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Aufgewachsen in Waldkraiburg

„Die Schule der magischen Tiere“: Warum die Erfolgsautorin Margit Auer gerne einen Esel hätte

Ihre Bücher sind in über 20 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft, Mitte Oktober kommt „Die Schule der magischen Tiere“ endlich ins Kino: Erfolgsautorin Margit Auer hatte bei den Dreharbeiten zum Kinofilm darauf geachtet, dass die Kinder auf der Leinwand die Welt wiederfinden, die sie aus den Büchern kennen.
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Ihre Bücher sind in über 20 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft, Mitte Oktober kommt „Die Schule der magischen Tiere“ endlich ins Kino: Erfolgsautorin Margit Auer hatte bei den Dreharbeiten zum Kinofilm darauf geachtet, dass die Kinder auf der Leinwand die Welt wiederfinden, die sie aus den Büchern kennen.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Waldkraiburg – Aufgewachsen ist sie in Waldkraiburg, heute ist sie eine erfolgreiche Kinderbuchautorin, deren Bücher in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden sind. Mit „Die Schule der magischen Tiere“ hat Margit Auer für Kinder eine ganz neue Welt geschaffen. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen spricht sie über eigene Haustiere und darüber, was ein gutes Kinderbuch ausmacht.

Sie sind ausgebildete Journalistin, haben jahrelang in diesem Beruf gearbeitet. Jetzt sind Sie erfolgreiche Kinderbuchautorin. Was war passiert?

Margit Auer: Die Lebensläufe von Frauen sind selten geradlinig, schon gar nicht, wenn sie Kinder bekommen. Plötzlich setzt man andere Schwerpunkte. Meine Arbeit als Journalistin hat mir immer großen Spaß gemacht, ich arbeite übrigens immer noch als Kolumnistin für die „Süddeutsche Zeitung“. Wissen Sie, dass ich meine allerersten Artikel für die „Waldkraiburger Nachrichten“ und den „Mühldorfer Anzeiger“ geschrieben habe?

Ich habe die Konzerte im Jugendzentrum G 12 angekündigt, übers Ferienprogramm berichtet und die Wochenendumfrage gemacht. Für eine Antwort gab es damals acht D-Mark. Mit drei kleinen Kindern ist es allerdings nur schwer machbar, als Reporterin zu arbeiten. Schreiben wollte ich aber unbedingt! Also habe ich mit Kinderbüchern begonnen. Bis zur ersten Veröffentlichung war es allerdings ein langer Weg.

Was macht für Sie ein gutes Kinderbuch aus?

Auer: Spannung, Witz und glaubwürdige Figuren. Und Tiefe. Man braucht einen Helden, bei dem nicht immer alles glatt läuft. Nur dann erreicht man die Herzen der Kinder.

Wer liest, taucht in unbekannte Welten ein. Trotzdem gibt es immer wieder Kinder, die nur wenig Bezug zum Lesen haben. Wie kann man weniger leseaffine Kinder für das Lesen begeistern?

Auer: Waldkraiburg hat eine wunderschöne Bücherei, ich war dort als Kind und Jugendliche mindestens einmal pro Woche. Und die allerersten Bücher habe ich mit meiner Mutter in der Bücherei ausgeliehen, die in der Realschule untergebracht war. Kann sich daran noch jemand erinnern?

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Meine Mutter hat selbst unheimlich viel gelesen und tut es immer noch. Genauso sollten wir es angehen: Vorbild sein, selbst zum Buch greifen, Vorlesen, öfter das Handy zur Seite legen. Für Kinder, die zuhause nicht so viel Unterstützung bekommen, brauchen wir Lesepaten und Extralehrer an den Grundschulen. Damit könnten wir viele gesellschaftliche Probleme abfangen, die später entstehen.

Was war als Kind Ihr Lieblingsbuch?

Auer: „Michel aus Lönneberga“ von Astrid Lindgren. Michel ist frech und klug zugleich. Und er hat das Herz am rechten Fleck. Wenn ich den Film sehe, wo Michel sich mit seinem Pferd Lukas durch den Schneesturm kämpft, um Alfred zu retten, muss ich jedes Mal fast weinen.

In der Wintersteinschule bekommen die Kinder ein magisches Tier. Hatten Sie als Kind selbst ein Tier?

Auer: Wir hatten in unserem Garten in Waldkraiburg-Süd Hasen und Hühner. Die Hühner waren lustig und eine Weile lang hatten wir Hasen, die Gänge durch den ganzen Garten gebuddelt haben. Da hatten wir uns wohl in der Rasse getäuscht.

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Wenn Sie sich ein magisches Tier aussuchen könnten, welches hätten Sie gerne?

Auer: Ich hätte gern einen Esel. Gerade geht es bei mir drunter und drüber. Ich bekomme Interviewanfragen, soll Reden oder Grußworte sprechen, bei Lesewettbewerben in der Jury sitzen, Schulpatin werden… Lauter tolle Sachen, aber dafür fehlt mir die Zeit. Mein Beruf ist es, Bücher zu schreiben. Ein Esel würde mir helfen, öfter mal „Nein“ zu sagen.

Warum sind die Tiere so wichtig für die Kinder?

Auer: Die magischen Tiere in meinen Büchern sind Metaphern. Sie werden zum besten Freund des Kindes und helfen, wo immer es geht. Aber natürlich ist es schön, wenn man als Kind einen Hund oder eine Katze hat. Alle Kinder wünschen sich das. Haustiere können uns trösten und sie merken genau, in welcher Stimmung wir sind.

Welches Buch sollte ein Kind auf jeden Fall gelesen haben?

Auer: Schwer begeistert hat mich zuletzt „Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte“ von Anna Woltz. Die niederländische Autorin schafft es, mit Leichtigkeit und Tempo große Themen anzupacken.

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Sie sind im Landkreis Mühldorf aufgewachsen, hier zur Schule gegangen. Wie stark sind Sie noch mit Waldkraiburg verbunden?

Auer: Meine Eltern und Geschwister leben hier, ich komme regelmäßig auf Besuch. Dann hole ich mir immer eine Kugel Sahneeis am Kraiburger Marktplatz. Das war schon zu meiner Kindheit die beste Sorte. Wenn ich das nächste Mal da bin, werden wir alle ins Waldkraiburger Kino gehen.

Ihre Bücher wurden millionenfach verkauft und sind in über 20 Sprachen übersetzt. Macht der Erfolg Sie stolz?

Auer: Am meisten freut mich, dass Kinder mit meinen Büchern Lesen lernen. Ich schaffe die Kinderbuchhelden, an die sie sich später, wenn sie erwachsen sind, immer noch erinnern.

Mitte Oktober kommt die „Schule der magischen Tiere“ ins Kino. Was war Ihnen wichtig, wie Ihre Geschichte auf der Leinwand umgesetzt wird?

Auer: Die Kinder sollen die Welt wiederfinden, die sie aus den Büchern kennen: Freundschaft und Zusammenhalt, Witz und Warmherzigkeit – und ein Schuss Magie.

Auf wie viele Abenteuer in der „Schule der magischen Tiere“ dürfen die Kinder noch gespannt sein?

Auer: Ende Oktober kommt der zwölfte Band der Hauptreihe in die Buchläden, damit ist die Reihe aber noch nicht zu Ende. Noch immer gibt es in Miss Cornfields Klasse einige Kinder, die noch kein magisches Tier haben. Es bleibt also spannend!

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