Corona gefährdet die Weihnachtstombola für die Waldkraiburger Sportjugend

Der Erfolg der Weihnachtstombola in der bisherigen Form hinge auch davon ab, ob der Christkindlmarkt stattfindet. Und da ist das letzte Wort noch n icht gesprochen.
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Der Erfolg der Weihnachtstombola in der bisherigen Form hinge auch davon ab, ob der Christkindlmarkt stattfindet. Und da ist das letzte Wort noch n icht gesprochen.

Sie ist eine Erfolgsgeschichte seit über 20 Jahren: Die Weihnachtstombola für die Jugendarbeit des VfL Waldkraiburg. Doch Corona gefährdet jetzt auch diese Charity-Aktion.

Waldkraiburg – Seit Mitte der 1990er-Jahre bieten Kinder und Jugendliche aus mehreren Sparten des VfL Waldkraiburg Jahr für Jahr in der Adventszeit Lose zum Kauf an.

Tombola-Erlös hat Vieles ermöglicht

Mitglieder der drei Waldkraiburger Wirtschaftsorganisationen, der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk, des Gewerbeverbands und der Industriegemeinschaft, stellen dafür Preise zur Verfügung. Der Erlös des Losverkaufs – zuletzt waren das immer zwischen 6500 und 7500 Euro – kommt der Jugendarbeit im Sportverein zugute. Weit über 100 000 Euro sind auf diese Weise zusammen gekommen, haben so manche Teilnahme an Turnieren und Abschlussfahrten oder den Einkauf von Ausrüstungsgegenständen möglich gemacht.

Aktion steht aus Hygiene-Gründen auf der Kippe

Doch heuer steht die Aktion auf der Kippe. Denn: Aus Hygiene-Gründen ist es diesmal wohl nicht möglich, dass die jungen Mitglieder Lose verkaufen. „Es kann ja nicht sein, dass wir einerseits versuchen, Kontakte zu vermeiden und mit Karte zahlen, und dann die Kinder zum Losverkauf schicken“, sagt VfL-Geschäftsführer Hubert Kamrad, der die Aktion organisiert.

Ohne Christkindlmarkt wäre Tombola nicht erfolgversprechend

Selbst wenn genügend Jugendliche bereit wären, wäre die Tombola in dieser Form ohne Christkindlmarkt nicht erfolgversprechend. Denn auf dem Weihnachtsmarkt werden laut Kamrad etwa 90 Prozent der Lose verkauft. Während in der nächsten Umgebung derzeit reihenweise die Christkindlmärkte abgesagt werden, ist diese Entscheidung in der Stadt noch nicht gefallen. Auch ein Termin für die Entscheidung steht noch nicht fest.

Retten die Kaufleute die Aktion?

Retten könnten die Aktion aus Sicht des VfL die Waldkraiburger Kaufleute. Der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk, Willi Engelmann, hat deshalb eine Umfrage bei den Mitgliedern gestartet, ob diese bereit wären, jeweils 300 Lose pro Geschäft zu verkaufen.

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7500 Euro für die Jugendarbeit im VfL

Hubert Kamrad: „Es wäre schön, wenn es noch klappen würde.“ Die Zeit für eine Entscheidung drängt. Denn schon in der nächsten Woche müsse er mit der Akquise der 30 Hauptpreise beginnen. hg

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