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SERIE KULTURMINUTEN

Die große Zeit des Kinos: Blick ins Waldkraiburg der Wirtschaftswunderjahre

Schon ihre Eltern haben Waldkraiburger Kino-Geschichte geschrieben. Und Elfriede Schnepf ist in ihre Fußstapfen getreten.
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Schon ihre Eltern haben Waldkraiburger Kino-Geschichte geschrieben. Und Elfriede Schnepf ist in ihre Fußstapfen getreten.
  • vonUrsula Huckemeyer
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Es war die große Zeit des Kinos: die Wirtschaftswunderjahre. Die Lichtspieltheater waren voll. Auch in Waldkraiburg. Einen Einblick in die Zeit der Aufbaujahre und des Wirtschaftswunders gibt das Stadtmuseum Waldkraiburg.

Waldkraiburg – Da kommt Nostalgie auf – beim Anblick des kleinen Kinokartenkastens mit verschließbarem Rollladen und neun verschiedenen Abreißvorrichtungen. Elfriede Schnepf hat das Unikat aus längst vergangenen Lichtspieltagen dem Waldkraiburger Stadtmuseum vermacht. Es bereichert die Dauerausstellung im Obergeschoss des Museumswürfels beim Haus der Kultur, das den Wirtschaftswunderjahren gewidmet ist.

Kinogeschichte geschrieben

Der Kasten mit dem Namen Bireka (Billet-Registrier-Kassen) stammt noch von den Eltern der 69-jährigen Waldkraiburgerin, die im Jahre 1956 in der Gablonzer Straße das Kino mit dem wohlklingenden Namen „Scala“ erwarben. Franz und Karoline Schnepf schrieben in der Stadt Kinogeschichte. Und das erst recht als sie im Jahre 1958 das Union Theater aus der Taufe hoben.

Den nostalgischen Kinokartenkasten vermachte Elfriede Schnepf dem Stadtmuseum.

Lichtspielhaus mit Bühne und 600 Sitzplätzen

Der Kinokartenkasten kam seinerzeit erstmals zum Einsatz. Das Lichtspielhaus mit 600 Sitzplätzen war sogar mit einer Bühne ausgestattet, die für Veranstaltungen, zum Beispiel großen Theateraufführungen, genutzt wurde.

„Der Bedarf an Filmvorführungen aller Art ist in den 50er- und Anfang der 60er Jahre groß gewesen“, weiß Elfriede Schnepf. Als Jahre später viele Haushalte über einen eigenen Fernseher verfügten, reagierten die Kinobetreiber und verkauften 1968 die Scala.

1980 in die Fußstapfen der Eltern getreten

Elfriede Schnepf, die schmunzelnd betont, in Kinos aufgewachsen zu sein, erlernte den Beruf einer Industriekauffrau, bevor sie in die Fußstapfen ihrer Eltern trat. „Ich habe zehn Jahre in Darmstadt gelebt und dort auch meinen Mann Bernd Schidlowski kennen gelernt“, erzählt die Waldkraiburgerin.

Abteilung für größten Sohn der Stadt

1980 kehrte sie mit ihrem Partner in die Heimat zurück, um das Union Theater federführend zu übernehmen. Ein Jahr später teilte die neue Chefin das Kino in drei kleinere Säle auf. Die Bühne wurde abgerissen. Ein bedeutender Umbruch stand im Jahre 1999 an. Elfriede Schnepf sperrte das Union Theater für immer zu und eröffnete dafür im Dezember des gleichen Jahres das Cinewood in der Daimlerstraße.

Immer in Kinos gelebt

Vor zehn Jahren verpachtete sie das Kino an Thomas Rahnert, was nicht heißt, dass Schnepf dem Kino-Spirit Lebewohl gesagt hat. Immerhin wohnt sie hoch oben im Cinewood-Gebäude.

„Meine Eltern lebten von Anfang an in den Kino-Häusern, ich kenne es nicht anders“, verrät die einstige Betreiberin, die sich auf eine baldige Wiedereröffnung der Kinosäle freut. Und einen Film hat sich Schnepf, die vor fünf Jahren Witwe geworden ist, auch schon ausgesucht: Wenn „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ von Joseph Vilsmaier läuft, sitzt sie ganz bestimmt im Publikum.

Aufbauzeit und Wirtschaftswunder

Über einen „Geschichtsgang“, eine Wendeltreppe hinauf, lässt der Besucher des Stadtmuseums im Haus der Kultur die Not der Kriegs- und frühen Nachkriegsjahre, die im Erdgeschoss dokumentiert werden, hinter sich und gelangt im Obergeschoss des Stadtmuseums in die Waldkraiburger Aufbauzeit und die Bundesrepublik Deutschland der Wirtschaftswunderjahre. Es geht aufwärts in den 1950er- und 1960er-Jahren. Das zeigt sich auch an Wohnungseinrichtungen und Freizeitverhalten. Kleine Abteilungen sind hier auch der Eingemeindung der ländlichen Ortseile Pürten, St. Erasmus und Ebing gewidmet und dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt: Peter Maffay startete von Waldkraiburg aus seine beispiellose Karriere als Musiker. hg

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