Ausbildung bei Netzsch

Der beste Industriemechaniker Oberbayerns kommt aus Neumarkt-St.Veit

Die Firma Netzsch ist stolz auf diesen Mitarbeiter: Richard Bauer aus Neumarkt-St. Veit ist der beste Industriemechaniker Süddeutschlands.
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Die Firma Netzsch ist stolz auf diesen Mitarbeiter: Richard Bauer aus Neumarkt-St. Veit ist der beste Industriemechaniker Süddeutschlands.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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Die Firma Netzsch Pumpen & Systeme ist stolz auf einen jungen Mitarbeiter. Richard Bauer hat bei der Prüfung zum Industriemechaniker 97 Prozent erreicht. Das ist das beste Ergebnis in ganz Oberbayern. Dafür wurde der 19-Jährige aus Neumarkt-St. Veit ebenso wie sein Ausbildungsbetrieb jetzt von der Innung geehrt.

Waldkraiburg/Neumarkt-St. Veit – Nach dem Realschulabschluss in Vilsbiburg hatte sich Richard Bauer für eine Ausbildung bei dem Pumpenhersteller entschieden und diese Entscheidung nicht bereut. Die Ausbildung habe ihm viel Freude gemacht, erzählt der junge Mann, der von seinem herausragenden Abschluss gar kein großes Aufheben machen will. Rasch erwies sich der junge Mann als sehr geschickter, fleißiger und talentierter Handwerker.

Auf Feingerätebau spezialisiert

Bei Netzsch spezialisierte er sich auf den Feingerätebau. Diese Tätigkeiten sind bei der Herstellung von Pumpen von zentraler Bedeutung. Schleifen, Fräsen, Drehen, Reiben, Bohren und Gewinde schneiden – das sind wichtige Ausbildungsinhalte, die bei der Zerspanungstechnik gefragt sind. In diesem Bereich wird mit einer Genauigkeit von Hundertstel Millimetern gearbeitet.

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Modernes Werkzeug und ein hochwertiger Maschinenpark sind bei einer solchen Arbeit ausschlaggebend. Und das wertet auch Richard Bauer als großes Plus seines Arbeitgebers. „Netzsch ist super ausgerüstet vom Maschinenpark her. Und die Ausbilder sind richtig dahinter und kümmern sich um die Lehrlinge.“

Ausbildungseigener 3 D-Drucker

Im internen Werksunterricht stelle man zusätzlich Lehrkräfte zur Verfügung, für einen intensiven CNC-Kurs und den Zeichenunterricht, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Unternehmerns. Neben den CNC-Maschinen gewinne auch die Additive Fertigung – unter anderem der 3 D-Druck – immer mehr an Bedeutung. Die Azubis bei Netzsch arbeiten bereits mit einem ausbildungseigenen 3 D-Drucker. Dabei werden unter anderem Prototypen für die Entwicklung modelliert und bei Bedarf angepasst.

Unternehmen bildet derzeit 48 Azubis aus

Sebastian Mair unter der Eggen, der Leiter der gewerblichen Ausbildung wertet das herausragende Ergebnis Richard Bauers als Beleg für „das durchgehend hohe Niveau der Ergebnisse“. Er sei stolz auf das „ganze Azubi-Team“. Im gewerblichen Bereich bildet das Unternehmen in Waldkraiburg 34 Lehrlinge aus, darunter 26 Industriemechaniker. Dazu kommen 14 Azubis im kaufmännischen und technischen Bereich.

Richard Bauer, dem in der Ausbildung die Arbeit an der DMC 650 V Fräsmaschine besonders gut gefallen hat, ist seither in der Rundteilefertigung tätig, beim Drehen und Fräsen. Wie es beruflich mit ihm weitergeht, lässt er offen. Er habe noch keine konkreten Pläne.

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