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Krippen und Zubehör

Bei der Firma Kolbe in Waldkraiburg ist immer Weihnachten – 365 Tage im Jahr

Sie haben sich ganz dem Bau und Vertrieb von Krippenlandschaften und -zubehör verschrieben (von links): Daniela Albrecht, Marianne und Bernd Kolbe. Huckemeyer
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Sie haben sich ganz dem Bau und Vertrieb von Krippenlandschaften und -zubehör verschrieben (von links): Daniela Albrecht, Marianne und Bernd Kolbe. Huckemeyer
  • VonUrsula Huckemeyer
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„Ja, is denn heut scho Weihnachten?“ Mitten in Waldkraiburg kann Franz Beckenbauers legendäre Werbefrage uneingeschränkt mit Ja beantwortet werden. Bei der Firma Kolbe ist immer Weihnachten. 365 Tage im Jahr.

Waldkraiburg– Bei der Alfred Kolbe GmbH dreht sich nämlich alles um Weihnachtskrippen und Krippenzubehör. In den Lagern und Werkstätten im Firmengebäude am Stadtpark stehen Krippenställe in Hülle und Fülle, Figuren und Zubehör soweit das Auge reicht. „Unsere Krippen sind unser Leben, so einfach ist das“, erklärt Bernd Kolbe der hier auch für seine Mutter Marianne und für seine Schwester Daniela spricht.

1956 gegründet – seit 1989 im Familienbesitz

Das Familienunternehmen hat sich mit Haut und Haar den Krippenlandschaften verschrieben. Der Betrieb, im Jahre 1956 von Ernst Damberger gegründet, ging 1989 in den Besitz von Familie Kolbe über. Seniorchefin Marianne Kolbe arbeitet bereits 32 Jahre im Geschäft. Sie kann sich immer noch für die Weihnachtskrippen aus ihrem Hause begeistern: „Gerade mein Sohn Bernd entwickelt immer wieder neue Ideen, wie eine Krippe interessant dargestellt werden kann, so dass es uns nie langweilig wird.“

Mit Absagen der Weihnachtsmärkte ist Kundenkontakt schwieriger geworden

Das kleine Familienunternehmen geht gerne auf Vorschläge und Wünsche der Kunden ein. Doch Corona macht das schwieriger. Fast alle Christkindlmärkte wurden wegen der Pandemie abgesagt, was die Kolbes zwar verstehen, aber dennoch bedauern. „Märkte sind ein bedeutender Multiplikator und sehr wichtig für die Verbindung zwischen Kunden und Geschäft“, sagt Daniela Albrecht die normalerweise mit ihrer Familie auf den Christkindlmärkten in Altötting und Waldkraiburg vertreten ist.

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Viele Stammkunden würden die einzelnen Krippenfiguren sowie das Zubehör gerne anfassen, um ein besseres Gefühl für das Gestalten der heimischen Krippenwelt zu bekommen. Familie Kolbe hofft und glaubt aber, dass sich so manche Stammkunden nach Absage der Märkte direkt auf den Weg in ihr Geschäft machen werden.

Auf Januarmesse noch viele Aufträge an Land gezogen

„Glücklicherweise sind wir noch im Januar bei der Christmasworld in Frankfurt dabei gewesen“, erzählt Bernd Kolbe. Christmasworld ist die weltweit größte Trend- und Orderplattform für die Deko- und Festschmuckbranche. Hier konnte der Familienbetrieb Aufträge an Land ziehen.

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Corona schlägt also bei den Kolbes heuer noch nicht so verheerend zu wie in anderen Branchen. Wie nächstes Jahr die Bilanz aussieht, stehe allerdings in den Sternen, heißt es von Seiten des Familienunternehmens.

Die Melchior-Figur ist schwarz – fast immer jedenfalls

Die Firma verkauft ihre Erzeugnisse per Internet rund um den Globus. Waldkraiburger Krippen stehen in Japan und in den USA. Übrigens, einem Beherbergungsverbot sind die Heiligen Drei Könige in den Kolbe-Krippen auch künftig nicht ausgesetzt. „Unsere Melchior-Figuren geben absolut keinen Anlass, Rassismus-Debatten anzuzetteln“, ist sich Bernd Kolbe sicher.

Bei der Firma Kolbe ist der König Melchior in der Regel schwarz, wenn nicht – wie vor einigen Jahren – ein amerikanischer Kunde ausdrücklich einen weißen Melchior unter lauter schwarzen Krippenfiguren wünscht.

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Er spielt dabei auf eine Diskussion in einer Ulmer Kirchengemeinde an, bei der die Holzfigur des schwarzen Melchiors jüngst in das Kreuzfeuer der Kritik geriet. In diesem Zusammenhang berichtet Familie Kolbe von einem nicht alltäglichen Auftrag: Vor Jahren bestellte ein Großkunde aus Michigan/USA sämtliche Krippenfiguren in Schwarz. Lediglich der Melchior sollte in Weiß gehalten sein.

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