Befristet auf sechs Jahre

Da soll sich noch einer auskennen! Anton Sterr von der CSU sagt: „Waldkraiburg braucht einen Wadlbeißer und keinen Softie.“ Bürgermeister Robert Pötzsch von der UWG ist der Meinung: „Die Stadt braucht keinen Wadlbeißer, sondern einen Bürgermeister, der den Bürgern auf Augenhöhe begegnet.“ Zuletzt hat sich auch noch Zweiter Bürgermeister Richard Fischer von der SPD in die Diskussion eingemischt: „Waldkraiburg braucht keinen Wadlbeißer und keinen Softie, sondern Politik, die machbar ist.“.

Aber welchen Bürgermeister braucht Waldkraiburg tatsächlich? Jedenfalls einen, der richtig anpacken kann, der sich gleich mal die Wanderstiefel schnürt und im Stadtwald seine Qualitäten als Förster unter Beweis stellt. Raus aus den Försterklamotten und rein in die Badeschlappen. Denn Rettungsschwimmer muss er auch können, immerhin geht es um die Zukunft des Waldbads.

Und vom Waldbad geht es gleich direkt weiter zum Rathaus. Egal ob sanieren oder Neubau – dafür braucht es einen Planer. Also Bauhelm aufsitzen, denn das muss der Bürgermeister drauf haben. Wer kennt denn besser den Raumbedarf der Verwaltung als der oberste Chef? Nicht zu vergessen: Erfahrungen als Erzieher braucht es unbedingt, denn das Thema Kinderbetreuung beschäftigt die Stadt sicherlich noch länger. Das Wichtigste zum Schluss: Ein Zauberer muss er sein. Ein kleiner Zauberspruch und schon fließt wieder Geld in die Stadtkasse.

Im Gegenzug bietet die Stadt den Bewerbern ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Aufgabengebiet: Oberster Befehlshaber der Verwaltung, oberster Schirmherr für Schützenvereine und Feuerwehren und oberster Stadtnarr auf dem Faschingswagen. Bereitschaft zur Wochenendarbeit und ein hohes Maß an Eigenmotivation und Belastbarkeit wird erwartet.

Als Bonusleistung gibt es jedes Jahr die erste Mass am Volksfest, einen Sitzplatz in der ersten Reihe bei allen Veranstaltungen – inklusive kostenlosem Buffet – und einen Dienstwagen. Für die kürzeren Fahrten sogar ein Dienstrad. Das bietet sich für den Heimweg an, denn vom Rathaus nach Hause ist es ja nicht weit.

Den Job gibt es nur in Vollzeit. Mann, Frau oder divers – das spielt keine Rolle. Zu besetzen ist die Stelle ab 1. Mai 2020, vorerst befristet auf sechs Jahre. Verlängerung möglich. Wer gerne in dem netten Team der Waldkraiburger Stadtverwaltung arbeiten möchte, kann seine Bewerbung bis zum Ende der Nominierungsfrist Ende Januar abgeben. Die Entscheidung fällt am 15. März.

Kommentare