Corona sorgt für kurzfristigen Liquiditätsengpass

Waldkraiburg – Noch lässt sich nicht in Euro und Cent beziffern, wie sich die Corona-Krise auf den Haushalt der Stadt Waldkraiburg auswirkt.

Doch wie überall, machen sich auch die Verantwortlichen in der Stadt Waldkraiburg große Sorgen.

Wie Stadtkämmerer Rainer Hohenadler in der jüngsten Stadtratssitzung berichtete, wird die Stadt zum Monatsende einen vo rübergehenden Liquiditätsengpass durch Aufnahme eines Kassenkredits überbrücken müssen.

Laut Hohenadler geht es um Gewerbesteuerstundungen in der Größenordnung von etwa einer Million Euro. Sie betreffen Abschlusszahlungen aus vergangenen Jahren ebenso wie Vorauszahlungen, die Unternehmen mit Verweis auf die Corona-Krise verschieben. Betroffen sind Firmen aus allen Bereichen des Gewerbes, Industrie, Handel „und vor allem Gastronomie“.

Der Haushalt 2020 erlaubt die Aufnahme von Kassenkrediten bis 5,5 Millionen Euro. Die Stadt habe sich bei einer ortsansässigen Bank eine Option über zwei Millionen Euro für einen Zinssatz von 0,85 Prozent einräumen lassen. Bis zu 300 000 Euro werde man zum Monatsende brauchen, um Löhne und Gehälter und die Kreisumlage zahlen zu können. Ende Juli und Ende Oktober erwartet der Stadtkämmerer ähnliche Engpässe.

Diese Situation rührt nicht zuletzt daher, dass die Stadt Mittel angelegt hatte, um Strafzinsen zu vermeiden. Darauf könne sie nun nicht zeitnah zurückgreifen, so Hohenadler. hg

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