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Jubiläum

Diamantene Hochzeit wird gefeiert

Das Jubelpaar Hermann und Gerlinde Keimeleder mit Bürgermeister Robert Pötzsc (von links). Foto Fischer
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Das Jubelpaar Hermann und Gerlinde Keimeleder mit Bürgermeister Robert Pötzsc (von links). Foto Fischer

Das Ehepaar Keimeleder freut sich über viele Glückwünsche. Sie feiern ihren 60. Hochzeitstag und blicken auf gute und schlechte Zeiten zurück

Waldkraiburg - Diamantene Hochzeit wurde im Haus Keimeleder gefeiert. Zusammenhalten und für Neues offen bleiben, lautet die Devise. Es war nicht nur der eiserne Zusammenhalt in diesen 60 Ehejahren, auf die Gerlinde und Hermann Keimeleder zurückblicken. „Wir hatten auch eine wohlüberlegte Arbeitsteilung, auf jeden von uns gut abgestimmt“, empfingen beide Bürgermeister Robert Pötzsch bei seinem Gratulationsbesuch. Gerlinde Keimeleder stammt aus Marienbad, wo sie mit einer Schwester ihre frühe Kindheit verbrachte. 1946 musste man die Heimat verlassen und fand in Grünthal eine neue Bleibe. Schon frühzeitig hielten die Eltern Ausschau nach einem eigenen Zuhause, fanden in Waldkraiburg in der heutigen Liebigstraße ein Grundstück für 1,50 D-Mark pro Quadratmeter und begannen auch gleich mit dem Hausbau. Ihren Mann Hermann, aus Kraiburg-Schützenau, lernte sie 1962 beim Sportlerball im ‚Deutschen Haus‘, dem heutigen Bischof-Bernhard-Haus, kennen und schon im September wurde in der Waldkraiburger Bunkerkirche geheiratet.

„Unsere dreitägige Hochzeitsreise führte uns nach Berchtesgaden und dann hab ich richtig in das Haus meiner Frau eingeheiratet“, erzählt der Jubilar schmunzelnd, obwohl ein Arbeitskollege bei einer Fahrt durch das damalige Waldkraiburg meinte: ‚Gell Hermann, da möchten wir net wohnen‘. Gerlinde Keimeleder war als Näherin in der Firma Primus beschäftigt. Ihr Mann hatte beim Eder-Maler in Kraiburg gelernt und schon Lehrlinge ausbilden dürfen. Doch dann suchte er sich eine Abwechslung und war 25 Jahre bei der Bundesbahn in München beschäftigt, wo er als Maler im gesamten Oberland mit der Instandsetzung von Bahnhöfen beauftragt wurde. „Ich kenne alle, von Miesbach bis Freising, und auch in Privathäusern wurde ich so mit den verschiedensten Maltechniken vertraut“, meint der Jubilar. Schon während der Tätigkeit in München wurden 1964 Sohn Günter und 1973 Tochter Karin geboren und bei den Keimeleders reifte der Entschluss: Eine gemeinsame zweite Aufgabe muss her. So wurde das Haus ausgebaut und aufgestockt und vier Fremdenzimmer entstanden. „Damit hatte ich nun meine erfüllende Aufgabe“, meint Gerlinde Keimeleder, „ich war für die Versorgung der Gäste zuständig und hatte dabei auch meine Unterhaltung.“

Eine andere beliebte Abwechslung wurde das Reisen. Ägypten, die Türkei oder Rimini wurden ihre Ziele und auch heute noch verbringen sie immer wieder eine Woche auf Gran Canaria: „Länger nicht, dann zieht es uns heim!“ Dass es in einer so langen Ehe auch bittere Stunden gibt, mussten sie erfahren, mit dem Tod des Partners von Tochter Karin, der beim Skifahren einen Schlaganfall erlitt, was Frau Gerlinde nach einer Hüftoperation und einem Oberschenkelhalsbruch ebenfalls traf. „Gerade solche Situationen lassen sich im Familienkreis besser bewältigen“, meint der agile Jubilar. Und der ist bei den Keimeleders sicher gegeben: Im Haus wohnen neben den Eltern Tochter und Enkelin und auf der gegenüberliegenden Seite Sohn und Enkel mit Familie.

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