Braucht Pfarrei Umweltbeauftragten?

Taufkirchen - Der Pfarrverband Kraiburg mit seinen Pfarreien Kraiburg, Ensdorf, Frauendorf, Taufkirchen und Grünthal traf sich zu einem Informationsabend im Gasthaus Maier in Gallenbach zum Thema "Wir übernehmen Schöpfungsarbeit - Energiemanagement". Darüber sprach Hermann Hofstetter, Fachreferent und Mitarbeiter im Projekt Energiemanagement im Erzbischöflichen Ordinariat in München.

Der Pfarrverbandsratsvorsitzende Georg Gottinger stellte die Frage "Bei uns ist doch alles in Ordnung, warum braucht eine Pfarrei einen Umweltbeauftragten?" Hofstetter wies in seinem Vortrag auf viele Einsparungen hin, die für die Umwelt wichtig seien. "Die Kirche ist der zweitgrößte Immobilienbesitzer Deutschlands", so Hofstetter und darum solle sie Vorbild sein. Es könne sehr viel Energie gespart werden, wenn diesbezüglich gehandelt werde.

Hofstetter wies auf die Handlungsfelder Energie, Mobilität, Speisen und Getränke sowie Büro/Betrieb hin. Dies alles seien Aufgaben eines Umweltbeauftragten, er werde in diesem Projekt durch die Diözese besonders unterstützt.

In der darauffolgenden Diskussion ging es um Einsparmaßnahmen. Es könne im Bereich viel Papier gespart werden, besonders auch in der Handhabung mit dem kirchlichen Liedgut. Es müsse nicht sein, dass für jeden Familiengottesdienst neue Liederblätter gedruckt und nach einmaligem Gebrauch anschließend wieder vernichtet werden. Auch die nächtlichen Beleuchtungen von Kirchen und die Bewirtung bei Pfarrfesten mit Papiertellern wurden angesprochen. Auch wurde angeregt, dass Speisen aus der Region angeboten werden.

Es stehen somit viele Aufgaben für einen Umweltbeauftragten in den Pfarreien an, es müssen nur noch Gläubige gefunden werden, die sich dieser Arbeit ehrenamtlich stellen. fim

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