In Corona-Zeiten kommen die neuen Audioguides im Waldkraiburger Museum gerade recht

Museumsführungen sind in Corona-Zeiten nicht möglich. Deshalb freut sich Elke Keiper, dass die Audioguides bald im Einsatz sind.
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Museumsführungen sind in Corona-Zeiten nicht möglich. Deshalb freut sich Elke Keiper, dass die Audioguides bald im Einsatz sind.

Die Entscheidung, bei den Audioguides nicht auf Endgeräte der Stadt, sondern eine App zu setzen, die sich Museumsbesucher in Waldkraiburg auf ihr Smartphone laden, war goldrichtig. Das erweist sich in Zeiten der Corona-Krise.

Waldkraiburg – Die Corona-Krise wirft Fragen auf, die sich vor wenigen Monaten niemand hat träumen lassen. Zum Beispiel: Wie geht in Zeiten der Pandemie eine Ausstellungseröffnung? Elke Keiper, Leiterin des Stadtmuseums und der Städtischen Galerie, muss sich mit diesem Thema herumschlagen. Im Gespräch sei eine Eröffnung im Freien, die allerdings wetterabhängig macht, oder eine Vernissage im kleinen Kreis, die per Video übertragen würde. Letzteres wird schon bei einigen Ausstellungen praktiziert, warum nicht auch im Haus der Kultur in Waldkraiburg?

Ab Herbst wieder Wechselausstellungen

Eins zeigen diese Überlegungen: Es gibt wieder einen Ausstellungsbetrieb. Noch heuer wird in der Städtischen Galerie die Ausstellung „Im Fellanzug“ von und mit Undine Goldberg präsentiert. Ab Anfang nächsten Jahres werden Fotos und Papierarbeiten von Katja Brinkmann zu sehen sein. Und auch die Museumsausstellung zum Räuber Hotzenplotz kommt – mit Corona-Verzögerung – ins Haus der Kultur: ab November 2021 als große Weihnachtsschau für die ganze Familie.

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Schon länger sind Stadtmuseum und Glasmuseum geöffnet. Maximal neun Besucher dürfen sich gleichzeitig im Glasmuseum aufhalten, höchstens 19 in der stadtgeschichtlichen Abteilung. Die Adlergebirgsstube bleibt wegen der beengten Räumlichkeiten ebenso zu wie das Industriemuseum im Bunker 29. Museumspädagogische Angebote oder Führungen sind derzeit weder in Museen noch Wechselausstellungen möglich.

Corona-Sammlung soll weiter wachsen

Aus diesem Grund freut sich Keiper darüber, dass nun der seit Langem geplante Audioguide umgesetzt werden kann. Als goldrichtig erweise sich die Entscheidung, nicht mit Endgeräten zu arbeiten, die das Haus der Kultur zu Verfügung stellt, sondern mit einer App, die sich die Besucher auf ihre privaten Smartphones laden.

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Weiter im Aufbau befindet sich die Corona-Sammlung. Einige Waldkraiburger haben bereits typische Objekte, Fotos oder Texte dafür zur Verfügung gestellt. Keiper ist ganz besonders an selbst genähten Mund-Nasen-Schutzmasken interes- siert. hg

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