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Blick nach vorne richten

  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Was ist gerecht? Keine einfache Frage, zumal Gerechtigkeit nicht wie Mathematik funktioniert.

Es gibt hier keine einfache Gleichung mit der passenden Lösung, sondern viel zu viele Variablen.

Nach den Brandanschlägen im vergangenen Jahr ist Muharrem D. zu neuneinhalb Jahren Haft und Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt worden. Ist das ein gerechtes Urteil? Eines, mit dem die Bewohner am Sartrouvilleplatz leben können, nachdem sie im Frühjahr vergangenen Jahres in Todesangst aus ihren Wohnungen vor dem Feuer fliehen mussten?

Jeder muss diese Frage für sich selbst beantworten. Aber trotzdem merkt man, dass die Betroffenen nicht alle Antworten bekommen haben, die sie sich erhofft hatten. Kann es sein, dass er zu früh wieder entlassen wird? Kann es sein, dass er gar nicht so krank ist, wie er vorgibt? Wer übernimmt Verantwortung, wenn Muharrem D. nach seiner Entlassung wieder eine solche Tat verübt?

Zum jetzigen Zeitpunkt kann darauf niemand eine Antwort geben. Das Urteil setzt nur einen vorläufigen Schlusspunkt unter den langen Prozess der Aufarbeitung. Denn dass die Angst bei vielen Betroffenen bleiben wird, ist nicht zu bestreiten.

Es braucht jetzt das Vertrauen in die Justiz, dass das Urteil gerecht ist. Dass Muharrem D. geholfen werden kann, damit sich so etwas nicht wiederholt. Spätestens jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten. Den Blick auf das, was kommen wird und nicht auf das, was war.

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