„Bunt statt Blau“

Mühldorf –. In den vergangenen fünf Jahren kamen bundesweit jeweils rund 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Die Fälle haben sich um 128 Prozent erhöht. So fordern Experten weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Unter dem Motto Kunst gegen Komasaufen startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell die Kampagne „bunt statt blau“ zur Alkoholprävention in Bayern. Zum elften Mal sucht die Krankenkasse jährlich die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Alle Schulen im Landkreis Mühldorf sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und ihre Schüler bis Ende März, Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit vielen Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Alkohol aufklärt. „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten auch im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Jürgen Kollmeder von der DAK-Gesundheit in Mühldorf. „Bei ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“

GlaubwürdigeBotschafter

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 100 000 Jugendliche bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus Mühldorf und Waldkraiburg. Unterstützung bekommen diese von Politikern, Suchtexperten und Künstlern. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Kollmeder. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch.“ Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury den Bundesgewinner.

Weitere Informationen zu der Aktion gibt es im Internet unter der Adresse www.dak.de/buntstattblau.

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