WERTVOLLE MAGERSTANDORTE

Büsche machen Platz für Blühwiesen: Pflegemaßnahme am Innkanal bei Waldkraiburg

Auf der einen Seite Büsche und Bäume, auf der anderen Seiten sind sie schon weg: Die Verbund Innnkraftwerke pflegen den Dammbereich und wollen dort wertvolle Magerstandorte mehr Platz geben.
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Auf der einen Seite Büsche und Bäume, auf der anderen Seiten sind sie schon weg: Die Verbund Innnkraftwerke pflegen den Dammbereich und wollen dort wertvolle Magerstandorte mehr Platz geben.

Die Büsche und Bäume gerodet, die Uferböschung am Innkanal liegt brach da: Was auf den ersten Blick wie ein Kahlschlag wirkt, ist eine Dammpflegemaßnahme zur Aufwertung des Uferbereichs am Innkanal.

Waldkraiburg – Lila, weiß und gelb: In voller Blüte standen im Sommer Teile des Dammbereichs am Innkanal. Grau und trist wirkt dagegen der Uferbereich im Moment. Doch das blühende Band soll im Sommer noch mehr Platz einnehmen. Deshalb sind seit einiger Zeit die Verbund Innkraftwerke damit beschäftigt, die Bereiche am Damm zu pflegen und aufzuwerten.

„Wir wollen die wertvollen Magerstandorte mit ihrer typischen Flora und Fauna pflegen und erhalten“, erklärt Pressesprecher Wolfgang Syrowatka. Doch diese wichtigen Flächen werden von Büschen und Sträuchern verdrängt, weshalb nun das Gehölz und damit auch die Schattenspender gezielt gerohdet werden. „Die Blühwiesen sind wertvoller Lebensraum für Insekten. Aber an den sonnigen Standorten finden auch Reptilien wie die Zauneidechse ihren Platz“, erklärt Syrowatka. Um diesen wichtigen Lebensraum verfügbar zu machen, muss etwas anders weichen.

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Ziel der Entnahme von Gehölz und Schattenspendern sowie der anschließenden, regelmäßigen Pflege durch eine Mahd zweimal im Jahr ist es, die hochwertigen Ökosysteme in ihrem Bestand zu fördern und zu erhalten. Voriges Jahr hat der Verbund bereits regionales Saatgut von Blühwiesen gewonnen, das auf dem Dammbereich am Innkanal ausgebracht werden soll. Die Saatgutgewinnung ist Teil des Landkreisprojektes zur Renaturierung artenreicher Wiesen im Landkreis.

Die erforderlichen Arbeiten sollen nach Angaben vom Verbund noch im Februar abgeschlossen werden. hi

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