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KICKEN IM SAND

„Das wäre überragend“: Waldkraiburger Beach Soccer-Spieler hoffen auf Trendsport-Anlage

Im vierten Jahr spielen sie schon in der Bundesliga: die Beach Boyz aus Waldkraiburg. Spiele und Training sind für Manuel Kraus (hier bei einer akrobatischen Einlage gegen den Hamburger SV), Tobias Wimmer und ihre Mannschaftskameraden immer auswärts. Sollte im Jahnstadion tatsächlich eine neue Anlage entstehen, sehen sie auch für die Nachwuchsarbeit ein großes Potenzial. Kenny Beele
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Im vierten Jahr spielen sie schon in der Bundesliga: die Beach Boyz aus Waldkraiburg. Spiele und Training sind für Manuel Kraus (hier bei einer akrobatischen Einlage gegen den Hamburger SV), Tobias Wimmer und ihre Mannschaftskameraden immer auswärts. Sollte im Jahnstadion tatsächlich eine neue Anlage entstehen, sehen sie auch für die Nachwuchsarbeit ein großes Potenzial. Kenny Beele
  • Hans Grundner
    VonHans Grundner
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Eine Beach Soccer-Anlage im Jahnstadion – davon träumen die Anhänger dieser Trendsportart, die sogar eine Waldkraiburger Mannschaft in der Bundesliga stellen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Doch die Chancen für einen Sandplatz stehen nicht schlecht.

Waldkraiburg – Schon im vierten Jahr spielen sie in der höchsten deutschen Liga: die Beach Boyz aus Waldkraiburg. Doch bei Heimspielen müssen sie nach München ausweichen. Dort ist auch dreimal in der Woche Training. Denn einen Beach Soccer-Platz gibt es in ihrer Heimatstadt noch nicht. Das soll sich ändern.

Großes Potenzial im Nachwuchsbereich

Kinderferiencamps, eine U 19 Mannschaft, eine U 21 und ein Frauenteam – die Strandfußballer im VfL Waldkraiburg haben große Pläne. Trainer Matthias Brandlmaier sieht ein enormes Potenzial im Trendsport Beach Soccer. Abrufen könnte man es nur mit einem eigenen Sandplatz im Jahnstadion. „Das wäre überragend“, sagt Brandl-maier.

Idealer Standort auf dem alten Hartplatz

Einen idealen Standort haben sich die Beach-Fußballer schon ausgeguckt. Auf dem Hartplatz im Jahnstadion könnte eine 29 mal 37 Meter große Soccer-Anlage mit Sand entstehen. Dann müssten sie bei ihrem Heimspiel, das sie auch in dieser Bundesliga-Saison wieder ausrichten wollen, nicht ins Munich Beach Ressort in Oberschleißheim ausweichen. Dafür wollen die Sportler auch Eigenleistung einbringen, verspricht ihr Trainer.

Die große Frage: Wer zahlt?

So einen Platz gibt’s nicht umsonst. Nicht der Original-Quarzsand treibt die Kosten. „Das teuerste ist der Transport“, so Brandlmaier. Aus eigener Kraft können die Sandballer das Projekt natürlich nicht stemmen. Die Stadt und die Stadtwerke müssen mitziehen. UWG-Stadtrat Christoph Vetter hat neulich im Bauausschuss in den höchsten Tönen von dem Projekt geschwärmt. Doch in trockenen Tüchern ist es noch nicht.

VfL vorsichtig optimistisch

„Die Idee ist da, Unterstützung auch.“ VfL-Vorsitzender Kai Röpke berichtet von „guten Gesprächen“ mit der Stadt, steigt aber gleichzeitig auf die Euphoriebremse.

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Der Vfl sei sicherlich daran interessiert, den Sport in der Stadt so vielfältig wie möglich zu machen. Und Beach Soccer sieht er als „eine interessante Trendsportart, die junge Leute anzieht“. Ziel des Vereins sei es, die Fläche auch für Beach-Volleyball nutzbar zu machen. Röpke kann sich auch einen positiven Effekt auf den Fußball vorstellen.

Projekt muss sich mit anderen Sportarten im Stadion vertragen

Noch sei der Platz aber eine Option, die geprüft werden müsse. Zum Beispiel ist zu klären, „wie das mit den anderen Sportarten im Stadion zusammenpasst“.

Ein weiteres Thema ist die Finanzierung. Die Kostenschätzungen belaufen sich im Moment im Bereich zwischen 50 000 und 200 000 Euro. Wie das zu stemmen ist, ob es Sponsoren und welche Fördertöpfe es gibt, ist noch zu klären.

Stadtwerke: „Wohlwollende Prüfung“

Gemeinsam mit dem Verein und der Stadt sind die Stadtwerke laut Robert Kratzenberg, Geschäftsbereichsleiter Sportstätten, dabei, die Grundlagen für die Entscheidung vorzubereiten. Kratzenberg spricht von einer „wohlwollenden Prüfung“. Letztlich sei die Stadt Entscheidungsträger.

Hartplatz für sportliche Nutzung nicht mehr geeignet

Soviel ist aus seiner Sicht klar: Wenn der Beach Soccer-Platz kommt, dann auf dem Hartplatz. Der sei ohnehin für eine sportliche Nutzung nicht mehr geeignet.

Die Nutzung durch Beach-Fußball muss sich aber mit dem benachbarten multifunktionalen Rasenplatz vertragen und mit den Belangen der Leichtathleten, konkret den Diskuswerfern. „In diesem Bereich ist auch die Landefläche für den Diskus.“

Positive Signale von den Leichtathleten

Die Leichtathleten hätten aber bereits signalisiert, dass sie mit der Einschränkung leben können: „Bis 60 Meter kann man noch werfen“, sagt Robert Kratzenberg. Für höhere Leistungsklassen sei die Diskus-Anlage damit aber nicht mehr geeignet. „Das wird eine überwiegende Trainingsanlage sein.“

Bürgermeister: Bis Ende des Jahres entscheidungsreif

Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) gefällt das Projekt. „Das wäre nach dem neuen Vereinsheim eine schöne Abrundung des ganzen Stadionsbereichs.“ Entscheidungsreif sei das Thema noch nicht. Es werde wohl mindestens noch bis Ende des Jahres dauern, bis die Grundlagen dafür erarbeitet sind und sich der Stadtrat damit befassen kann.

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