EierlegenderFahrzeugbau

Das Siegerteam (großes Foto) mit Marina Andresen, ihrem Vater Hermann und Patrick Hufeld. Schulleiter Joachim Hellwig (kleines Bild oben) gratulierte auch Kathrin und Robert Mittermaier, die das originellste Fahrzeug an den Start brachten, und Johannes Jackl, der mit seinen Kindern Vroni und Georg den zweiten Platz erreichte. Die Physiklehrer schauten ganz genau hin. So knapp ging es zu. Fotos hg
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Das Siegerteam (großes Foto) mit Marina Andresen, ihrem Vater Hermann und Patrick Hufeld. Schulleiter Joachim Hellwig (kleines Bild oben) gratulierte auch Kathrin und Robert Mittermaier, die das originellste Fahrzeug an den Start brachten, und Johannes Jackl, der mit seinen Kindern Vroni und Georg den zweiten Platz erreichte. Die Physiklehrer schauten ganz genau hin. So knapp ging es zu. Fotos hg

Die Eier legende Wollmilchsau wurde nicht gesucht beim "Egg-Race", dem Tüftler-Wettbewerb am Gymnasium Waldkraiburg. Gefragt war vielmehr Eier legender Fahrzeugbau. 18 Konstrukteursteams stellten sich der Aufgabe.

Waldkraiburg - Es gibt nichts, was es nicht gibt bei diesem Wettbewerb, der in Anlehnung an eine legendäre Fernsehsendung der BBC seit sieben Jahren immer zum Jahresende an der Schule ausgelobt wird. Um Fahrzeuge mit Mausefallen-Antrieb, Fluggeräte mit Playmobilbesatzung oder Papierbrücken, die Zentnerlasten trugen, ging es in den vergangenen Jahren. Nicht weniger knifflig war die Aufgabe, für die sich die Fachschaft Physik um den stellvertretenden Schulleiter Wolfgang Rasch heuer entschied: "Konstruiere ein Fahrzeug, das ein gelbes Überraschungs-Plastikei transportiert und zielgenau ablädt! Der Zielpunkt hat von der Startlinie einen Abstand von 15 Metern."

18 Einzelstarter und Konstrukteursteams, Schüler mit Unterstützung von Vätern oder Großvätern, stellten sich der Herausforderung. Elektrische Antriebe waren ebenso verboten wie Fernsteuerungen. Nach dem Start durften die Fahrzeugbauer nicht mehr eingreifen. Und der gesamte Vorgang des "Eierlegens" musste innerhalb von zwei Minuten abgeschlossen sein.

Wie nah würden die besten Teilnehmer dem Ziel kommen? Einen Meter? Zehn Zentimeter? Näher? Mehrere hundert Zuschauer warteten auf den Rängen der Dreifachturnhalle gespannt auf das Ergebnis. Sieben Millimeter vom Zielpunkt entfernt blieb das Ei des Siegerteams liegen. Marina Andresen aus der 11. Jahrgangsstufe (Q 11) landete diesen Volltreffer - mit tatkräftiger Unterstützung ihres Vaters Hermann. Erfahrung zahlt sich eben aus. Die Schülerin war bereits zum siebten Mal dabei. Von Samstag in der Früh bis Sonntag abend hatten sie an ihrer Maschine gearbeitet, erzählt Hermann Andresen. Einen Mausefallenantrieb hatten sie ebenso erwogen wie eine Propellerlösung, ehe sie dann auf den Flaschenzug mit Gummis kamen.

"Plus, minus einen Meter" war der Abstand bei den Probeläufen. Sieben Millimeter wurden es, als es darauf ankam. Glück? "Mehr als Glück und natürlich technisches Feeling", lacht der Ingenieur. Den ersten Preis, 50 Euro, die Bürgermeister Siegfried Klika wie jedes Jahr verdoppelte, wollen die Sieger für soziale Zwecke spenden.

Knapp hinter dem Siegerteam aus Weidenbach belegte das Familienunternehmen Jackl, Vroni, Georg mit Vater Johannes, Platz zwei. Nur 18 Millimeter fehlten ihnen. Auf dem dritten Platz Familie Kobus, Kathrin, Florian und Papa Franz, mit 8,3 Zentimetern. Das originellste Fahrzeug, ein fahrendes Huhn, hatten Kathrin Mittermaier und ihr Bruder Robert in den Wettbewerb geschickt.

Zur Unterhaltung des Publikums trugen freilich alle Teilnehmer bei, ob sie beim Antrieb nun auf Gewichte, Federzug oder andere Varianten setzten, ob sie bis auf wenige Zentimeter ans Ziel heran kamen oder schon nach wenigen Metern schlapp machten. hg

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