Braucht Waldkraiburg einen Integrationsbeirat?

Hamado Dipama engagiert sich im Migrationsbeirat der Stadt München.
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Hamado Dipama engagiert sich im Migrationsbeirat der Stadt München.

Waldkraiburg – Braucht Waldkraiburg einen Ausländer- oder Integrationsbeirat?

Für Hamado Dipama ist das keine Frage. In einer Stadt, in der Menschen aus hundert Nationen leben, sei eine solche Einrichtung „zwingend notwendig“. So Dipama, der mit Waldkraiburg zu tun hat, weil er schwarzafrikanische Flüchtlinge aus der Ankerdependance beraten hatte, die sich gegen Diskriminierung durch einen Security-Mitarbeiter und Behörden wehrten.

Der 46-Jährige, der als Referent für die Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns tätig ist und sich im Bayerischen Flüchtlingsrat und im Migrationsbeirat der Stadt München engagiert, spricht sich dafür aus, Integrationsbeiräte, als Pflichtaufgaben in der Gemeindeordnung festzuschreiben. Bislang sind die Beiräte freiwillige Leistungen der Kommunen. „Viele Migranten leben seit vielen Jahren in Deutschland, arbeiten hier, zahlen Steuern.“ Von der politischen Mitbestimmung seien sie aber ausgeschlossen. Durch Integrationsbeiräte würde die Situation dieser Migranten, ihre Probleme und Erfahrungen in den Blick genommen. Es brauche eine Struktur, in der sich Betroffene beraten und einbringen können.

Wie Bürgermeister Robert Pötzsch auf Anfrage mitteilte, war die Einrichtung eines Ausländer- oder Integrationsbeirates in Waldkraiburg bislang noch nicht im Gespräch. Er könne sich aber vorstellen, dass auch dieses Thema bei der Veranstaltung „Wir sind ... Waldkraiburg“ heute im Haus der Kultur angesprochen wird. hg

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