„D`Riederin“ startet ins neue Jahrzehnt

Maria Hager blickt auf 80 Lebensjahre zurück. In ihrer Zeit als aktive Bäuerin wurde der Riederhof zu einem Tierparadies. fill

Taufkirchen – Die Lebensgeschichte von Maria Hager hat viele Seiten.

Viel Gutes und Schönes, aber auch schwierige Zeiten waren zu bewältigen. Ihren 80. Geburtstag feierte sie aufgrund der Corona-Beschränkungen im kleinen Kreis mit ihrer Familie. Bürgermeister Alfons Mittermaier überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde.

Das Elternhaus der Jubilarin stand in Litzlkirchen. Dort erblickte sie am 11. Mai 1940 das Licht der Welt. Mit Bruder Franz und Schwester Gerti wuchs sie bei den Eltern Franz und Maria Deißenböck auf. In ihrer Kindheit erlebte sie die Kriegsjahre und schon während der letzten Schuljahre musste sie zu Hause kräftig mithelfen.

Nach der Schule fand sie eine Beschäftigung in einer Molkerei in Aschau, im Kloster Zangberg und in der Unternehmerfamilie Lode. Bei der Primus-Bekleidung verdiente sie sich als Büglerin ihren Lebensunterhalt.

Vor der Hochzeit mit Albert Hager 1966 besuchte sie die landwirtschaftliche Winterschule in Mühldorf. Mit der Heirat übersiedelte sie auf den Riederhof in der damaligen Gemeinde Zeiling. Die Söhne Albert und Thomas bereicherten das Eheglück. Jetzt sind fünf Enkelkinder der ganze Stolz der Oma.

Die Arbeit in der Landwirtschaft lastete größtenteils auf ihren Schultern, da ihr Gatte als Vertriebsmann im Bereich von Tierarzneimitteln wochentags im Außendienst war. Ein neuer Rinderstall wurde gebaut und im Jahr 1972 auch das Wohnhaus. Als ihre Schwiegermutter einen Schlaganfall erlitt, pflegte sie diese neun Jahre lang. In ihrer Zeit als aktive Bäuerin entwickelte sich der Riederhof zu einem Tierparadies. Mit viel Leidenschaft versorgte sie Kühe, Schafe, Schweine, Hühner, Gänse und Enten. Auch die Bienen gehörten zum Hof – genauso wie die Blumenpracht rund ums Haus. Nach der Hofverpachtung unternahm sie mit ihrem Gatten Reisen nach Thailand, USA und Kanada.

Der Lebensweg von der Rieder Maria ist aber auch mit vielen Beschwerden gepflastert. Bereits vor 40 Jahren musste sie sich einer Bandscheibenoperation unterziehen, viele weitere Eingriffe folgten und machten ihr Leben beschwerlich. Hier brachte der heiße Sand in südlichen Ländern oft Linderung auf Zeit.

Trotz vieler Rückschläge hat Maria Hager ihr Leben immer gut gemeistert. Im verdienten Ruhestand, der Besitz wurde an Sohn Thomas übergeben, versorgt sie ihren Haushalt und kümmert sich um ihren Ehemann, der seit einiger Zeit auf ihre Pflege angewiesen ist. fim

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