Blüten für Insekten im Garten

Insektenvielfalt auf einem Bärenklau. zahn

Waldkraiburg – Insektenschutz im Garten liegt inzwischen vielen Grundbesitzern auch in Waldkraiburg am Herzen.

Dies bedeutet freilich nicht, die Nistkästen für insektenfressende Vögel abzuhängen, wie es dem Bund Naturschutz schon gemeldet wurde. „Es geht vielmehr darum, Nahrung und Versteckplätze für Insekten anzubieten“, sagt Kreisvorsitzender Dr. Andreas Zahn. Ziel müsse es sein, Insekten so zu fördern, dass sie ihre Rolle im Naturhaushalt als Nahrung für Vögel und viele andere Tiere erfüllen können. Seltener mähen und stattdessen Gänseblümchen, Löwenzahn, Günsel und Brunnelle dulden, habe einen großen Nutzen.

Insektenschutz lasse sich bereits im Gemüsebeet umsetzen: „Lauch, Rosen- und Grünkohl, Zwiebeln und Möhren ausblühen lassen und sie werden gerne von Biene & Co aufgesucht.“ Nahrung für Insekten würden auch Küchenkräuter wie Salbei, Zitronen-Thymian oder Bohnenkraut bieten. Heimische Obstbäume und Wildsträucher wie Hartriegel, Liguster, Schneeball, Schlehe, Faulbaum, Salweide, Süßkirsche, Schlehe und Weißdorn liefern reichlich Pollen und Nektar. Himbeeren und Brombeeren seien besonders wichtig, denn sie blühen in ansonsten nahrungsarmen Zeiten.

Staudenbeetesind sehr beliebt

Großen Anklang bei Bienen und Hummeln finden Staudenbeete, die nicht gemäht werden müssen und die lange blühen, mit Arten wie Königskerze, Bärenklau, Färberkamille, Disteln, Wiesenraute, Fingerhut, Verbene, Wilder Karde oder Glockenblumen. Wasserdost, Blutweiderich, Gilbweiderich, Rossminze und Baldrian eigenen sich für feuchte Standorte. „Im Herbst sollte man diese Stauden teilweise stehen lassen, da Insekten hier auch überwintern.“ Weitere Infos für einen Naturgarten bietet der Bund Naturschutz auf seiner Homepage.

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