: Berufswahl weckt Sammlerinstinkt: Fritz Brandl aus Taufkirchen steht auf Bulldogs

Inmitten seiner ältesten Bulldogs fühlt sich der Feldschuster Fritz wohl, alle sind älter als er.
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Inmitten seiner ältesten Bulldogs fühlt sich der Feldschuster Fritz wohl, alle sind älter als er.

Als kleiner Bub erlebte Fritz Brandl, wie der erste Bulldog – ein Bautz – im Jahr 1956 auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seiner Eltern Einzug hielt. „Vorher gab es nur ein Ross“, erinnerte sich der heute 66-Jährige. Und heute gibt es neben dem Bautz noch viele andere Raritäten.

Taufkirchen – Der Bautz aus den 1950er-Jahren steht noch immer auf dem Anwesen. Das Fahrzeug hat bei Brandl seinen „Austrag“, wird von ihm gehegt und gepflegt. Schon als Schulkind wurde der Taufkirchner mit dem damals so kostbaren fahrbaren Gefährt vertraut. Und die Berufswahl, er lernte Landmaschinenmechaniker, weckte letztendlich den Sammlerinstinkt in ihm.

Das älteste Stück: Ein Schlüter von 1938

Der Bautz bekam Gesellschaft. Rund 20 Bulldogs können jetzt auf dem Feldschusterhof besichtigt werden. „Nur deutsche Fabrikate“, sagt der Eigentümer stolz. „Bei mir kannst du nur Fabrikate wie Deutz, Bautz, Eicher finden.“ Der älteste Bulldog, ein Schlüter DZM 25, wurde im Jahr 1938 gebaut. Für landwirtschaftgliche Fahrzeuge, die nach 1960 die Fabrik verlassen haben, interessiert sich der Feldschuster Fritz nicht.

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Auch ein Eicher, Baujahr 1950, steht im Oldtimer-Fuhrparrk. Es ist ein alter Bekannter, der erste Bulldog, der vor Jahrzehnten beim Nachbarn, auf dem Tauschhuberhof Einzug hielt, und später verkauft wurde. Fritz Brandl konnte genau dieses Fahrzeug vor vier Jahren über Umwege wieder erwerben. Zufälle gibt’s.

Regelmäßig bei Oldtimer-Treffen

Seit über 40 Jahren sammelt er. Bereut hat er es noch nie. „Die alten Bulldogs mein Leben, sie faszinieren mich immer wieder.“

Mit seinen wertvollen Raritäten, an denen er schätzt, dass sie älter sind als er selbst, ist der Taufkirchner Bulldog-Sammler regelmäßig bei Oldtimertreffen im Umkreis vertreten. Sein Radius hat freilich Grenzen. „Weit konn i net fahren, denn bei einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 Kilometer in der Stunde kimmst net all zu weit“, meint er schmunzelnd. Beim heimischen Stelldichein der Oldtimer, das der Vehikelclub in Taufkirchen organisiert, ist er natürlich dabei. Das ist Ehrensache für den Fritz.

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Und wenn‘s mal weiter geht, steigt er auf seinen alten Opel Kadett um, Baujahr 1968 und noch keinen einzigen Tag abgemeldet. Zwischen Wolfratshausen, Freising, Dingolfing und auch in Österreich kennt er alle Oldtimer-Treffen.

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