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PREMIERE AM 19. APRIL

#badengehen mit dem Saftladen

Der „Saftladen“bei seinem letzten Stück 2016. In „Back Ma‘s Blues“ kam dem neu gewählten Bürger- und Bäckermeister Robert Pötzsch eine tragende Rolle zu. Das aktuelle Stück heißt #badengehen. Archiv/kla
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Der „Saftladen“bei seinem letzten Stück 2016. In „Back Ma‘s Blues“ kam dem neu gewählten Bürger- und Bäckermeister Robert Pötzsch eine tragende Rolle zu. Das aktuelle Stück heißt #badengehen. Archiv/kla

„Die Politiker arbeiten daran, uns gern mal unsere Themen kaputt zu machen“, scherzt Hans Langbauer, Vorsitzender des „Saftladen“. Da tüftelt das Kommunalkabarett eine Nummer aus und schon wirft der Stadtrat wieder alles über den Haufen. Das kann ja heiter werden. Wer mit wem oder was #badengehen wird, erfahren die Bürger bei der Premiere des Stücks am 19. April.

Waldkraiburg – #badengehen heißt das neue Stück des „Saftladen“, der heuer 35-jähriges Jubiläum feiert. Das Kommunalkabarett hat wie immer einen zweideutigen Titel gewählt. Während manche nur ans Planschen im Waldbad denken, fragen sich andere vermutlich, welches Projekt in Waldkraiburg und im Umland als nächstes baden geht. Der „Saftladen“ hat politische Schlaglichter seiner Stadt, aber auch aus Mühldorf, Ampfing und Aschau im Programm. „Hochpolitische Personen“ des Landkreises, wie „da Knofi“ oder der „Marcl“ (mit oder ohne Bibermütze) kommen auch nicht ungeschoren davon. Natürlich liegt der Hauptaugenmerk aber auf Waldkraiburg. „Selbst wenn es um Mühldorf geht, spielt Waldkraiburg eine Rolle“, verrät Charly Ebenbichler.

Keine vier Wochen sind es mehr bis zur Premiere – aber immerhin steht das Programm zur Hälfte schon. Die Prozesse, bis eine Nummer entsteht, seien kompliziert, so Ebenbichler, die Diskussionen kontrovers.

Politik betreibt Realsatire

Als wichtige Quelle dient die Heimatzeitung. In den Arbeitsgruppen des „Saftladens“ werde oft heftig diskutiert und gerungen. Szenen müssen verdichtet und komprimiert werden. „Erst wenn man sie den anderen vorstellt, merkt man, dass und auch wo gekürzt werden muss“, sagt Hans Langbauer.

Die Schwierigkeit des künstlerischen Schaffensprozesses stecke in der Vielfalt – der Themen, aber auch der Beteiligten.

„Jeder von uns hat eine unterschiedliche und differenzierte Meinung zu einem Thema, daraus eine Szene zu machen, Leckomio“, schmunzelt Ebenbichler. Schließlich sollen sich alle Mitwirkenden mit dem Ergebnis identifizieren können. Langbauer ergänzt, darin, alle unter einen Hut zu bekommen, liege die große Kunst – und die beherrsche der Charly einfach. „Je größer die Gruppe, umso größer die Kunst“, resümiert Langbauer, „und umso größer der Haarausfall durch Haareraufen“, lacht Ebenbichler.

Für graue Haare sorgt mitunter die Kommunalpolitik, wenn eine Szene fertig ist, und plötzlich ändert sich die Marschrichtung, wie etwa beim Alten Bahnhof oder beim „freiraum36“. „Die arbeiten daran, unsere Themen kaputt zu machen“, scherzt der Vorsitzende.

Andere Themen wiederum seien ja per se Realsatire und dadurch quasi schon durch die städtischen Gremien und Ausschüsse kabarettistisch aufgearbeitet, so Langbauer augenzwinkernd.

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