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VIRTUELLER AUSTAUSCH

Dekanatsratsversammlung Waldkraiburg: Auch in kirchlichen Gremien ist Zukunft „hybrid“

Die Teilnehmer der virtuellen Vollversammlung des Dekanatsrats der Katholiken tauschten kreative Ideen zur Gestaltung des kirchlichen lebens in Corona-Zeiten aus.
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Die Teilnehmer der virtuellen Vollversammlung des Dekanatsrats der Katholiken tauschten kreative Ideen zur Gestaltung des kirchlichen lebens in Corona-Zeiten aus.

Die Kirchen setzen in der Corona-Krise auf digitale Veransatltungsformen. Das wird sich auch nach der Pandemie so sein, wie in der virtuellen Vollversammlung des Dekanatsrats deutlich wurde.

Waldkraiburg –Ein umfangreiches Programm präsentierte der Vorsitzende Klaus Schex den Teilnehmern der Frühjahrsvollversammlung des Dekanatsrates Waldkraiburg. Coronabedingt fand die Veranstaltung virtuell als Videokonferenz statt. Im Mittelpunkt stand das Projekt „ELIJA“.

Hilfen für Ehren- und Hauptamtliche

Aufbauend auf dem 2014 initiierten landkreisweiten Projekt „Neue Wege“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Kreisbildungswerk, der Jugendstelle und der Caritas auf Landkreisebene das Umsetzungsprojekt „ELIJA“ für kirchlich Aktive zusammengestellt. „ELIJA“ steht für „Evangelium leben in Jesu Auftrag“.

Es soll Haupt- wie Ehrenamtlichen vor Ort ganz konkrete Hilfen für die Arbeit in den Pfarreien an die Hand geben, die Gemeinschaft und den Austausch fördern und Raum für Atempausen und geistige Impulse geben.

Unter anderem sind Fortbildungen für Familiengottesdienstteams, Firmbegleiter und Wortgottesdienstleiter geplant ebenso wie eine Einführung in die Veranstaltungstechnik oder ein Coachingangebot für Pfarrgemeinderatsmitglieder. Coronabedingt konnte die Umsetzung 2020 nicht stattfinden, geplante Termine wurden schon mehrfach verschoben. Das Konzept wartet auf eine zeitnahe Umsetzung.

Gute Erfahrungen mit Gottesdiensten im Freien und Online-Übertragungen

Wie wichtig es ist, die Ehrenamtlichen für die Herausforderungen im Alltag der Pfarreien zu stärken, wurde in der Versammlung deutlich. Die Vertreter der Pfarrgemeinden berichteten von kreativen Ideen zur Gestaltung des kirchlichen Lebens im vergangenen Jahr. Einkaufspatenschaften wurden ins Leben gerufen, Gottesdienste im Freien abgehalten. Besonders bei Erstkommunion und Firmung kam das gut an. Neue Wege der Online-Übertragung von Gottesdiensten wurden genutzt und sehr gut angenommen.

Schwierige Kommunikation

Viele negative Erfahrungen betreffen die schwierige Kommunikation, die Beschränkung der Kirchenbesucher aufgrund der Abstandsregelungen oder die Sperrung von Gemeinschaftsräumen. Besonders die älteren und alleinstehenden Menschen trifft der Wegfall von Veranstaltungen wie etwa Seniorennachmittagen hart. Vieles, was die Gemeinschaft ausmacht, wie Gruppenarbeit mit Ministranten und Jugendlichen oder Kirchenchöre, ist im letzten Jahr fast komplett weggebrochen.

PGR-Wahlen 2022 auch online möglich

Trotz allem das Leben in den Pfarreien mitzugestalten und den Faden wieder aufzunehmen, dazu rief Petra Sigrist, Geschäftsführerin des Diözesanrats für die Region Nord, die Ehrenamtlichen auf. Sie wies darauf hin, dass die Zukunft auch in kirchlichen Gremien „hybrid“ sei, also auch nach der Pandemie aus Präsenz- und Onlinesitzungen oder Veranstaltungen bestehe.

Für die im März 2022 anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen wurde die Wahlordnung angepasst. Zum ersten Mal wird es die Möglichkeit der Online-Wahl geben, zusätzlich zum Wahllokal und zur Briefwahl.

Dr. Tobias Grill, seit September 2020 Geschäftsführer beim Kreisbildungswerk Mühldorf, warb für die digitalen Vortrags- und Kursangebote, die neben dem ELIJA-Projekt angeboten werden. Zu Themen wie Familie und Gesellschaft, digitale Bildung und Gesundheit laufen viele Veranstaltungen momentan online. Die Planung für das nächste Bildungsjahr ab September 2021 sieht auch wieder Präsenzangebote vor.

Warum die Caritas den Tarifvertrag für Pflegebeschäftigte nicht zugestimmt hat

Ein schwieriges Thema sprach Richard Steffke, Kreisgeschäftsführer der Caritas an. Nachdem die Caritas dem Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Pflege die Zustimmung verweigert hat, wurde sie von der Gewerkschaft massiv kritisiert. Dabei gehe es jedoch nicht um die Löhne, sondern um Leistungen, die in Einrichtungen der Caritas schon lange Standard seien. Der katholische Wohlfahrtsverband setze sich für eine Tarifbindung auf Bundesebene und eine Verbesserung des Niveaus in der Pflege insgesamt ein. (re)

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