Aschaus Bürgermeister Alois Salzeder: Verwaltungsaufwand zu groß

Es bleibt dabei: Keine Ehrenamtskarte

Aschau - Der Gemeinderat Aschau bleibt dabei: eine Ehrenamtskarte wird nicht eingeführt. Nach einem Schreiben des Landratsamtes sollte das Gremium nochmal in sich gehen.

Bei den Vorgaben, wer eine Ehrenamtskarte bekommen kann, haben Feuerwehrdienstleistende eine Sonderstellung, da sie letztendlich an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr Bereitschaft bei ihren Wehren leisten. Daher erhält jeder Feuerwehrler mit abgeschlossener Truppmannausbildung auf Wunsch ohne weitere Prüfung eine Bayerische Ehrenamtskarte. Wer ein Feuerwehrehrenzeichen vom Freistaat bekommen hat (25 oder 40 Jahre aktive Dienstzeit), erhält eine unbegrenzt gültige goldene Ehrenamtskarte.

Die Feuerwehrler kommen in den Genuss, auch wenn sich ihre Gemeinde grundsätzlich gegen die Ehrenamtskarte ausgesprochen hat.

Nun gibt das Landratsamt zu bedenken, dass die anderen Ehrenamtlichen quasi einen Nachteil haben, wenn die Gemeinde nicht auch ihnen die Vergünstigungen durch die Karte verschafft.

Nach kurzer Diskussion war klar: das Gremium hält an seiner Entscheidung fest. "Der Verwaltungsaufwand ist einfach zu groß", so Bürgermeister Alois Salzeder. Im Landkreis gebe es keine großen Ermäßigungen; diese bekomme man hauptsächlich in München in den Museen und bei der bayerischen Schifffahrt. "Wer an den Starnberger See fährt, der braucht so viel Sprit, dass ihm zwei Euro Ermäßigung durch die Karte auch nichts bringen", sagte Salzeder. kla

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