20 BEWOHNER UND SIEBEN MITARBEITER POSITIV

Corona-Alarm in Waldkraiburger Seniorenzentrum und Behinderteneinrichtung bei Kraiburg

Schloss Malseneck
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Neun von 23 Bewohnern auf Schloss Malseneck sind positiv.

Lange waren sie davon verschont geblieben: Doch in dieser Woche wurden zwei Sozialeinrichtungen in und bei Waldkraiburg mit größeren Ausbruchsgeschehen konfrontiert: das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt und das Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Malseneck.

von Johann Grundner

Waldkraiburg/Kraiburg – „Wir sind so lange unbeeinträchtigt geblieben und hatten seit Pandemie-Beginn nur vereinzelte Fälle. Aber es war klar, irgendwann würde es uns treffen“, sagt Steffi Dubnitzky, Leiterin des AWO-Seniorenzentrums in Waldkraiburg, zum aktuellen Ausbruchsgeschehen in der Einrichtung: Elf Bewohner, einer von ihnen musste ins Krankenhaus, und fünf Mitarbeiterinnen sind positiv auf Covid-19 getestet.

Seit Donnerstag für Besucher geschlossen

Nach Auftreten der ersten Infektion am Dienstag war der Zugang beschränkt worden, seit Donnerstag ist das Haus aus Sicherheitsgründen für Besucher ganz geschlossen. Am Dienstag steht laut Dubnitzky eine Reihentestung für die 75 Bewohner an. Die Mitarbeiter werden täglich getestet.

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Eine Belastung und Herausforderung für das Personal ist die Situation auch deshalb, weil unter den erschwerten Bedingungen am heutigen Samstag der zweite Impftermin für das Haus ansteht.

In Malseneck ist nur das Schloss betroffen

Corona-Alarm auch auf Schloss Malseneck: In dem Behindertenwohnheim bei Kraiburg sind neun Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv, wie Claudia Singenstreu-Goldbach, Wohnbereichsleiterin bei der Barmherzigen Brüder Behindertenhilfe GmbH, mit Sitz in Algasing bei Dorfen, bestätigt.

Betroffen sei das Schloss selbst, wo 23 Personen wohnen, im Haus Elisabeth gebe es keinen Fall. Schon am Mittwoch habe man nach positiven Schnelltests vier Bewohner isoliert. Am Donnerstag lag dann das Ergebnis des PCR-Tests vom Dienstag vor. Positiv und negativ Getestete sind in verschiedenen Etagen untergebracht, das Personal habe keinen direkten Kontakt mehr untereinander. Auch die Übergaben erfolgen nur telefonisch.

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Wie schnell sich ein Ausbruchsgeschehen ausweiten kann, weiß man bei den Barmherzigen Brüdern, die auch Malseneck betreiben. Seit Mitte November breitete sich in Algasing die Infektion aus. Der Höhepunkt war kurz vor Weihnachten. 60 Mitarbeiter waren positiv und 70 Bewohner, vier von ihnen starben.

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