    VonJörg Eschenfelder
    schließen

Die Schwimmabteilung des VfL Waldkraiburg ist extrem erfolgreich, wächst und macht tolle Werbung für die Stadt. Dennoch muss er wegen des Waldbad Neubaus um seinen Bestand fürchten. Abteilungsleiter Hoffmann blickt deshalb hoffnungsvoll nach Innsbruck.

Waldkraiburg – „Wenn es nur ein 25-Meter-Sportbecken gibt, sind wir raus. Das wäre unser Aus“, betont Jan Hoffmann, Spartenleiter der Schwimmabteilung Piranhas im VfL Waldkraiburg. Er bezieht sich damit auf eine Aussage von Bauamtsleiter Carsten Schwunck zur Zukunft des Waldbades. Der hatte im Ferienausschuss erklärt, dass für die geplanten 20 Millionen Euro bei einem Neubau des Waldbades derzeit nur ein Sportbecken mit 25 Metern möglich wäre.

„Das ist nur ein Viertel der jetzigen Wasserfläche. Das geht gar nicht“, so Hoffmann zu den Plänen. Der derzeitige Trainings- und Kursbetrieb wäre damit nicht mehr möglich. „Damit wäre die Aufbauarbeit von 25 Jahren kaputt.“

Gerade in den vergangenen sieben Jahren hätten sich die Zahlen der Schwimmer verdoppelt. Aktuell hat die Abteilung vor allem im Nachwuchs 165 aktive Schwimmer. Hinzu kommt die Schwimmschule mit dem breiten Angebot von Anfänger- bis hin zu Kraulkursen für Kinder und Erwachsene. „Wir sind damit einer der größten Schwimmvereine Bayerns.“

Während der Waldbadsaison sind im 50 Meter Becken täglich zwischen 16 und 20 Uhr zwei Bahnen für das Training der verschiedenen Leistungs-Gruppen reserviert. Ein 25-Meter-Becken wäre das Ende eines sinnvollen, leistungsorientierten Trainings. „Dann bleibt uns keiner.“ Die ambitionierten Talente würden zu anderen Vereinen wechseln oder den Schwimmsport aufgeben. „Das wäre extrem schade.“ Das wäre auch das Aus für die Angestellten der Piranhas.

Schon jetzt gibt es in der Schulschwimmhalle einen Verteilungskampf, um die nötigen Schwimmzeiten und Bahnen. Damit kann zwar auch im Winter trainiert werden, aber optimal ist das nicht.

Große Wettkämpfe wie dieses Jahr die oberbayerischen Jahrgangs-Meisterschaften mit über 400 Teilnehmern und gut 1500 Starts wären ebenfalls nicht mehr möglich. Die seien nicht nur eine Werbung für die Piranhas, sondern auch für die Stadt. „Wir hören immer wieder: ‚Wow, was ihr für ein tolles Bad habt.‘ Die sind alle vom Waldbad begeistert – und wären sonst nie nach Waldkraiburg gekommen“, so Hoffmann. Insgeheim hofft er auf eine Sanierung. „Unsere Arena ist einmalig“, schwärmt er und verweist auf das denkmalgeschützte Innsbrucker Tivoli-Freibad, das 1957 bis 1961 erbaut wurde und inzwischen als herausragendes Beispiel zeitloser Freizeitarchitektur aus Sichtbeton gilt.

Wie auch immer es mit dem Waldbad weitergeht, für die Piranhas ist die Situation schon jetzt alles andere als ideal. Hoffmann: „Wir hangeln uns derzeit nur von Jahr zu Jahr.“

Mehr zum Thema

Kommentare