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Dank an Klinikpersonal

„Corona hat mir eine Lektion erteilt“: Waldkraiburger Arzt über seine Zeit als Patient

Mitte Mai hat Dr. Reda Agha wieder seine Tätigkeit in der Praxis aufgenommen. Um sich für den herausragenden Einsatz des Klinikpersonals für die Covid-Patienten zu bedanken, hat er nun seine Erfahrungen während seines zwei Wochen langen Krankenhausaufenthalt öffentlich gemacht.
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Mitte Mai hat Dr. Reda Agha wieder seine Tätigkeit in der Praxis aufgenommen. Um sich für den herausragenden Einsatz des Klinikpersonals für die Covid-Patienten zu bedanken, hat er nun seine Erfahrungen während seines zwei Wochen langen Krankenhausaufenthalt öffentlich gemacht.
  • VonUrsula Huckemeyer
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Eins steht für Dr. Reda Agha fest: Er wird sich impfen lassen, sobald es geht. Der bekannte Waldkraiburger Mediziner war schwer an Corona erkrankt. Die Krankheit habe ihm eine Lektion erteilt, sagt er im Rückblick.

Waldkraiburg/Mühldorf – „Corona hat mir eine gehörige Lektion erteilt. Jetzt weiß ich, diese Krankheit kann jeden treffen“, sagt Dr. Reda Agha. Der bekannte Arzt, der in Waldkraiburg eine unfallchirurgische Praxis mit spezieller Wundtherapie betreibt, hatte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen das heimtückische Virus eingefangen.

Seine ganze Familie erkrankte an Corona, als das Infektionsgeschehen vor wenigen Wochen auf dem Höhepunkt war. Und Waldkraiburg vorübergehend einen Inzidenzwert von 700 hatte.

Zehn Kilo abgenommen

Die Infektion sei durch einen privaten Kontakt geschehen, erzählt der Mediziner. Bereits zu Beginn der Krankheit habe sich hohes Fieber bei ihm entwickelt. Seine ebenfalls infizierte Gattin Erika pflegte ihren Ehemann zunächst, bis ihr dies zu beschwerlich wurde. Es kam der Tag, an dem sich das Ehepaar nicht mehr zu helfen wusste. Die Eheleute waren genauso in Quarantäne wie die Familie ihrer Tochter.

„Wir mussten den Notarzt rufen“

„Aus Hilflosigkeit blieb uns nichts anderes übrig als den Notarzt zu rufen, der uns in die Klinik Mühldorf einwies“, sagt Dr. Agha im Rückblick. Es sei „die absolut richtige Entscheidung“ gewesen, wie der 66-Jährige im Nachhinein unterstreicht.

Als Mediziner sieht er die Arbeit seiner Kollegen und des Pflegepersonals auf einer Covid-Station mit geschultem Auge. Die Betreuung sei schlichtweg beeindruckend gewesen, sagt er, Aus diesem Grund geht der Arzt jetzt an die Öffentlichkeit. Er will seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen und den beeindruckenden Einsatz des Klinikpersonals würdigen.

Zwei Wochen im Krankenhaus

„Meine Frau und ich waren vom 24. April bis 7. Mai Patienten des Krankenhauses. Trotz außerordentlich schwieriger und stressiger Arbeitssituation wurden wir stets freundlich und zuvorkommend behandelt.“ Gerade seine Gattin habe regelmäßig Aufmunterung erfahren. Als wahre Heldinnen und Helden bezeichnet der Waldkraiburger Arzt die Krankenschwestern und Krankenpfleger, die sich aufopfernd um die Patienten kümmern würden.

In der Klinik optimal versorgt

„Keine einfache Sache. Allein das ständige An- und Ausziehen der Schutzausrüstung ist sehr kräftezehrend“, weiß Agha ganz genau. Bei der Versorgung von Corona-Erkrankten brauche es halt andere Maßnahmen als bei Patienten, denen der Blinddarm entfernt wurde.

Agha betont: „Meine Frau und ich finden gar keine angemessenen Worte dafür, um unsere Dankbarkeit auszudrücken.“ Ärzte und Pflegepersonal hätten sie jeden Tag optimal umsorgt und behandelt.

Eins steht fest: Er wird sich impfen lassen

Der 66-Jährige verlor aufgrund seiner Corona-Erkrankung zehn Kilo an Gewicht. „Das Gerücht ich sei beatmet worden, stimmt allerdings nicht“, stellt der Mediziner klar, der genauso wie seine Frau nun genesen ist. Die Tätigkeit in seiner Praxis nahm er Mitte Mai wieder auf.

Eins steht für den Arzt fest: Er wird sich auf alle Fälle gegen das Virus impfen lassen, sobald dies aus ärztlicher Sicht im Hinblick nach einer Covid-19-Erkrankung wieder möglich ist.

Klinik-Vorstand: Stolz auf die Mitarbeiter – Situation hat sich entspannt

„Dieses große Lob unseres Patienten Dr. Agha geben wir gerne an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter, die während der Corona-Pandemie an allen Standorten wirklich Außergewöhnliches geleistet haben“, freut sich Klinikvorstandsvorsitzender Thomas Ewald. Trotz einer teils grenzwertigen Belastung über den Zeitraum von mehr als einem Jahr, hätten sich sowohl die Ärztinnen und Ärzte als auch die Pflegekräfte und alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorragend um die Patientinnen und Patienten im Covid-Bereich wie im Nicht-Covid-Bereich gekümmert und dabei oft eigene Interessen hintangestellt. Ewald: „Wir können uns glücklich schätzen, im InnKlinikum solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben und ich bin sehr stolz auf sie.“

Aktuelle Artikel und Nachrichten finden Sie in unserem Dossier zur Corona-Pandemie

Inzwischen hat sich am InnKlinikum die Situation merklich entspannt.

Am 7. Juni 2021 verzeichnet das InnKlinikum Mühldorf noch drei positiv getestete COVID-Patienten, davon ist einer auf Intensivstation, ein weiterer muss beatmet werden. Insgesamt versorgt das InnKlinikum an den Standorten Mühldorf, Altötting und Burghausen aktuell noch 11 positiv getestete COVID-Patienten. Davon sind drei beatmet.

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