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15 Mitglieder gewählt

Das neue Waldkraiburger Jugendparlament ist gewählt: Gremium will Generationenwechsel

Noch ist das neueJugendparlament nicht zusammengekommen. Bei der konstituierenden Sitzung im September werden einige der alten Mitglieder nicht mehr dabei sein. Dem Jugendparlament gehörten zuletzt (von links) Anda Mayer, Ediz Erdönmez, Anja Weber, Lia Mayer, Emma Graupner, Christoph Arz, Niklas Renner und Paul Gaugeler an.
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Noch ist das neueJugendparlament nicht zusammengekommen. Bei der konstituierenden Sitzung im September werden einige der alten Mitglieder nicht mehr dabei sein. Dem Jugendparlament gehörten zuletzt (von links) Anda Mayer, Ediz Erdönmez, Anja Weber, Lia Mayer, Emma Graupner, Christoph Arz, Niklas Renner und Paul Gaugeler an.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Neuwahlen im neuen Format: 15 neue Mitglieder hat das Jugendparlament (Jupa), die kurz vor Beginn der Sommerferien gewählt worden sind. Die Organisatoren hatten zuvor viel Aufwand betrieben, um dem Jupa neuen Schwung zu geben. Nach den Ferien geht es mit der konstituierenden Sitzung los.

Waldkraiburg – Seit 25 Jahren gibt es das Waldkraiburger Jugendparlament, länger als die Mitglieder des Gremiums alt sein dürfen. Zum Jubiläum passt es ganz gut, Altes zu überdenken und sich neu aufzustellen. Genau dieses Ziel hat sich das Jupa gesetzt. Es will sich wieder mehr für die Belange der Jugendlichen einsetzen. So wie es ursprünglich auch beabsichtigt war.

Politik wieder mehr in den Vordergrund

Politik und Jugend sollen wieder mehr in den Vordergrund, die Jugendlichen aktiv mitbestimmen, in Entscheidungen mit einbezogen werden. Eine Lobby für die Jugend. Um aber erst einmal in den Köpfen der Jugendlichen wieder präsenter zu werden, haben die Organisatoren um Jupa-Vorsitzenden Niklas Renner und Jugendreferen Christoph Arz viel Mühen in die Wahlen gesteckt.

Eine richtige Wahl mit Plakaten, Wahlurnen an den Schulen oder Briefwahl. „Vorher war es eher mit einer Vereinswahl zu vergleichen“, sagt Jugendreferent Christoph Arz. Damit wolle sich das Jugendparlament interessanter für die Jugend machen. Das scheint geglückt zu sein: Das neue Jugendparlament sei ein buntes Team aller Altersgruppen. „Eine gute Mischung“, ist Arz überzeugt.

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15 neue und motivierte Mitglieder hat das Jugendparlament (siehe Kasten). Mitte Juli haben 149 Jugendliche und junge Erwachsene die Chance genutzt und sich an der Wahl beteiligt. Bei 3328 Wahlberechtigten entspricht das einer Wahlbeteiligung von 4,5 Prozent. Die niedrige Wahlbeteiligung ist für Christoph Arz und Niklas Renner kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Beide sprechen von einem Erfolg bei den Jupa-Wahlen.

„Die Wahl wurde besser angenommen als bislang. Man darf nicht vergessen, es war eine freiwillige Wahl, die zum ersten Mal in dieser Weise stattgefunden hat“, sagt Arz. Bereits das Jugendforum der Stadt habe gezeigt, dass die Jugendlichen sich einbringen wollen. „Darauf kann man aufbauen.“ Die Mühen hätten sich gelohnt, dennoch wolle man beim nächsten Mal versuchen, die Jugendlichen gezielt noch stärker anzusprechen. Mehr machen, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

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Auch ein anderer Zeitpunkt für die Wahl wäre denkbar, denn die Abschlussschüler hatten zu diesem Zeitpunkt die Schule bereits verlassen. „Das sind Erfahrungswerte, auf denen wir aufbauen wollen“, sagt Arz. Er schätzt es hoch ein, dass die Stadt und Bürgermeister Robert Pötzsch offen für die neue Form der Wahl gewesen seien und diese als solche unterstützt hat.

Auch Niklas Renner ist mit der Wahl und dem Ergebnis „super zufrieden“. Viele Neue würden sich künftig im Jupa engagieren, das gebe Ansporn und neue Ideen. „Es gibt mehr Neue als Alte, damit passiert ein Wechsel unweigerlich. Die Alten können ihre Erfahrungen mit den Neuen teilen. Eine neue Generation, neue Ideen“, sagt Renner. Darauf hatte die Jupa-Wahl letztendlich auch abgezielt. Wieder stärker daran anzuknüpfen, was die Jugendlichen wollen, welche Bedürfnisse sie haben. „Jeder hat sein eigenes Thema, das er in Angriff nehmen will. Denn jeder erlebt gewisse Situationen anders“, sagt Renner.

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Verschiedene Schwerpunktthemen stehen bereits vor der konstituierenden Sitzung im September fest. Es soll um organisierte Freizeitgestaltung und Jugendpolitik gehen, um eine Förderung der kreativen Lebenswelt junger Menschen, die Öffnung der Schulschwimmhalle gehen, aber auch um Kulturevents, Skate Contests oder Beachvolleyball Turniere.

Nur 4,5 Prozentgeben ihre Stimme ab

Den Aufbau eines Jugendzentrums wollen die Jugendlichen ebenso im Blick behalten wie die Themen Klima und Nachhaltigkeit oder Digitale Infrastruktur, E-Mobilität und Sharing Modelle.

Bei seiner Arbeit wird das Jupa von Jugendreferent Christoph Arz und von Laila Müller, Koordination Projekte und Jugend der Stadt Waldkraiburg, begleitet. Vorsitzender Niklas Renner hatte sich erneut zur Wahl gestellt und bleibt dem Gremium erhalten.

Das Jupa übt seine Tätigkeit ehrenamtlich, überparteilichen (das heißt, Mitglieder desJugendparlaments müssen keiner Partei angehören) und überkonfessionell aus. Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen gesichert sind, die Lebenswelt von jungen Menschen aktiv gestaltet wird und nehmen an kommunalpolitischen Prozessen teil.

Die Mitglieder des neuen Jupa

Noch vor Beginn der Sommerferien hatten die Waldkraiburger Jugendlichen und die Schüler Gelegenheit, sich bei der Wahl zum neuen Jugendparlament zu beteiligen. Von 3328 Wahlberechtigten haben 149 die Chance genutzt und entsprechend gewählt: Ludwig Stocker (3,07 Prozent), Christine Schimm (3,87), Niklas Renner (7,35), Alexander Putze (7,79), Leonhard Peter (4,47), Maria Partsch (9,14), Elisabeth Nitsch (4,66), Simon Mugambira (3,12), Lia Mayer (4,02), Simon Langwieder (7,0), Julian Helfrich (3,97), Leni Hanesch (11,92), Emma Graupner (12,02) Paul Gaugeler (10,08), Vanessa Alt (7,45).

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