Drei Tage lang Hochzeit gefeiert

Feierten vor 60 Jahren drei Tage lang ihre Hochzeit: Matthias und Maria Bock. Bürgermeister Siegfried Klika gratulierte zur "Diamantenen". Foto bac
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Feierten vor 60 Jahren drei Tage lang ihre Hochzeit: Matthias und Maria Bock. Bürgermeister Siegfried Klika gratulierte zur "Diamantenen". Foto bac

Drei Tage lang feierten sie im Jahr 1950 ihre Hochzeit - nun kann das Jubelpaar Matthias und Maria Bock in der Berliner Straße auf 60 glückliche Ehejahre zurückblicken mit dem nicht alltäglichen Fest der diamantenen Hochzeit.

Waldkraiburg - "Wir haben uns kennen und lieben gelernt und uns in den sechs Jahrzehnten gut vertragen und mögen", sind sich die betagten Eheleute einig, die seit 44 Jahren in Waldkraiburg wohnen.

"Der Redner hat immer das Wort", schmunzelt Matthias Bock, der am 24. August 1931 in Rudolfsnat im serbischen Banat in der Nähe von Belgrad geboren ist. Er wuchs mit vier Geschwistern auf und ging dort zur Schule, bis die Familie nach dem Krieg weg musste und nach Seytschang im deutschen Banat in Jugoslawien kam. Nach der Schulzeit arbeitete er in der Landwirtschaft, bis die Familie 1944 vor den Russen in das rumänisch/deutsche Dorf Sartschi flüchtete.

Maria Bock erblickte am 7. März 1931 in Etschca, ebenfalls im serbischen Banat, das Licht der Welt und wuchs mit einem Bruder auf. Sechs Jahre später kamen sie nach Seytschang, wo Maria die rumänische Schule besuchte und dann in das Dorf Sartschi, wo sie in der Feld- und Landwirtschaft tätig war.

1949 lernten sich die jungen Leute dort beim Jugendtreffen kennen und schlossen am 5. Juni 1950 im Standesamt Sartschi ihren Ehebund. Zum dreitägigen Hochzeitsfest wurde ein Zelt aufgestellt.

Im selben Jahr wurde die Tochter Anna und 1954 Tochter Rosalia geboren; inzwischen musste der junge Ehemann von 1951 bis 1953 zur Bundeswehr.

Im Jahr 1966 kam die Familie bereits nach Waldkraiburg, wo die Eheleute dann in mehreren ortsansässigen Betrieben arbeiteten. Die ältere Tochter wohnt in München, ihre jüngere Schwester wanderte Mitte der 70er-Jahre nach Kanada aus, wo sie die Eltern schon ein paar Mal besuchten, so lange es gesundheitlich noch möglich war.

Von den Kriegsfolgen her ist der Jubilar gesundheitlich angeschlagen, aber beide sind geistig noch gut drauf und freuen sich darüber sehr. Das Jubelpaar freut sich über zwei Enkelkinder und bald auch über das zweite Urenkel. bac

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