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Seit 150 Jahren im Einsatz

Bei jedem Hilferuf zur Stelle: Feuerwehr Kraiburg feiert Jubiläum mit Fahnenweihe

Der Festverein mit der alten Fahne beim Kirchenzug.
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Der Festverein mit der alten Fahne beim Kirchenzug.

Die neue Fahne der Feuerwehr Kraiburg ist nun offiziell einsatzbereit. Sie erhielt bei einem eindrucksvollen Festgottesdienst den kirchlichen Segen. Dass die Feuerwehr stets bereit für den Dienst am Nächsten ist, zeigten die Aktiven beim Jubiläumsgottesdienst.

Kraiburg – Ein großes Fest mit rund 100 Feuerwehren, den Ortsvereinen und zahlreichen Ehrengästen hätte es werden sollen, denn das 150-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe war heuer vom 10. bis 14. Juni geplant. Coronabedingt musste es abgesagt werden. Stattdessen fand am Wochenende im kleineren Rahmen die Fahnenweihe statt.

Angeführt von der Blaskapelle Kraiburg formierte sich der Kirchenzug mit dem Festverein, den Festdamen und Ehrengästen, der Nachbarswehr aus Guttenburg, der Patenfeuerwehr aus Grünthal sowie der befreundeten Wehr aus Ybbs/Donau in Niederösterreich.

Von der Kirchenbank zum Einsatz

Vom Feuerwehrhaus ging es zum Marktplatz und mit Pfarrvikar Markus Nappert und den Ministranten wurde die neue Fahne in die Marktpfarrkirche St. Bartholomäus geleitet. Der Gottesdienst wurde von der Blaskapelle mit der „Schubertmesse“ musikalisch umrahmt.

Pfarrvikar Markus Nappert segnet die neue Fahne.

„Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr‘! Diesem Spruch auf eurer neuen Fahne werdet ihr gerecht, denn der Dienst am Nächsten gehört zur Feuerwehr. Ihr bestreitet Tag und Nacht eure Einsätze und ihr handelt so, wie es Jesus getan hat. Bei jedem Hilferuf seid ihr da und damit seid ihr ein Vorbild für uns alle – unter dem Schutzpatron des Heiligen Florian“, stellte der Pfarrvikar in seiner Ansprache heraus.

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Anschließend segnete er die neue Fahne, die dann Fähnrich Franz Eder an die Fahnenstange übernahm. Der Geistliche sollte mit „zu jeder Zeit einsatzbereit“ Recht behalten, und schneller, als er sich wohl selbst gedacht hatte. Denn kaum war die neue Fahne der Kraiburger Feuerwehr geweiht, ging schon der Sirenenalarm los. Von der Kirchenbank zum Einsatz: Etliche Aktive rückten aus, um den Brand eines Häckslers zu löschen. Die Fahnenbraut Sieglinde Huber hielt ihren Prolog und heftete nach dem Satz „Dies Band soi eich erinnern, immer auf’s Neue – an Kameradschaft, Freundschaft und an Treue“ ihr Fahnenband dazu.

Fahnenbraut Sieglinde Huber (von links) und Fahnenmutter Angela Götz mit den Begleitmädchen Elisabeth und Sophia.

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„Zu helfen Menschen in der Not, is a heit no eia oberst’s Gebot. Egal ob beim Retten, Bergen, Löschen, Schützen – es soi eich vor allen Gefahren beschützen!“ – Mit diesem Spruch überreichte auch die Fahnenmutter Angela Götz ihr Fahnenband.

Das Trauerband, gestiftet von der Marktgemeinde, übergab Bürgermeisterin Petra Jackl. „Ihr verrichtet einen unverzichtbaren Dienst und verdient unsere volle Wertschätzung. Die Fahne soll euer Mittelpunkt sein, soll euch bei kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen begleiten, aber auch für die kommenden Generationen die Kameradschaft herausstellen.“

Fahnenmutter Angela Götz überreicht ihr Fahnenband.

Die neue Fahne als Bindeglied

Zur Überraschung hatte auch Jochen Kupfer, Kommandant der Feuerwehr aus Ybbs, ein Fahnenband im Gepäck. „Als Dank für unsere fast 60-jährige Freundschaft gratulieren wir damit zu eurer neuen Fahne“.

Feuerwehr-Vorsitzender Martin Berger, der auch die Lesung und Fürbitten vorgetragen hat, dankte allen, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben, das nun trotz der schwierigen Zeit stattfinden konnte. „Unsere bisherige Fahne aus dem Jahr 1969 ist bereits zweimal restauriert und ob der ‚vielen Einsätze‘ stark beansprucht worden. So haben wir zu unserem 150-jährigen Bestehen diese neue Fahne angeschafft, die nun wieder unser Bindeglied darstellen soll“, sagte Berger.

Anschließend ging es ins Bischof-Bernhard-Haus zum Mittagessen und gemütlichem Beisammensein, bei dem das Musiker-Trio Martin, Zeno und Stefan aufspielte.

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