Corona-Vorsorgemaßnahmen

18 Luftfilteranlagen und 179 CO²-Messgeräte für Waldkraiburger Kitas und Schulen

Mobile Luftfilteranlagen tragen zum Schutz vor Corona-Infektionen in Kindertagesstätten und Klassenräumen bei, die nicht ausreichend gelüftet werden können.
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Mobile Luftfilteranlagen tragen zum Schutz vor Corona-Infektionen in Kindertagesstätten und Klassenräumen bei, die nicht ausreichend gelüftet werden können.
  • Hans Grundner
    vonHans Grundner
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18 Luftfilteranlagen und 179 CO²-Messgeräte hat die Stadt für Kindertagesstätten sowie Grund- und Hauptschulen in ihrer Trägerschaft beschafft. Ein Großteil der Geräte kann durch staatliche Fördermittel finanziert werden.

Waldkraiburg– Um für Kinder, Erzieherinnen und Lehrkräfte einen größtmöglichen Schutz vor einer Corona-Infektion zu erreichen, hat die Stadt 18 Luftreinigungsfilteranlagen für die Waldkraiburger Kindertagesstätten und Schulen in städtischer Trägerschaft bestellt.

Für Kita-Räume ohne Lüftungsmöglichkeit

Die Luftfilter werden in Klassenräumen und vorwiegend in Kita-Gruppenräumen aufgestellt, die nicht ausreichend belüftet werden können. Wie Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) in der jüngsten Stadtratssitzung mitteilte, wurden die Anlagen bereits ausgeliefert. Die Kosten in Höhe von 63 000 Euro sind durch die staatliche Förderung abgedeckt.

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Rechtzeitig zum Ferienende werden 179 CO²-Messgeräte erwartet, die in allen Kitas und den vier Grundschulen und zwei Mittelschulen unter städtischer Trägerschaft zum Einsatz kommen.

Bürgermeister Pötzsch mit einem CO²-Gerät.

Und was bringen diese Messgeräte? Jeder Mensch atmet pro Minute vier bis acht Liter Atemluft aus. Dadurch wird die CO²-Konzentration im Raum erhöht. Wenn ein bestimmter Wert überschritten wird, macht dies müde und verursacht Kopfschmerzen.

CO²-Konzentration im Raum lässt Schlüsse auf Ansteckungsrisiko zu

Da sich in der Atemluft auch Aerosole befinden, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es einen Zusammenhang zwischen der CO²-Konzentration und dem Corona-Ansteckungsrisiko gibt. Die Messgeräte sorgen dafür, dass rechtzeitig angezeigt wird, wann ein Raum gelüftet werden muss. Dies funktioniert über ein Ampelsystem. Wenn diese auf Rot springt, muss der Raum gelüftet werden.

Ein Gerät kostet 175 Euro netto. Für alle Geräte beläuft sich die Summe auf 36 337 Euro. Die Geräte werden mit 7,12 pro Kind in einer Einrichtung gefördert. Die Fördermittel liegen demnach bei 18 300 Euro. 18 000 Euro sind also nicht durch Förderung abgedeckt, müssen also von der Stadt getragen werden.

Für die Anschaffung von Hygieneartikeln von Desinfektionsmitteln über Flüssigseife bis hin zu Trennwänden und Schutzmasken stehen bei einer Fördersumme von 16,32 Euro pro Kind noch fast 18 000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. hg

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