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Dustin Hoffmann, Trainer für mittelalterliche Kampfkunst

Trainer für mittelalterliche Kampfkunst: Dustin Hoffmann.
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Trainer für mittelalterliche Kampfkunst: Dustin Hoffmann.

Waldkraiburg – Sie zählt zu den ungewöhnlichsten Sparten im VfL: die Abteilung mittelalterliche Kampfkunst.

Dustin Hoffmann (31), im bürgerlichen Leben Betriebselektriker bei Wacker, ist Trainer und auch Mitglied im Partnerverein „Gefolge zu Herzoghart e.V.“, das Faible für die angeblich so finstere Zeit, das Mittelalter, ist nicht zu übersehen.

Herr Hoffmann, Gerüchte und Mythen über diese Zeit halten sich hartnäckig. Haben die Menschen einen verklärten bis verzerrten Blick auf das Mittelalter?

Viel Irrglauben herrscht, wenn es um Ritter und Söldner, Turniere und Kriegskunst des Mittelalters geht. Dabei gibt es genügend Quellen, aus denen man lernen könnte, was wirklich war – eben nicht die verklärten Visionen von Hollywood.

Wo findet man diese Quellen? Erfährt man darin etwas über die Rolle der Frau – in Zusammenhang mit der Kampfkunst?

Mittlerweile gibt es im Internet bestens sortierte Quellen. Man kann durch alte Bilder und Handschriften stöbern. Dann findet man raus, dass es durchaus Frauen gab, die Schwert und Bogen in die Hand nahmen – es war nur nicht die Regel. Man sieht auch, dass die Vielfalt an Waffen und Rüstungen groß war, dass es nicht nur Schwert und Schild, sondern auch Falchions und Kriegshämmer, Dolche, Stöcke und sogar Dreschflegel auf dem Schlachtfeld gab. Man erkennt, wie weit die Kriegskunst zum Ende des Mittelalters bereits war, wie handwerklich brillant die Schmiedetechniken.

Hat Ihre Sparte also echtes Interesse an Geschichte und nicht nur am „Ritter spielen“?

So ist es. Wir von der mittelalterlichen Kampfkunst wollen nicht einfach nur mit dem Schwert hantieren oder mit dem Bogen ein Ziel treffen. Es geht darum, sich mit den Waffen und Techniken auseinanderzusetzen und vertraut zu machen. Und dabei herauszufinden, wie es früher wirklich war, zum Beispiel, mit einem Bogen zu schießen, der weit mehr Kraft hatte, als ein heutiger Sportbogen und ganz ohne Zielvorrichtung und technische Spielereien auskam.

Ihr wollt also das Mittelalter in gewisser Weise erlebbar machen. Wer ist bei euch an der richtigen Adresse?

Die Sparte würde sich über Zuwachs freuen, der sich nicht nur für die Waffe, sondern auch das Mittelalter selbst interessiert. Mit dem Partnerverein „Gefolge zu Herzoghart“ kann man das Gelernte in Schaukampf und „Feldschlachten“ auf Mittelalterfesten ausprobieren. Das Training für die nächste Saison startet im Januar, donnerstags, 19.30 bis 21.30 Uhr, in der Turnhalle der Beethoven-Grundschule. Am 12. Januar geht’s los mit Schwertkampf, am 19. mit Bogenschießen. Für unter 16-Jährige gibt es ein Jugendtraining Schwertkampf, freitags von 17 bis 18.30 Uhr. Infos unter www.mittelalterliche-Kampfkunst.de.hos

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