ÖFFENTLICHES SCHWIMMEN IN DER SCHULSCHWIMMHALLE

Im Becken waren noch Plätze frei

Tanja Fruth und ihre Tochter Michaela aus Waldkraiburg wollen öfter kommen und das praktische Angebot direkt vor der Haustür nutzen. Bei der ersten Samstagsöffnung taten es ihnen allerdings nur sehr wenige gleich, gerade einmal 36 Badegäste lösten ein Ticket. Dabei hatten die Stadtwerke das Angebot auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung hin gemacht. hg
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Tanja Fruth und ihre Tochter Michaela aus Waldkraiburg wollen öfter kommen und das praktische Angebot direkt vor der Haustür nutzen. Bei der ersten Samstagsöffnung taten es ihnen allerdings nur sehr wenige gleich, gerade einmal 36 Badegäste lösten ein Ticket. Dabei hatten die Stadtwerke das Angebot auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung hin gemacht. hg

Bislang war die Schulschwimmhalle nur Schülern und Vereinsmitgliedern vorbehalten. Jetzt haben die Stadtwerke auf vielfachen Wunsch aus der Bevölkerung das Bad erstmals für alle Bürger geöffnet. Doch anders als erwartet hielt sich der Andrang bei der Premiere sehr in Grenzen. Bei der nächsten Gelegenheit, am 2. April, dürften es ruhig ein bisserl mehr sein.

Waldkraiburg – Lag es am Termin in den Osterferien? Am schönen Frühlingswetter, das die Leute ins Freie trieb? Oder braucht es schlicht und einfach noch eine Weile, bis sich das neue Angebot der Stadtwerke herumspricht? Geschäftsführer Herbert Lechner und seine Mitarbeiter waren jedenfalls überrascht, als zum ersten öffentlichen Badetag an einem Samstag nur 36 zahlende Badegäste, 20 Erwachsene, 16 Kinder kamen.

Bei den Stadtwerken hatte man mit deutlich mehr Besuchern gerechnet, sich eher darauf eingestellt, dass es Beschwerden geben könnte, weil sich in der Schwimmhalle maximal hundert Personen gleichzeitig aufhalten können. Die Infrastruktur gibt nicht mehr her. In den Sammelumkleiden stehen insgesamt 82 Garderoben zur Verfügung. Krisengespräche mit Badegästen, die abgewiesen werden müssen, waren allerdings nicht notwendig.

Die wenigen, die gekommen waren, nutzten die Gunst der Stunde und den Platz im Becken. Zum Beispiel Tanja Fruth mit ihrer Tochter Michaela. Sie gehen gerne in Schwimmen, fahren regelmäßig in die Hallenbäder in Burghausen und Wasserburg und freuten sich über das praktische Angebot direkt vor der Haustür. „Wir werden öfter kommen“, so die Mama. „Ich hoffe, dass das Konzept mit der Samstagsöffnung aufgeht“, meint eine andere Mutter.

In dieser Saison werden die Stadtwerke sicher nichts mehr an der geplanten Samstagsöffnung ändern, stellt Geschäftsführer Lechner klar. Alle zwei Wochen bis Ende April ist die Halle samstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Eins ist aber klar: Das ist auch eine Abstimmung mit den Füßen. Wenn sich die Besucherzahl bei 30 bis 40 oder gar darunter einpendeln sollte, müssten die Stadtwerke bei Eintrittspreisen von vier Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder draufzahlen. Und so ist es angesichts der aktuellen Finanzsituation des „Unternehmens Stadt“ nicht vorgesehen. Wie es dann weitergeht, „da müssten wir drüber nachdenken“, so Lechner.

Das Waldbad öffnet am 14. Mai

Drei Samstagstermine stehen in der Schwimmhalle noch an. Dann öffnet eh das Waldbad wieder. Am Samstag, 14. Mai, ist es soweit.

Und diesmal werden wohl alle Becken im Waldbad gleich vom ersten Tag an zur Verfügung stehen. Auch das Wellenbecken, das fraglich gewesen war. Doch nach der Erneuerung der Fugen sind laut Stadtwerke-Geschäftsführer Lechner die Wasserverluste gesunken, sodass keine größere Maßnahme erforderlich ist. Zu tun ist immer etwas im Bad. Und das kostet eine Menge Geld, allein der Ausbau der Wärmeversorgung für das Aufheizen der Becken verschlingt fast 80 000 Euro.

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