50 JAHRE EISSTOCKSCHÜTZEN GARS AM INN

„Daum is im Haus“ und unterm Dach

Bereits zur Gründung der Abteilung des TSV Gars im Jahr 1968 träumte man von einer, wenn auch nur mit einem Zelt, überdachten Bahn. 50 Jahre später, macht sich die Abteilung selbst ihr größtes Geschenk.

Gars – 1968 begründeten erste „Asphaltversuche“ auf einer Gemeindestraße in Haiden, in der damaligen Gemeinde Mittergars, die Erfolgsgeschichte der Eisstockschützen, die sich im selben Jahr noch dem TSV Gars anschlossen und seither als Abteilung des Hauptvereins aus einfachsten Anfängen heraus eine heute im weiten Umkreis beispiellose Sportanlage geschaffen haben.

1969 richtete der Vereinswirt, das Gasthaus Stecher/ Niedermaier, zwei Asphaltbahnen für die Stockschützen ein. Mit bereits 40 Mitgliedern trat die Abteilung im selben Jahr dem BEV (Bayerischer Eissportverband) bei. Sportliche Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Aus heutiger Sicht unvorstellbar, konnte man 1970 zwei weitere Bahnen in Betrieb nehmen, für deren Nutzung kurzerhand die am Gasthaus Stecher/Niedermaier vorbeiführende Gemeindestraße für den öffentlichen Verkehr während der Spielzeit gesperrt wurde.

„Mit überwältigenden Eigenleistungen ist es der Abteilung Eisstock- schützen gelungen, aus der Sportanlage wieder ein Juwel zu formen“. Norbert Strahllechner

Ein eigenes Vereinsheim mit sieben Bahnen wurde im September 1979 von den Stockschützen in Betrieb genommen, schnell war die Anlage als „Schmankerl“ in der ganzen Region bekannt, die so bis heute in ihrer ursprünglichen Form betrieben wurde. Der Zahn der Zeit nagte in den vergangenen 39 Jahren nicht nur am Vereinsheim, sondern besonders auch an den Bahnen, von denen drei praktisch nicht mehr bespielbar waren und nach einer Grundsanierung oder Neuanlage verlangten.

Ein bis ins Detail ausgearbeitetes Konzept von Harald Eder, dem heutigen Abteilungsleiter, schließlich brachte die Wende. Dieses beinhaltete nicht nur die Neuanlage der sieben Bahnen, zudem sollten diese nun endlich auch ein Dach, im Form einer Halle, bekommen. 185 000 Euro waren für die abgespeckte Form des Konzeptes veranschlagt, nach dem nun alle sieben Bahnen einen neuen und modernen Belag bekommen sollten und zudem drei der Bahnen durch eine Stahlhalle vor Wind und Wetter geschützt sein würden.

Erster Bürgermeister Norbert Strahllechner brachte es auf den Punkt: „Mit überwältigenden Eigenleistungen ist es der Abteilung Eisstockschützen gelungen, aus der in die Jahre gekommenen Sportanlage wieder ein Juwel zu formen, welches im weiten Umkreis beispiellos und wegweisend ist“. Eine Bereicherung auch für die Gemeinde: „Allen künftigen Gästen und Sportlern, die diese Anlage besuchen und nutzen, wird die gelungene Umsetzung der Instandsetzungsarbeiten in beeindruckender Weise in Erinnerung bleiben, ich wünsche euch weiterhin viel sportlichen Erfolg und viele gesellige Stunden mit und auf eurer, im wahrsten Sinne des Wortes, wunderbaren Anlage“, führte das Gemeindeoberhaupt bei seiner Festrede anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Abteilung und der Einweihung der nun sanierten Anlage aus.

Leonhard Mittermair, selbst langjähriger Abteilungsleiter der Eisstockschützen und heutiger Landesobmann im BEV, überbrachte als Kenner der Anlage ab der ersten Stunde nicht nur die Glückwünsche und Anerkennung des Verbandes, er vermittelte in seinen Ausführungen einen kleinen Rückblick auf die Geschichte der Abteilung. Als Landesobmann wurde ihm die Ehre zu Teil Sebastian Wimmer für über 25 Jahre als Kassier der Eisstockschützen mit dem Verbandsabzeichen in Silber und Johann Wimmer, Fritz Neumeier sowie Helmut Eder für ihr Engagement von mehr als 15 beziehungsweise 16 Jahren als Übungsleiter, Schriftführer und Abteilungssportwart mit dem Verbandsabzeichen in Bronze auszuzeichnen.

Michael Kassenbacher, Gesamtvorstand des TSV Gars, zeigte sich von der gelungenen Umsetzung, im Besonderen aber vom Ehrgeiz der Sportkameradinnen und Kameraden beeindruckt. „Wer in der Früh sein Haus verlässt und am Abend bei der Rückkehr seinen Augen nicht trauen kann, welch enorme Leistungen erbracht wurden, kann nicht genug der Dankesworte an die Organisatoren und die zahlreichen Helfer richten.“

Mit einem Kirchenzug nach Thal, der von den Feuerwehren aus Mittergars und Gars abgesichert wurde, bat man mit dem nachfolgenden Gottesdienst um den kirchlichen Segen für die Sportanlage. Auch Pater Stautner zeigte sich dabei von den Leistungen der Stockschützen beeindruckt und unterstrich, wie wichtig neben allen sportlichem Ehrgeiz das „Füreinander einstehen“ und „Sich gegenseitig zur Seite zu Stehen“ sei.

Bereits am Samstagabend schlossen sich Josef Wiesinger, Präsident der Union Stockschützen Gars am Kamp, und Karl Pucker, Obmann der Union Stockschützen Gars am Kamp, den Grußworten der Vorredner an und überreichten als Zeichen der Verbundenheit die Gemeindefahne Gars am Kamp, welche gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Harald Eder und dem Zweiten Abteilungsleiter, Roland Utzschmied, gehisst wurde.

Auch interessant

Kommentare zu diesem Artikel