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MEHRFAMILIENHAUS MIT ACHT WOHNHEINHEITEN

Bauprojekt in Breslauer Straße in Waldkraiburg: Schon wieder Diskussionen um Stellplätze

Das bestehende Gebäude, das noch auf die Kriegszeit zurückgeht, soll abgerissen werden.
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Das bestehende Gebäude, das noch auf die Kriegszeit zurückgeht, soll abgerissen werden.

Eigentlich sollte es nur um die baurechtliche Genehmigung eines Mehrfamilienhauses in der Breslauer Straße gehen. Doch die Diskussion drehte sich wieder ums Thema Stellplätze.

Waldkraiburg – An einem neuen Mehrfamilienhaus in der Breslauer Straße schieden sich im Bauausschuss die Geister. Aus Sicht der Verwaltung fügt sich das Vorhaben unter baurechtlichen Gesichtspunkten in das Gebiet ein. Doch im Ausschuss gab es Kritik, die sich – wie so oft zuletzt – auch an der Zahl der Stellplätze entzündete.

Acht Wohneinheiten – acht Stellplätze

Der Stadt liegt ein Vorbescheidsantrag auf Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses in der Breslauer Straße vor. Das bestehende Gebäude mit Flachdach und einer Wandhöhe von 3,66 Meter wird derzeit gewerblich genutzt. Es soll abgerissen werden, stattdessen ein Neubau mit acht Wohneinheiten und acht Stellplätzen, drei davon in einem Carport, entstehen.

Grundstück ist 840 Quadratmeter groß

Das fast 840 Quadratmeter große Grundstück befindet sich in einem allgemeinen Wohngebiet ohne Bebauungsplan. Das neue Mehrfamilienhaus soll ein geneigtes Walmdach erhalten und eine seitliche Wandhöhe von 8,08 Metern aufweisen. Die umliegenden Traufwandhöhen bewegen sich zwischen 3,95 und 9,60 Metern.

Bauamt: Baurechtlich passt‘s

Die Bauverwaltung verweist darauf, dass im Verlauf der Breslauer Straße eine Abstufung von Süden nach Norden erfolge. Aus baurechtlicher Sicht füge sich das Projekt ein, meinte deshalb Bauamtsleiter Carsten Schwunck.

Zur Größe der Wohnungen fehlen laut Schwunck noch Informationen. So weit die Wohneinheiten aber nicht größer als 75 Quadratmeter sind, reichen acht Stellplätze aus, um die Vorgaben der geltenden städtischen Stellplatz-Satzung zu erfüllen.

Stadträte kritisieren: Planungsgrundlage „sehr dünn“

An diesem Punkt setzt CSU-Fraktionssprecher Anton Sterr an: „Acht Wohneinheiten und acht Stellplätze – damit habe ich ein Problem. Wir können nicht sehen, wie das Grundstück ausgelastet ist. Wir haben viel zu wenig Informationen, um das Vorhaben zu beurteilen.“

Ulli Maier (UWG) signalisierte, dass er dem Projekt grundsätzlich zustimmen wolle, bemängelte aber ebenso, dass die Planungsgrundlage „sehr dünn“ sei.

Dagegen verwies der Bauamtsleiter darauf, dass das Projekt noch im Vorbescheidsstadium sei. „Das ist noch kein Bauantrag.“ Es gehe zunächst nur darum, zu bewerten, ob Höhe und Form des Gebäudes vorstellbar sind. „Sie können dagegen sein, aber Sie können diese Frage nicht unbeantwortet lassen“, so Schwunck in Richtung der Kritiker. Ein positiver Vorbescheid treffe keine Aussage zu den Stellplätzen.

Mit 7:6 Stimmen abgelehnt

Anton Sterr blieb bei seiner Position. „Solange es keine klaren Rahmenbedingungen gibt“, wolle er nicht zustimmen. „Solche Beschlüsse fallen uns immer wieder auf die Füße.“ Acht Stellplätze für acht Wohneinheiten „auf diesem Riesengrundstück sind für mich ein Ausschlusskriterium“. Sechs weitere Stadträte stimmten ebenfalls gegen den Antrag. Bei nur sechs Ja-Stimmen war er damit abgelehnt.hg

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