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Große Auszeichnung

„Baumeister eines großen Lebenswerks“: Sudetendeutscher Ehrenbrief für Waldkraiburger

Bernd Posselt (links), Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, bei der Laudatio für Hans Pieke (im Vordergrund).
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Bernd Posselt (links), Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, bei der Laudatio für Hans Pieke (im Vordergrund).
  • Erika Fischer
    VonErika Fischer
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Er ist die höchste Auszeichnung, den die Sudetendeutsche Landsmannschaft vergibt: der Ehrenbrief, den bayerische Ministerpräsidenten erhalten haben – und nun der Waldkraiburger Hans Pieke.

Waldkraiburg – Ehemalige Ministerpräsidenten wie Alfons Goppel und Günther Beckstein und Spitzenpolitiker wie der SPD-Landesvorsitzende Volkmar Gabert haben ihn erhalten. Jetzt wurde ein Waldkraiburger mit dem Ehrenbrief, der höchsten Auszeichnung der Sudetendeutschen Landsmannschaft, gewürdigt: Hans Georg Pieke, Vorsitzender des Heimwerk e. V., dem Träger des Adalbert-Stifter-Wohnheims.

81-Jähriger ist ein Mann der Zukunft

Bei strahlendem Sommerwetter zu den Klängen der Egerländer Trachtenkapelle fand die Feier im Hof des Hauses der Vereine statt, bei der Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe und Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die Laudatio hielt. Er nannte Pieke „Baumeister eines herausragenden Lebenswerks“.

Mit vier Eckpunkten charakterisierte er dieses Werk: Seine Heimatliebe habe er sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. „Typisch böhmisch ist auch deine Liebe zur guten Küche, und so wurde das Stifterheim ein Zentrum von Kultur und Kulinarik.“ Dazu habe er ein Leben lang wirtschaftliche Dynamik bewiesen: „Wenn er etwas anfasste, wurde es zu Gold. Dieses herausragende Wissen kam auch der Volksgruppe zugute, beispielsweise beim Bau des Sudetendeutschen Museums. Obwohl eine Firma mithalf, die auch beim Berliner Flughafens mithalf, gilt es als modernstes in Deutschland.“ Der 81-Jährige sei aber vor allem ein Mann der Zukunft, „ein innovativer Jüngling, der immer nach vorne schaut und Pläne in die Tat umsetzt. Das lässt ihn jung bleiben!“

Erfolgreicher beruflicher Werdegang

Im Namen des Sudetendeutschen Rats und als Präsidiumsmitglied des Bundes der Vertriebenen gratulierte Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, der den Lebensweg Piekes und seine beruflichen Stationen nachzeichnete. In zahlreichen Firmen, bei der Bremer Vulkan, beim Jenaer Glaswerk Schott in Mainz und Zwiesel, der Loher AG in Ruhstorf übernahm er Verantwortung. Schon in dieser Zeit knüpfte er Kontakte zur EMG in Waldkraiburg, deren Neubau-Standort er begleitete. Zeitgleich wurde er beauftragt, die Reorganisation eines Kombinats in Dresden zu beaufsichtigen. So hatte er drei Jahre lang zwei Arbeitsplätze.

Stifterheim wurde sein Lebensinhalt

„Das Adalbert-Stifter-Seniorenwohnen mit dem sudetendeutschen Geist im ganzen Haus aber wurde sein neuer Lebensinhalt“, so Mayer. Mit Partnerin Urd Rothe seien zwei große Persönlichkeiten am Werk, motiviert und mit zivilgesellschaftlichem Engagement.

„Ich konnte Heimat in welcher Form auch immer nur schaffen, weil ich stets sehr gute Mitarbeiter hatte, besonders hier in Waldkraiburg. Es war nie eine Ein-Mann-Schau, denn mit Hubert Forster gelang es, ein Wohlfühlkonzept zu verwirklichen“, so Hans Pieke in seinen Dankesworten. „Man darf nicht auf das Anschaffen warten, sondern muss selbst die Initiative ergreifen. Seit acht Jahren bin ich nun fest in der Stadt und für mich ist es das schönste Erlebnis, wenn mich eine Seniorin oder ein Senior begrüßt: Schön, dass Sie da sind!“

Als Chef immer ein offenes Ohr

„Er ist seit 15 Jahren mein Chef, hat immer und für jeden ein offenes Ohr und seine Devise dabei ist: Immer den Ball flach halten!“, sagte Heimleiter Hubert Forster.

„Ja, es ist schön, Sie in unserer Mitte zu wissen. Waldkraiburg ist der richtige Ort, an dem Sie Ihre Zukunftspläne in die Tat umsetzen können“, meinte Bürgermeister Robert Pötzsch in seinem Schlusswort. „Die Ankündigung vom Kürzertreten, vom Sich- zurückziehen war sicher nur eine leere Drohung.“

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