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Planung zu unsicher

Kein Volksfest und keine Alternative: Waldkraiburg sagt alle größeren Feste ab

Kein Vergnügungspark und kein Festzelt – auch heuer wird des in Walkraiburg kein Volksfest geben, auch ein alternatives Format lässt sich nicht umsetzen.
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Kein Vergnügungspark und kein Festzelt – auch heuer wird des in Walkraiburg kein Volksfest geben, auch ein alternatives Format lässt sich nicht umsetzen.
  • Raphaela Lohmann
    vonRaphaela Lohmann
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Oktoberfest, Gäubodenfest und das Rosenheimer Herbstfest – alle abgesagt. Nun reiht sich auch die Stadt Waldkraiburg ein: Das Volksfest und auch ein alternatives Format lassen sich coronabedingt nicht durchführen.

Waldkraiburg – Autoscooter, Zuckerwatte oder eine Maß Bier – auch in diesem Sommer wird es nichts davon in Waldkraiburg geben. Die Stadt hat die Pläne für eine coronakompatible Volksfest-Alternative aufgegeben. Auch einen kleinen Vergnüngungspark soll es nicht geben.

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Es waren keine guten Nachrichten, mit denen Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) in die Stadtratssitzung gestartet ist: Es wird heuer kein Volksfest geben. Auch eine mögliche Alternative in abgespeckter Form ist vom Tisch. „Die Rahmenbedingungen geben es nicht her“, sagte Pötzsch.

Planungen zu unsicher

Dass das Volksfest auch in diesem Jahr coronabedingt nicht in gewohnter Form stattfinden kann, das stand bereits zu Beginn des Jahres fest. Deshalb hatte die Stadt zuletzt an einem alternativen Format geplant. Mit einem kleinen Vergnügungspark und Freischankflächen. Die Idee kam im Stadtrat gut an, auch mit den Schaustellern hatte die Stadt früh das Gespräch gesucht.

Unklar waren zunächst aber die genauen Rahmenbedingungen. Deshalb befand sich die Stadt auch im „Stand-by-Modus“, wie Pötzsch im März erklärte. Maskenpflicht, Schnelltests und Kontaktverfolgung – darauf hatte man sich schon im Frühjahr eingestellt. Doch jetzt ist klar: „Ein Volksfest ist nicht umsetzbar. Wir müssen es mit weinendem Auge absagen.“

Bundesnotbremse noch in Kraft

Die Planungen seien einfach zu unsicher. Verlässlich kann nämlich niemand sagen, welche Corona-Maßnahmen im Juli gelten. Der Festwirt könne unter diesen Voraussetzungen nicht planen, die Schausteller würden gerne für einen längeren Zeitraum Station machen. „In einer kleinen Stadt wie Waldkraiburg ist das aber nicht vorstellbar“, sagt Pötzsch auf Nachfrage. Zudem sei die Bundesnotbremse noch bis Ende Juni in Kraft, wie Pötzsch erklärte.

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Damit nicht genug mit den schlechten Nachrichten: Auch die Zusammenlegung von Kunst&Kommerz mit dem Stadtfest scheitert an den Rahmenbedingungen. Die einmalige Veranstaltung war für 19. und 20. Juni geplant. Jetzt die Stadt einen anderen Schwerpunkt.

„Wir stützen nun die kulturellen Angebote in der Stadt“, sagte Pötzsch im Stadtrat. Bereits am 30. Mai starten die öffentlichen Musikproben im Stadtpark, jeden Freitag im August sind im Innenhof vom Haus der Kultur Open-Air-Veranstaltungen geplant. Laut Bürgermeister Pötzsch ist geplant, die Bühne stehen zu lassen, um auch spontan auf ein Kulturangebot reagieren zu können. „Die ganz großen Feste können heuer einfach nicht stattfinden.“

Stadtfest und Kunst&Kommerz fallen aus

Ein vielfältiges und lebendiges Fest hatte sich Alexandra Lausmann vorstellen können. Doch die Zusammenlegung von Kunst&Kommerz mit dem Stadtfest ist nicht möglich. Die für 19. Juni geplante Veranstaltungen ist damit coronabedingt abgesagt. „Wir haben an das Konzept geglaubt und dafür hätten wir ganz viele Hürden in Kauf genommen“, sagt die Leiterin der allgemeinen Kulturabteilung auf Nachfrage.

Das Fest hätte auf das gesamte Innenstadtgebiet ausgedehnt werden sollen, um damit die Besucherströme besser zu entzerren. Vereine, Gastronomie, Bands und den Einzelhandel hätte man dazu ins Boot geholt, um ihnen nach den vielen Beschränkungen der vergangenen Monate eine Plattform zu bieten.

„Es ist alles viel zu unsicher“

Alexandra Lausmann war im Vorfeld euphorisch, dass sich das Fest umsetzen lässt. Doch am Ende gibt es zu viele Eventualitäten, sodass das Fest nicht stattfinden kann. „Es ist alles viel zu unsicher“, sagt Alexandra Lausmann. Auch Akteure und Vereine waren zurückhaltend, weil sie lange Zeit nicht trainieren konnten.

Obwohl der Inzidenzwert im Landkreis konstant sinkt, wie hoch er am 19. Juni ist, weiß niemand. Denn der Inzidenzwert ist entscheidend, welche Maßnahmen gelten. Wie viele Leute dürfen zusammenstehen? Müssen die Besucher einen Termin vereinbaren? Müssen sie ein negatives Testergebnis vorlegen?

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„Wir sind von ähnlichen Bedingungen wie im vergangenen Jahr ausgegangen. Damit hätte sich das Fest umsetzen lassen“, sagt Lausmann. Aber unter den aktuellen Voraussetzungen gebe es viel zu viel zu kontrollieren. „Wir können nicht einschätzen, wie die Lage in vier Wochen ist und daher ist es nicht umzusetzen.“

Genauen Rahmenbedingungen braucht es aber auch noch für die im August geplanten Moonlight-Shows. „Aktuell sind bis zu 250 Personen möglich, aber die genauen Regeln wissen wir noch nicht“, sagt Alexandra Lausmann. Maske, Impfung, Corona-Test und Abstand – davon wird auch abhängen, wie viele Zuschauer im Innenhof Platz nehmen dürfen. „Wir werden es auf jeden Fall so gestalten, dass wir bei schlechtem Wetter in den Großen Saal ausweichen können.“

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