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Corona und Regenwetter

Durchwachsene Bilanz: Im Waldkraiburger Waldbad geht nass-kalte Jubiläumssaison zu Ende

Das Wasser ist bereits größtenteils abgelassen, eine Reparatur der Fließenschäden lohnt sich zeitlich vor Saisonende nicht mehr.
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Das Wasser ist bereits größtenteils abgelassen, eine Reparatur der Fließenschäden lohnt sich zeitlich vor Saisonende nicht mehr.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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In der Jubiläumssaison im Waldkraiburger Waldbad, die am 12. September zu Ende geht, ist nicht alles rund gelaufen. Und das liegt nicht nur an Corona und dem schlechten Wetter.

Waldkraiburg – Die Sonne scheint, angenehme Badetemperaturen, doch im Waldbad ist kaum etwas los. Während ein paar Schwimmer ihre Runden im Sportbecken drehen und Kinder vom Sprungturm hüpfen, liegt das Wasser im Nichtschwimmerbecken ruhig da. Weil zu viele Keime festgestellt worden sind, muss es vorübergehend gesperrt werden. Das Wellenbecken hat für diese Saison den Betrieb komplett eingestellt. Damit geht nächste Woche eine durchwachsene Saison im Jubiläumsjahr zu Ende.

Nichtschwimmer- und Wellenbecken wieder gesperrt

Das Nichtschwimmerbecken gesperrt, ein Bauzaun umgibt das Wellenbecken, aus dem bereits größtenteils das Wasser abgelassen ist. Ein trauriger Anblick. Auch Schwimmmeister Michael Spierling bedauert, dass die Saison so endet.

Veraltete Technik macht Probleme

Nachdem das Nichtschwimmerbecken wegen erhöhter Keimbelastung bereits im Juli vorsorglich geschlossen wurde, musste es jetzt wegen desselben Problems erneut gesperrt werden. Die Keime seien aber nicht im Becken, sondern in der Technik, wie Spierling erklärt. Diese sei alt und mache immer wieder mal Probleme. Also heißt es: Hochchloren, Filter spülen und Nachproben ziehen. Am Mittwoch wurde die Nachprobe genommen, Spierling hofft, dass das Ergebnis zeitnah vorliegt, damit das Nichtschwimmerbecken zumindest die letzten Tage der Saison wieder in Betrieb gehen kann.

Zuschauerzahl noch nicht ausgewertet

Im Wellenbecken ist für diese Saison nach erneuten Fliesenschäden Schluss. Im Frühjahr werden die Becken zwar geprüft und repariert, dennoch gab es erste Schäden Anfang Juli. Die waren schnell behoben, sind jetzt aber an der gleichen Stelle wieder aufgetreten. Auch andernorts seien im Becken Reparaturen nötig, doch die würden sich zeitlich nicht mehr lohnen. In knapp einer Woche geht die durchwachsene Jubiläumssaison zu Ende. „Die Corona-Verordnungen, das nasskalte Wetter – das ist alles ein Topf, in dem die schlechten Zutaten gelandet sind“, bedauert Spierling. Die genauen Besucherzahlen haben die Stadtwerke noch nicht ausgewertet.

Förderverein lobt Engagement der Stadtwerke

„Es war eine sehr durchwachsene Saison“, sagt Jürgen Zabelt, eifriger Nutzer und Vorsitzender des Fördervereins Waldbad, nicht nur wegen des schlechten Wetters. „Corona hat es uns allen nicht leicht gemacht.“ Das habe sich auch beim Jubiläumsfest gezeigt. „Wir hatten bei den Vorbereitungen so viel Arbeit und wussten nicht, ob und wie das Festwochenende stattfinden kann. Wir hatten Glück, dass zu dieser Zeit die Inzidenzen so niedrig waren.“

Trotz oder gerade wegen der Probleme mit Fliesenschäden im Wellenbecken und Verkeimungen im Nichtschwimmerbecken rechnet es Zabelt den Stadtwerken und den Bademeistern „hoch an, dass sie alles versucht haben, um das Bad so gut wie möglich offen zu halten“. Dass es knapp eine Woche vor Saisonende keine großen Reparaturen mehr gebe, sei nachvollziehbar. „Ich verstehe auch, dass man zwei Jahre vor dem Umbau keine Unsummen mehr reinsteckt.“ Investitionen wird es aber durchaus noch geben. „Wir wollen natürlich, dass das Waldbad auch nächstes Jahr genutzt werden kann“, sagt Spierling. Welche Investitionen getätigt werden, steht bislang aber nicht fest.

Auch nächstes Jahr wieder öffnen

Noch bis zum Sonntag, 12. September, hat das Waldbad geöffnet. Weil nicht alle Becken zu nutzen sind, gibt es den ganzen Tag auf jede Einzelkarte 50 Prozent Ermäßigung. Bei dem sonnigen Wetter nutzen das Renate Jahn und Monika Reder aus. Dass gerade zwei Becken nicht zu nutzen sind, stört sie kaum.

Seit Jahren kommen sie jeden Tag zum Schwimmen hierher und fühlen sich tief verbunden mit dem Waldbad und haben auch für dessen Erhalt gekämpft. „Das ist unser Waldbad, es gibt kein Schöneres“, sind sie sich einig.

Vorbereitungen für Wintersaison

Während man sich im Waldbad auf das Ende der Saison vorbereitet, laufen bereits die Vorbereitungen für die Eishalle und die Schulschwimmhalle. Am 15. September soll es für die Vereine in der Raiffeisen-Arena losgehen. Die Beleuchtung ist auf LED umgerüstet worden. Am 2. Oktober soll der erste Publikumslauf stattfinden. Am gleichen Tag geht es auch in der Schulschwimmhalle mit dem öffentlichen Samstagsschwimmen los, ab 4. Oktober ist die Halle für Vereine und Schulen zugänglich.

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