Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Die Landwirtin über ihren Beruf und ihre Ziele

Die neue Kreisbäuerin aus Waldkraiburg: „Erdbeeren zu Weihnachten müssten doch nicht sein“

Heidi Schmidinger hat neben der Arbeit auf dem Hof und als Kreisbäuerin noch Zeit für ihren Garten.
+
Heidi Schmidinger hat neben der Arbeit auf dem Hof und als Kreisbäuerin noch Zeit für ihren Garten.
  • VonUrsula Huckemeyer
    schließen

Heidi Schmidinger trat als Kreisbäuerin die Nachfolge von Anna Senftl an. Warum sie eine Landwirtin aus Leidenschaft ist und welche Ziele in dem neuen Amt hat.

Waldkraiburg/Lindach – Sie wohnt ein bisschen versteckt, dafür aber ruhig und mit wunderschönem Ausblick. Gemeint ist die frisch gebackene Kreisbäuerin Heidi Schmidinger, die mit ihrer Familie in Lindach, einem Ortsteil von Waldkraiburg lebt.

Am 22. Juli wurde die 48-Jährige zur neuen Kreisbäuerin gewählt. Sie folgt Anna Senftl nach, die das Ehrenamt 15 Jahre lang ausübte.

Als Betriebshelferin hat sie angefangen

Heidi Schmidinger, geborene Rauscheder, wuchs in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Zangberg auf. Sie arbeitete als Betriebshelferin und absolvierte eine Ausbildung zur Dorfhelferin.

„Die Fernsehreihe Frühling im ZDF bei der Simone Thomalla die Dorfhelferin Katja Baumann spielt, schaue ich mir eigentlich recht gerne an“, gibt die neue Kreisbäuerin zu. Die gezeigten Geschichten wären teilweise relativ nah an der Wirklichkeit.

Während Schauspielerin Thomalla jedoch nur im Film anpackt, ist Heidi Schmidinger tatsächlich jeden Tag im Haus, im Stall und im Garten tätig. Die Ehefrau und Mutter von drei Kindern gab 1997 ihrem Gatten Lorenz das Ja-Wort. Von Zangberg aus ging es für die junge Frau dann nach Lindach. Sie heiratete in einen Milchviehbetrieb ein.

Die Familie steht hinter ihr

„Ich bin gerne Bäuerin“, betont sie und man sieht es ihr am Gesicht an, dass diese Aussage nicht einfach daher geredet ist, sondern tatsächlich stimmt. Seit 20 Jahren bekleidet die 48-Jährige bereits das Amt der Ortsbäuerin im Ortsverband Pürten/St. Erasmus. In den letzten fünf Jahren arbeitete sie darüber hinaus in der Kreisvorstandschaft mit. Jetzt als Kreisbäuerin tritt die Lindacherin allerdings in eine andere Liga hinsichtlich Verantwortung und Terminen ein.

„Meine Mama ist nun oft unterwegs. Das macht sich schon bemerkbar“, stellt Magdalena, die 18-jährige Tochter der Schmidingers fest. Die Familie steht selbstverständlich hinter Ehefrau und Mutter, sonst wäre dieses Ehrenamt nicht zu bewältigen. Die neue Kreisbäuerin ist gerne unter Menschen und sie mag es neue Leute kennenzulernen.

Was sie als Kreisbäuerin auf jeden Fall forcieren will, ist ein Projekt, das sich „Schule fürs Leben“ nennt. Bauernfamilien informieren dabei Schulklassen über das Leben und Arbeiten in der Landwirtschaft. „Das Angebot von unserer Seite steht, Jugendliche über Arbeiten auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufzuklären“, bekräftigt Heidi Schmidinger, sie meint aber: „das Projekt muss noch mehr beworben werden“.

Sie setzt auf saisonal und regional

Die 48-Jährige sieht viele Vorteile in der Arbeit einer Bäuerin: „Wir sind selbstständig, oft in der Natur, wir sehen unsere Kinder aufwachsen und wir müssen nicht außer Haus um Geld zu verdienen“.

Die 48-Jährige ist gerne Bäuerin.

Was ihr nicht nur als Kreisbäuerin, sondern auch persönlich am Herzen liegt: Die Verbraucher für saisonale und regionale Lebensmittel zu sensibilisieren. „Erdbeeren an Weihnachten müssen doch nicht sein“, ist die Ansicht Schmidingers, die mit vollem Elan und Einsatz ihre neue Aufgabe anpackt.

Weil es trotz aller Arbeit auch ein bisschen Freizeit braucht, engagiert sich die Landfrau als zweite Vorsitzende im historischen Radfahrverein Pürten. Bei Jubiläen von Radfahrvereinen in Ober- und Niederbayern steigt sie gerne auf ihr altes Radl, und zwar gewandet mit dem Brautkleid der Großmutter ihres Gatten. Aber nicht nur das Treten in die Pedale macht der Kreisbäuerin Freude, sie singt auch noch im Kirchenchor.

Mehr zum Thema

Kommentare