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Nachruf

Ein Perfektionist an der Kamera: Nachruf auf Josef Sahlstorfer aus Waldkraiburg

Josef Sahlstorfer†
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Josef Sahlstorfer†
  • Kirsten Meier
    VonKirsten Meier
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Als Fotograf hatte er sich in der Region einen Namen gemacht, nun ist er unerwartet verstorben: Josef Sahlstorfer aus Waldkraiburg.

Waldkraiburg – Was man besonders an ihm schätzte, war seine liebenswerte Art. Mit seiner Fröhlichkeit schaffte es Josef „Sepp“ Sahlstorfer, jedem ein Lächeln zu entlocken. Für seinen Beruf als Fotograf waren diese Eigenschaften Goldwert. Sepp Sahlstorfer hatte sich als Fotograf einen Namen in der Region gemacht. Man schätzte ihn jedoch nicht nur wegen seiner Arbeit, sondern vor allem auch als Mensch. Umso unfassbarer ist sein plötzlicher Tod. Am 20. Juli 2022 verstarb der Waldkraiburger.

„Ihm war es immer wichtig, dass es allen anderen gut geht“

Sepp Sahlstorfer wuchs in Rattenkirchen auf. Er war der Älteste von drei Kindern. Sein Vater Josef verstarb 2017, seine Mutter Aloisia lebt mit ihrem jüngsten Sohn Gerhard und dessen Familie auf dem elterlichen Hof. „Ihm war es immer wichtig, dass es allen anderen gut geht“, erinnert sich seine Familie. Als Bub wollte er Chemiker werden, doch sein Weg führte ihn an die Kamera. Nachdem er als Schüler einen Fotokurs besucht hatte, wurde er von der Tochter seiner zukünftigen Chefin darauf angesprochen, ob er eine Ausbildung als Fotograf machen wolle. 1976 begann er seine Ausbildung beim Fotostudio Augsten in Waldkraiburg, 1980 machte er seinen Meister in München. Als Augsten schloss, übernahm Sahlstorfer. Damals war das Geschäft noch beim Stadtplatz, im Laufe der Jahre zog das Fotostudio um, zuletzt in die Berliner Straße. Im Alter von 24 Jahren war er Fotografenmeister mit einem eigenen Geschäft.

Große Liebe trat 1985 in sein Leben

1985 kam mit Ehefrau Christine die große Liebe in sein Leben. „Wir lernten uns über Bekannte kennen. Sepp hat mir einen Fotoapparat geliehen.“ Sie kümmerte sich ums Geschäft und Sepp war der Fotograf. 1989 wurden sie Eltern von Sohn Daniel. 2002 krönten die Zwillinge Kilian und Luisa das Familienglück.

„Sepp hat immer sehr viel und hart gearbeitet. Zeit für die Familie war rar“, erzählt Ehefrau Christine. „Er war ein Perfektionist. Alles was er tat, machte er mit ganzem Herzen. Er konnte nie ´Nein` sagen, wenn man ihn brauchte, war er da“, setzt sie fort. Seine Familie stand bei ihm aber über allem. Seine Leidenschaft war die Ahnenforschung. „Er hat einen Stammbaum angelegt, der führt mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurück“, erzählt Schwägerin Sonja Sahlstorfer. Ihr Ehemann Gerhard ist Sepp Sahlstorfer Bruder. Sie verbindet auch eine Freundschaft. „ Es gab nie ein böses Wort bei ihm. Seine Neffen und Nichten waren für ihn wie seine eigenen Kinder. Bepp war mein großer Bruder. Ein wundervoller Mensch, der eine große Lücke in unseren Herzen hinterlässt. Wir vermissen ihn so schrecklich arg“, sagt sie traurig.

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