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Zuletzt 1000 Personen

Corona-Proteste in Waldkraiburg: Montags immer mehr „Spaziergänger“ unterwegs

Wie bei diesem Corona-Spaziergang in Nürnberg werden diese Versammlungen auch in Waldkraiburg von der Polizei begleitet und gesichert.
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Wie bei diesem Corona-Spaziergang in Nürnberg werden diese Versammlungen auch in Waldkraiburg von der Polizei begleitet und gesichert.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Seit Wochen marschieren jeden Montag „Spaziergänger“ durch Waldkraiburg, um damit ihren Unmut gegenüber den Corona-Maßnahmen kundzutun. Bis Mitte Dezember war die Menge noch überschaubar, doch die Tendenz ist seitdem steigend. Zuletzt beteiligten sich rund 1000 Personen an dem „Montagsspaziergang“. Eine Entwicklung, die mit Sorge beobachtet wird.

Waldkraiburg – Wer steckt hinter den „Montagsspaziergängen“? So genau weiß das keiner, denn weder bei den „Spaziergängen“ in Waldkraiburg noch in vielen anderen Städten ist ein Veranstalter auszumachen. Deshalb übernimmt die Polizei die Aufgaben, für die sonst ein Versammlungsleiter zuständig wäre. „Es ist ein Manko, dass es keinen Ansprechpartner gibt, die Abstimmung fehlt“, sagt Polizeichef Georg Deibl auf Nachfrage. Bei Versammlung im Freien gilt der Mindestabstand. Sollte der nicht eingehalten werden können, gilt Maskenpflicht.

Seit Oktober finden die „Montagsspaziergänge“ in Waldkraiburg wieder statt. „Die Zahlen steigen zuletzt immer mehr an“, sagt Deibl. Rund 1000 Personen waren am Montag unterwegs. Für die Einsatzkräfte werde es damit zu einer Herausforderung, einerseits größere Verkehrsstörungen zu vermeiden, andererseits darauf zu achten, ob die Regeln eingehalten werden. Je mehr Teilnehmer, desto mehr Einsatzkräfte werden benötigt.

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Die „Montagsspaziergänge“ laufen bislang friedlich ab. „Kein Skandieren, keine Parolen. Meist bürgerliches Klientel, viele Kinder sind dabei“, sagt Deibl. Davon ist auch Bürgermeister Robert Pötzsch überzeugt. „Etwa 90 bis 95 Prozent der Teilnehmer wollen ein Zeichen setzen. Friedlich“, sagte er am Rande der Lichterketten-Aktion des Vereins „Mühldorf ist bunt“. Trotzdem müsse man die „Spaziergänge“ weiterhin beobachten, dass es eben zu keinen Parolen kommt. Die Stadt arbeite in diesem Fall eng mit der Polizei zusammen. „Wir haben sie im Fokus.“

Weil niemand offiziell als Veranstalter auftritt, macht es rechten Gruppierungen wie der III. Weg, aber auch der AfD leicht, gezielt für die „Spaziergänge“ in den sozialen Medien zu werben. Pötzsch betrachtet dies mit Sorge. „Jeder spürt die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Es herrscht großer Redebedarf und die langen Entscheidungen der Politik schaden und tun gerade an der Basis weh. Aber man sollte sich nicht instrumentalisieren lassen.“

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