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Der Vorsitzende zieht Bilanz

Corona hat VfL gewaltig zugesetzt: Wo der größte Verein Waldkraiburgs heute steht

Leistungsnadeln für sportliche Erfolge erhielten die Nachwuchs-Schwimmerinnen und die Handballer, die in die Bezirksoberliga aufgestiegen waren (von links) Franziska Reisegast, Leonie Lutsch, Harald Köber (Handball), Elena Stefanidis, Michelle Hoffmann, Karl-Heinz Lode (Handball), Hanna Mitterer, Stefan Lode (Handball), Tanja Steinböck und Adam Verebi. Dazu gratulierte stellvertretender Vorsitzender Robert Füger.
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Leistungsnadeln für sportliche Erfolge erhielten die Nachwuchs-Schwimmerinnen und die Handballer, die in die Bezirksoberliga aufgestiegen waren (von links) Franziska Reisegast, Leonie Lutsch, Harald Köber (Handball), Elena Stefanidis, Michelle Hoffmann, Karl-Heinz Lode (Handball), Hanna Mitterer, Stefan Lode (Handball), Tanja Steinböck und Adam Verebi. Dazu gratulierte stellvertretender Vorsitzender Robert Füger.
  • Frank Bartschies
    VonFrank Bartschies
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Corona hat auch dem größten Verein der Stadt Waldkraiburg gewaltig zugesetzt. Der alte und neue Vorsitzende Kai Röpke berichtete jetzt darüber, wie es um den VfL eineinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie steht.

Waldkraiburg – Nicht nur Corona beschäftigte den VfL Waldkraiburg. Ärger und Probleme gab es auch beim Jugendfußball und in der Schwimmabteilung, weil Sozialabgaben nachgezahlt werden mussten.

200 Mitglieder verloren, 70 neue wieder gewonnen

Bei dem Treffen, das aufgrund der Abstandsregeln auf der Tribüne des Jahnstadions stattfand, berichtete Röpke über zwei Vereinsjahre, da 2020 eine Hauptversammlung coronabedingt nicht möglich war. Wegen Corona sind laut Röpke auch die Mitgliederzahlen zum 1. Januar 2021 um 200 auf 2014 gefallen. Mittlerweile zähle der Verein wieder 2070 Mitglieder.

Mitglieder, Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Sponsoren haben Club durch die Krise gebracht

Die Krise habe auch den VfL getroffen. „Da, wo Einnahmen durch den Lockdown über Monate weggebrochen sind, haben sich in der Finanzdecke Löcher aufgetan, die finanziert werden müssen“, so Röpke. Immer wieder ging sein Dank an die Vereinsmitglieder, die Mitarbeiter, alle ehrenamtlich Tätigen sowie Sponsoren und Unterstützer, die dem VfL durch die Krise geholfen hätten. Für die Zukunft wolle man für die Ehrenamtlichen der einzelnen Sparten eine Plattform schaffen, eine Möglichkeit, sich über die Abteilungen hinaus zu vernetzen, Ideen auszutauschen und Hilfestellungen zu bekommen.

Zum 75-jährigen Bestehen ist 2023 ein Jahr des Sports geplant

Ein Ausblick Röpkes galt dem 75-jährigen Bestehen des VfL im Jahr 2023. Dies olle mit einem „Jahr des Sports“ gefeiert werden. Neben einer Feier für die Mitglieder sei dabei an möglichst viele Sportveranstaltungen gedacht – in den Sportstätten wie in der Stadt.

In seinem Rückblick erwähnte Röpke die Erneuerung des EDV-Betriebssystems, die Übergabe des neuen Vereinsbusses, die Gründung der Basketball-Abteilung sowie den Projekttag „Schule und Sport“ in 2019. Ein neues Projekt war Röpke zufolge auch eine Berlin-Fahrt, um die Spartenleitungen untereinander sowie mit dem Vorstand enger in Kontakt zu bringen. Auch wenn die Resonanz darauf noch verhalten gewesen sei, sei die nächste VfL-Fahrt bereits geplant.

Auflösung der JFG kritisiert

„Ich bin heute froh, dass sich meine Angst, dass nach dem Lockdown in vielen Sparten die ehrenamtlichen Trainer und Übungsleiter fehlen, nicht bewahrheitet hat“, sagte Röpke. „Im Gegenteil: Gerade dort, wo von anderer Seite zusätzlich zu den schlechten Rahmenbedingungen auch noch Vereinbarungen plötzlich aufgekündigt wurden, hat sich eine hoch engagierte Truppe gefunden.“ Röpke spielte damit auf die unerwartete Auflösung der Jugendfußballgemeinschaft ( JFG) Bavaria Isengau im Frühjahr dieses Jahres an. „Nachdem die anderen an der JFG beteiligten Vereine kurzfristig und ohne Absprache die Zusammenarbeit aufgekündigt hatten, hat es die Sparte geschafft, allen Spielern weiterhin eine Heimat anzubieten“, so Röpke.

Der Vorsitzende trug auch die Kassenberichte vor. Sie wiesen für 2019 Ausgaben von 760.560 Euro und Einnahmen von 792.000 Euro aus, für 2020 Ausgaben von 629.622 Euro und Einnahmen von 614.972 Euro.

Vor der Neuwahl wurde der stellvertretende Vorsitzende Thomas Hirn, der nicht mehr kandidierte, verabschiedet. Er hatte das Amt acht Jahre lang inne. Besonders hervorgehoben wurde Hirns Verdienst bei Planung und Bau des neuen Kabinentrakts. Dritte Bürgermeisterin Karin Bressel sprach dem Verein ihre Anerkennung aus, die Herausforderungen der Pandemie so gut gemeistert zu haben. Der VfL sei eines der Aushängeschilder der Stadt.

Disput um die Nachzahlung von Sozialbeiträgen

Martin Auer, Vorstandschaftsmitglied der Schwimmabteilung, teilte mit, dass seine Sparte, die den Kiosk im Freibad betreibt, für drei Jahre Sozialabgaben in Höhe von 18.000 Euro habe nachzahlen müssen und nun in den Folgejahren jeweils 6000 Euro pro Jahr. Auf Nachfrage der Redaktion erläutert Röpke, der Kiosk werde von einer beim Verein nicht angestellten Privatperson auf Rechnungsbasis geführt.

Auer kritisierte, die Geschäftsstelle habe mitgeteilt, dass für diese Tätigkeit keine Sozialabgaben anfielen, was inzwischen aufgrund einer Gesetzesänderung aber doch der Fall sei. Wie läuft die Bewertung, wo lag der Fehler und wie wird dieser Fehler aufgearbeitet? Diese Fragen richtete Auer in der Versammlung an die Vereinsführung. Diesbezüglich wünsche er, so Auer, mehr Engagement und Recherche in der Geschäftsstelle.

Vorsitzender findet Vorwürfe „ziemlich daneben“

„Ich finde den Vorwurf jetzt ziemlich daneben“, kommentierte VfL-Vorsitzender Kai Röpke die Stellungnahme. Die Gesetzesänderung sei dem Steuerberater nicht explizit zur Prüfung vorgelegt worden. Hundertprozentige Rechtssicherheit werde man in solchen Fällen nicht erreichen, dazu müsste man einen eigenen Steuerberater anstellen oder eine eigene Rechtsabteilung installieren. Röpke relativierte das Problem: Hätte man von der Regelung gewusst, hätte man für den Kiosk jemanden angestellt – die Kosten wären die gleichen gewesen.baf

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