Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ausstellung eröffnet

25 Jahre Gymnasium Waldkraiburg: „Mehr als nur Pauken“

Ein Blick in die Ausstellung „Mehr als nur Pauken“.
+
Besucher können per Smartphone QR-Codes auf Würfeln scannen und sich in Videos über den Werdegang ehemaliger Absolventen des Gymnasiums informieren.
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
    schließen

Schule ist mehr als nur Pauken und schreibt auch schon mal Geschichte. Eine, die Schüler vom Waldkraiburger Gymnasium für eine Ausstellung zusammengetragen haben. Passend zum eigenen Schuljubiläum.

Von Jessica von Ahn

Waldkraiburg - Mit „The Final Countdown“ eröffnete die Bigband des Gymnasiums Waldkraiburg die Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schule und der Eröffnung der Ausstellung zur Schulgeschichte Waldkraiburgs „Mehr als nur Pauken - Waldkraiburgs Schulen schreiben Geschichte“. Rund 160 Gäste nahmen die Einladung ins Haus der Kultur an.

Schulleiter Helmut Wittmann ging in seiner Rede über die Schulgeschichte auch auf die Anfänge des gymnasialen Unterrichts in Waldkraiburg ab 1970 als Außenstelle des Mühldorfer Gymnasiums ein. „Das große Engagement der Lehrkräfte sorgte für stabile Anmeldezahlen und so wurde der Ruf nach Eigenständigkeit immer lauter - 1998 war es dann endlich so weit, drei Jahre später wurde der erste Abiturjahrgang verabschiedet“, sagte Wittmann.

Elke Keiper (Leiterin der Museen), Tabea Sethmann (Museumsvolontärin), Sinan Hazar, Elias von der Heyden (Oberstufen-P-Seminar) und Lehrerin Annette Holzer (von links) führen in die Ausstellung ein.

Im aktuellen Jubiläumsschuljahr besuchen rund 800 Schüler die Bildungseinrichtung. Sobald wieder 13 Schuljahre bis zum Abitur führen, rechnet der Schulleiter mit knapp 1000 Gymnasiasten.

Landrat Heimerl bestätigt hohe Priorität der Baumaßnahme

Landrat Max Heimerl (CSU) bestätigte, dass Renovierung und Erweiterung der Schule hohe Priorität hätten, verwies jedoch auf die aktuell angespannte Haushaltslage des Landkreises und aller Kommunen. Man habe dabei auch die höhere Schülerzahl ab dem Jahr 2025 im Blick, denn das Gymnasium Waldkraiburg sei eine feste Größe in der Bildungslandschaft des Landkreises.

Bürgermeister Robert Pötzsch (UWG) freute sich über das vielfältige schulische Angebot. „Bildung hat in Waldkraiburg einen hohen Stellenwert“, sagte er und nannte die verschiedenen Bildungsmöglichkeiten. Rahmenbedingung für diesen Erfolg sei das gute Zusammenspiel von Landratsamt, Stadt und Schulen.

Nicht zu vergessen seien die Unterstützung durch den Förderverein und den Elternbeirat, dessen Vorsitzender Dr. Helmut Rochlitz in Bezug auf die Ausstellung herausstellte, dass die Zeiten, in denen in Schulen noch die körperliche Züchtigung gang und gäbe war, glücklicherweise lange vorbei sind. Heute leisteten Lehrer neben der Wissensvermittlung noch ganz anderes: Sie sind Berater, Erzieher und Vertrauenspersonen. Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im Elternbeirat wurde Dr. Rochlitz mit großem Dank für die gute Zusammenarbeit von Schulleiter Wittmann verabschiedet.

Von der Idee bis zur Umsetzung

Die Leiterin der Museen Waldkraiburg, Elke Keiper, stellte in einer Fragerunde mit den Schülern Elias von der Heyden und Sinan Hazar, Museumsvolontärin Tabea Sethmann und Lehrerin Annette Holzer, die Entstehung der Ausstellung von der ersten Idee bis hin zur Umsetzung vor. Diese informiert über die vielfältige und umfangreiche Schulgeschichte Waldkraiburgs beginnend mit der Lagerschule 1946 in zwei Klassen.

Schulleiter Helmut Wittmann mit Elke Keiper (Leiterin der Museen), Tabea Sethmann (Museumsvolontärin), den Lehrkräften Eva-Maria Deinböck und Annette Holzer (1. Reihe von links) und Schülern der Oberstufen-P-Seminare.

Nach ausführlicher Recherche im Archiv der Stadt galt es, die Informationen aufzubereiten und Exponate so auszuwählen, dass sie Lust auf die Ausstellung machen. Interaktiv können Besucherinnen und Besucher nun beispielsweise per Smartphone QR-Codes auf Würfeln scannen und sich in Videos über den Werdegang ehemaliger Absolventen des Gymnasiums informieren oder sich in alte Schulbänke zwängen und so erahnen, wie das Schulleben in den 1940er- und 1950er-Jahren war. Trommeln des Förderzentrums und die ersten Atari-Rechner dürfen in der neueren Geschichte ebenfalls nicht fehlen.

Von langer Hand geplant

Schüler der Realschule setzten ihre Ideen für die Schule der Zukunft gestalterisch um: Roboter als Lehrkräfte und für den Pausenverkauf sowie Schule im Baumhaus stellen sie sich unter anderem vor. Bereits vor vier Jahren entstand am Gymnasium die Idee, im Jubiläumsschuljahr eine Ausstellung zur Geschichte der Schulen in der Stadt Waldkraiburg gestalten zu lassen. Im Herbst 2021 begannen Schülerinnen und Schüler in drei P-Seminaren der Oberstufe die Idee zu realisieren. Innerhalb eines Jahres entstand mit großem Engagement die Ausstellung „Mehr als nur Pauken – Waldkraiburgs Schulen schreiben Geschichte“, die noch bis zum 15. Januar 2023 besichtigt werden kann.

Mehr zum Thema

Kommentare