4 Bürgermeisterbewerber – 7 Stadtratslisten: So viele Kandidaten wie noch nie in Waldkraiburg

Das Ziel der Kandidaten: der Sitzungssal im Waldkraiburg – da wollen alle hin. Stadt

Rien ne va plus. Nichts geht mehr. Die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen für die Kommunalwahl ist am Donnerstag abgelaufen. Damit ist klar: Einen Superlativ darf diese Wahl schon für sich reklamierren. Noch nie haben sich in Waldkraiburg mehr Kandidaten um ein kommunalpolitisches Amt beworben.

Waldkraiburg – Noch sieben Wochen dauert es bis zur Kommunalwahl. Und so viel ist schon jetzt klar: Noch nie haben sich in Waldkraiburg so viele Kandidatinnen und Kandidaten um ein kommunalpolitisches Amt beworben. Vier Bewerber treten am 15. März bei der Bürgermeisterwahl an. Nicht weniger als 107 Bewerber auf sieben Listen gibt es für die 30 Plätze im Stadtrat.

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Mehr werden es nicht mehr, denn am Donnerstagabend ist die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen abgelaufen. Damit sind die Karten für den Wahlkampf gemischt: Und der Kampf ums Rathaus verspricht spannend zu werden.

Die Kandidaten

Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG), der seit sechs Jahren im Amt ist, sieht sich drei Herausforderern gegenüber: den beiden Quereinsteigern Wolfgang Nadvornik (CSU) und Valentin Clemente (FDP) sowie seinem Stellvertreter Richard Fischer, der – wie schon 2014 – erneut für die SPD antritt.

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Die Stadtratswahl

30 Sitze sind im Stadtrat zu vergeben. Der Kuchen ist 2020 also nicht größer geworden. Allerdings ist das Gedränge am Kuchenbüffet so groß wie nie. Sieben Listen bewerben sich. Das ist Rekord für Waldkraiburg.

Die Listen

Nur die CSU hat die Möglichkeit ausgeschöpft, 30 Kandidatinnen und Kandidaten zu nominieren. Jeweils 20 stehen auf den Stadtratslisten der UWG und der SPD, gefolgt von der FDP (13), den Grünen (11), der AfD (8) und der Partei Die Linke (5). Während die SPD ihre Liste, anders als bei voran gegangenen Wahlen, diesmal wieder geschlossen und damit nur Parteimitglieder aufgestellt hat, haben andere Parteien die Listen auch für Nichtmitglieder geöffnet.

Die Arrivierten

Bislang verteilten sich die Stadtratsmandate auf drei Gruppierungen: UWG und CSU (je 12) sowie SPD (6). Neun amtierende Stadtratsmitglieder stehen nicht mehr zur Wahl: Annemarie Deschler, Eva Köhr, Inge Schnabl, Bernd Sottek, Rainer Zwislperger (alle CSU), Alexandra Reisegast (ist als Ersatzkandidatin nominiert) und und Birgit Kozel (beide UWG), Susanne Engelmann und Andreas Knoll (beide SPD. 21 amtierende Mandatsträger wollen erneut in das Gremium einziehen.

Die Frauen

Von 107 Kandidaten sind nur 33 weiblich. Das entspricht 30,8 Prozent. Den größten Frauenanteil, fast die Hälfte, weist die CSU-Liste aus (14 Frauen/16 Männer), gefolgt von den Grünen (4 von 11), der FDP (4 von 13), der SPD (6 von 20), UWG (4 von 20) und AfD (1 von 8). Den geringsten Frauenanteil hat der Listenvorschlag der Partei „Die Linke“: Unter fünf Kandidaten findet sich keine einzige Frau.

Die Jüngsten

Entgegen vielen Unkenrufen gibt es diesmal eine ganze Reihe von jüngeren Kandidaten. Die jüngste Liste stellen die Grünen: Sieben der elf Kandidaten sind jünger als 30. Erst seit Kurzem im wahlberechtigten Alter und schon auf einer Stadtratsliste, das können Vinzenz Knoell (FDP), Dennis Uzon und Lukas Wysocki (beide „Die Linke“) von sich sagen. Alle drei sind erst 18 Jahre alt.

Die Senioren

Der Senior unter den amtierenden Stadträten ist Gustl Schenk (82/UWG). Unter den Kandidaten muss er Ernst Tuppen (84/Die Linke) den Vortritt lassen.

Die Diskussionen

Gute Gelegenheiten, dievier Bürgermeisterkandidaten und ihre Programme persönlich kennen zu lernen bieten sich bei Podiumsdiskussionen am Donnerstag, 6. Februar, um 19.30 Uhr im Restaurant Adria Grill in St. Erasmus (Veranstalter: Katholische Landjugend) und am Donnerstag, 27. Februar, um 19.30 Uhr im Haus der Kultur (Veranstalter: Gewerbeverband, Kreisjugendring, Volkshochschule). Ein weiterer Termin mit dem Jugendparlament ist angekündigt, aber noch nicht terminiert.

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