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Am Samstag im Liebfrauendom

Der Glaube als Stärke und Gewinn: Waldkraiburger Andreas Wachter wird zum Diakon geweiht

Zwei Jahre Ausbildung liegen hinter Andreas Wachter. Am Samstag wird er zum Diakon geweiht und nimmt dann seine Arbeit im Pfarrverband Kraiburg und Pfarrverband Flossing auf.
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Zwei Jahre Ausbildung liegen hinter Andreas Wachter. Am Samstag wird er zum Diakon geweiht und nimmt dann seine Arbeit im Pfarrverband Kraiburg und Pfarrverband Flossing auf.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Ein Abschnitt geht zu Ende, ein neuer beginnt: Andreas Wachter hat in den vergangenen beiden Jahren seine Ausbildung zum Diakon gemacht. Er ist einer von sechs Männern, die am kommenden Samstag im Münchner Liebfrauendom von Kardinal Marx zu Diakonen geweiht werden.

Waldkraiburg – Andreas Wachter spricht von einer „bereichernden Zeit“. Eine Zeit, in der er viele Menschen bei unterschiedlichen Gelegenheiten kennengelernt und im Religionsunterricht an der Grundschule mit Kindern zusammengearbeitet hat. Viele Elemente seiner Arbeit bleiben auch weiterhin, dennoch beginnt für ihn am Wochenende ein neuer Lebensabschnitt. „Meine Ausbildung zum Diakon ist dann zu Ende“, sagt Andreas Wachter.

Mehr Stabilität im Alltag

Zu Beginn seiner Ausbildung ist er in den Ampfinger Pfarrverband gewechselt, mitten währen der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Zuvor hat er fünf Jahre als Sekretär für die Katholische Arbeitnehmerbewegung in Altötting gearbeitet. Parallel dazu hat er sich seinen Weg zum Diakon geebnet, nahm an Theologie-Fernkursen teil, besuchte Ausbildungswochenenden und machte ein Praktikum im Pfarrverband Mühldorf.

Diakon wollte er immer schon werden, nach seinem Zivildienst besuchte er ein theologisches Vorseminar, studierte Theologie und Soziale Arbeit. Fünf Jahre ist er als Bildungsreferent in der Diözese Augsburg in der kirchlichen Jugendarbeit tätig. Ein Jahr pendelt der gebürtige Schwabe zwischen Schwaben und Waldkraiburg, wo auch die Familie seiner Frau lebt. Dann bietet ihm die Katholische Arbeitnehmerbewegung eine Perspektive. Vor zwei Jahren dann der Wechsel in den Pfarrverband Ampfing. Für ihn stand immer fest, dass er sich ganz seiner Aufgabe als Diakon widmen will. Nicht neben einem Beruf, sondern in Vollzeit.

Den Familienvater mit drei Töchtern hat die Ausbildung zeitlich einiges abverlangt. „Einmal im Monat war ich jeweils für eine Woche für einen Kurs unterwegs. Für die Familie ist das natürlich anstrengend“, sagt Wachter. Nun aber kommt mehr Stabilität in seinen Alltag. Nach seiner Diakonweihe wechselt er von Ampfing in den Pfarrverband Kraiburg und Flossing. „Wohnortnah, da kann ich auch mal zum Mittagessen nach Hause“, sagt der 40-Jährige, der mit seiner Familie bei Waldkraiburg wohnt.

Aber zuerst kommt am Samstag die Diakonweihe, bevor er sich am Sonntag im Pfarrverband Flossing und Kraiburg vorstellen wird. Dann beginnt für ihn auch schon seine Arbeit an den neuen Wirkungsstellen. Der Unterricht an der Schule, für Oktober sind die ersten Taufen angesetzt. „Es ist ein großer Pfarrverband. Da muss man erst einmal reinfinden, mit den Leuten in Kontakt kommen und Beziehungen aufbauen. Davon lebt der Dienst als Diakon“, freut sich Wachter.

Wie schon während seiner Ausbildung wird er auch als Diakon an der Schule Religion unterrichten. „Das ist eine Bereicherung. Über die Kinder kann man selbst die im Blick behalten, wo es sonst schwierig wäre.“ Um den Menschen zu helfen. Auch denjenigen, die nur wenig Bezug zur Kirche haben. „Ich will für die Menschen da sein. Diejenigen, die am Rand stehen, wieder ins Leben reinholen.“ Trotz aller Herausforderungen eine Arbeit, auf die er sich freut: „Es wird eine schöne Aufgabe, die Menschen zu begleiten. In guten, aber auch in schwierigen Zeiten.“

Respekt vor der Aufgabe

Doch bei all seiner Vorfreude, mithilfe des Glaubens einen „Dienst fürs Leben“ zu verrichten, für die Menschen da zu sein, er hat auch Respekt vor seiner Aufgabe als Diakon. „Die Kritik an der Kirche macht einen nachdenklich und man kommt auch ins Zweifeln. Um so wichtiger ist es, sich vor Ort mit aller Kraft einzubringen, um etwas zu bewirken.“ Es passiere so viel Gutes im Kleinen, das allerdings oft nicht gesehen werde.

Sein Glaube habe ihn selbst immer wieder gestärkt. Genau das will er in seinem Dienst als Diakon auch tun. „Unser Glaube ist ein Gewinn und eine Stärke.“

Zwei neue Diakone

Nach seiner zweijährigen Ausbildung wird Andreas Wachter am kommenden Samstag im Münchner Liebfrauendom als einer von sechs Männern von Kardinal Marx zum Diakon geweiht. Am Sonntag, 24. September, wird er um 9 Uhr in Flossing vorgestellt, anschließend um 11 Uhr in Kraiburg. Am Abend ist noch eine feierliche Andacht mit anschließendem Stehempfang in Ampfing. Am Sonntag, 2. Oktober, ist Gottesdienst und Nachfeier der Diakonweihe in der Heimatpfarrei Mariä Himmelfahrt in Pürten geplant.

Neben Andreas Wachter wird auch noch David Neu zum Diakon gewiht. Er lebt in Buchbach und ist Gymnasiallehrer und soll künftig als Diakon mit ZIvilberuf im Pfarrverband Buchbach und Pfarrverband Obertaufkirchen eingesetzt werden.

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