Bislang keine Infektionen entdeckt

Negativ ins neue Jahr: Dickow Pumpen Waldkraiburg bittet die Mitarbeiter zum Corona-Test

Mit gutem Beispiel geht Jörg Bornemann voran. Betriebsärztin Dr. Hildegard Peters macht nicht nur Geschäftsführer von Dickow Pumpen einen Schnelltest beim. Nur mit negativem Test-Ergebnis geht es für die Mitarbeiter nach Ende der Betriebspause wieder weiter.
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Mit gutem Beispiel geht Jörg Bornemann voran. Betriebsärztin Dr. Hildegard Peters macht nicht nur Geschäftsführer von Dickow Pumpen einen Schnelltest beim. Nur mit negativem Test-Ergebnis geht es für die Mitarbeiter nach Ende der Betriebspause wieder weiter.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Ab Montag (11. Januar) startet bei Dickow Pumpen in Waldkraiburg wieder der Betrieb. Die Mitarbeiter können sich dann sicher sein, dass am Arbeitsplatz die Gefahr einer Corona-Infektion nicht gegeben ist. Denn nur mit einem negativen Test geht es zurück an den Arbeitsplatz, weshalb das Unternehmen am Freitag alle Mitarbeiter zum Corona-Schnelltest gebeten hat.

Waldkraiburg – Alle paar Minuten fährt ein Auto auf den leeren Firmenparkplatz von Dickow Pumpen. Nur für paar Minuten verschwinden die Mitarbeiter auf dem Firmengelände, bevor sie wieder weiterfahren. Gestern hat das Unternehmen alle Mitarbeiter zum Corona-Schnelltest gebeten. Eine Aktion, um am Montag gesund ins neue Arbeitsjahr zu starten.

Dickow will Infektionen nach Silvester vermeiden

Das Unternehmen nimmt das Thema Corona schon lange ernst. Im Frühjahr organisierte Dickow Pumpen eine Masken-Nähaktion im Betrieb, um die Mitarbeiter mit einem Mund-Nasen-Schutz auszustatten. Über die gängigen Corona-Maßnahmen hinaus hat man manches im Betrieb umgestellt: Lieferanten dürfen nicht mehr ins Haus, die Anmeldung wurde in einen Container auf dem Firmenparkplatz verlagert, Wareneingang und Versand wird seit Längerem am Parkplatz und nicht auf dem Betriebsgelände abgewickelt. „Wir haben daraus gelernt und werden auch künftig die Logistik ändern“, erklärt Geschäftsführer Jörg Bornemann.

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Zum Jahreswechsel gab es für die rund 200 Mitarbeiter noch allen Grund zur Freude. Nicht nur, dass es für den Einsatz in den vergangenen Monaten eine Corona-Sonderzahlung gegeben hat, das Unternehmen hat auch noch seine Betriebspause vom 3. Januar bis zum 10. Januar ausgedehnt. Von dieser zusätzlichen Urlaubswoche übernimmt Dickow Pumpen zwei Tage als Sonderurlaub. Mit dieser Entscheidung will man gerade nach Silvester Infektionen im Betrieb vermeiden.

Kosten übernimmt das Unternehmen

Dazu gehört für das Unternehmen auch, dass sich die Mitarbeiter vor Ende der Betriebspause auf Corona testen lassen. Ein entsprechendes Angebot nutzten gestern die Mitarbeiter auf dem Firmengelände. „Unsere Mitarbeiter sollen nicht ungetestet in den Betrieb zurückkommen. Wer zum Arbeiten kommt, braucht ein negatives Testergebnis. Das ist für die Sicherheit aller“, erklärt Bornemann die Aktion.

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Mit dem Betriebsrat wurde alles im Vorfeld abgesprochen, jeder Mitarbeiter hat sich in die Terminliste eintragen können, sodass es keine Warteschlangen gibt. „Die Aktion ist bei den Mitarbeitern gut angekommen“, sagt Bornemann. Die Kosten für die Aktion übernimmt Dickow Pumpen. Dazu gibt es für jeden Mitarbeiter noch zwei FFP2-Masken. Wer krankheitsbedingt fehlt, kann den Schnelltest bei Bedarf auch noch am Montag nachholen.

Bislang alles Corona-Schnelltests negativ

Als einer der ersten hat sich der Geschäftsführer selbst testen lassen. Zunächst ein kurzes Anamnese-Gespräch, jeder Mitarbeiter kriegt eine eigene Nummer, um die Tests erst einmal anonym durchzuführen, dann geht es weiter zur Betriebsärztin Dr. Hildegard Peters. Noch ein Nasenabstrich und dann geht es auch schon wieder nach Hause.

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Nach knapp zwei Stunden liegen schon einige Tests vor. „Alle sind bislang negativ“, sagt Betriebsärztin Hildegard Peters. Wer im Verlauf des Tages positiv getestet werden sollte, der kommt zur Kontrolle zu einem PCR-Test nochmal in die Firma, um ein mögliches Fehlergebnis auszuschließen. „Mit dem Schnelltest filtern wir mögliche Corona-Fälle heraus, bevor der Betrieb wieder startet“, sagt der Geschäftsführer. Wohl wissend aber auch, dass es selbst mit dieser Aktion nicht zu schaffen sein wird, Corona dauerhaft komplett aus dem Betrieb rauszuhalten.

Verschiedene Maßnahmen sollen vor Infektionen schützen

Über die Maskenpflicht hinaus sollen hierbei auch noch andere Maßnahmen helfen. Viele Mitarbeiter sind ins Homeoffice gewechselt, damit haben die Übrigen mehr Platz im Betrieb und können in den Büros größere Abstände einhalten. Es gibt Desinfektionsspender, die Plätze in der Kantine waren zuletzt reduziert, außerdem gibt es regelmäßige Infos zum Coronavirus. Hinsichtlich der Corona-Impfungen ist mit der Betriebsärztin eine Infoveranstaltung geplant. „Damit man sich gegen das Virus impfen lassen will“, sagt Bornemann.

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