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Blaues Kreuz: Anlaufstelle für Alkoholabhängige

Waldkraiburg - Mit großer Freude kam die Mutter eines Betroffenen auf ihn zu, um ihm zu sagen, wie froh sie sei, dass ihr Sohn (23) durch die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe des Blauen Kreuzes wieder ein anderer Mensch geworden ist.

Er habe wieder einen festen Arbeitsplatz, seinen Führerschein nach der medizinisch-psychologischen Untersuchung wieder erhalten und trinke keinen Alkohol mehr. Das sind die Momente, in denen Gottfried Menzel weiß, dass es sich lohnt, Zeit und Engagement in die Gruppenstunden des Blauen Kreuzes in Waldkraiburg zu stecken.Jeden Montag um 19 Uhr treffen sich im Haus am Ölberg im evangelischen Gemeindezentrum Alkoholiker und andere Suchtmittelabhängige, deren Angehörige, aber auch solche, die sich frei gemacht haben von der Droge. Im zu Ende gehenden Jahr zählte Menzel, Ortsvorsitzender und Gruppenleiter des Blauen Kreuzes Mühldorf-Waldkraiburg, 1234 Teilnehmer in 50 Gruppenstunden.

Das sind Menschen zwischen 20 Jahren und dem Rentenalter, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die eines verbindet: dass sie alleine nicht loskommen vom Alkohol, von Medikamentenabhängigkeit oder -missbrauch, von illegalen Drogen.

In der Gruppe finden sie «ein geschütztes und sie schützendes Umfeld, das sie stärkt, in der Realität ohne Suchtmittel zu leben», so Menzel. Die Einsicht in die Krankheit sei das Erste, was gemeinsam erarbeitet werden muss. Auch im zurückliegenden Jahr seien nicht zuletzt durch die Begleitung der Gruppe betroffene Menschen vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes, vor der Scheidung oder anderen negativen sozialen und gesundheitlichen Einschnitten bewahrt worden, so der Vorsitzende.

Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung der Angehörigen und der Kinder, die unter der Sucht des Partners, des Vaters oder der Mutter leiden. «Sie werden aufgeklärt über die Droge, deren Wirkung und die daraus resultierenden krankheitsbedingten Verhaltensweisen.» Hife heißt hier, die Angehörigen zu bestärken, sich nicht aufzugeben für den Abhängigen, sondern etwas für sich selbst zu tun und ins eigene Leben zurückzufinden.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, Klienten auf die medizinisch-psychologische Untersuchung vorzubereiten.

Wer sich für die Arbeit des Blauen Kreuzes und die Gruppenstunden interessiert, kann sich bei Gottfried Menzel, Telefon 08639/8784, näher informieren. hg

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