PORTRÄT DER WOCHE

Aufs Tanzen kann er nicht verzichten

Tanzen möchte der zurückhaltende Waldkraiburger niemals missen.
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Tanzen möchte der zurückhaltende Waldkraiburger niemals missen.

Tanzen, Arbeiten, Studieren. Diese drei Dinge füllen derzeit den Alltag von Maximilian Kleininger aus. Der ehemalige „Mister Waldkraiburg“ tanzt bereits seit seiner Grundschulzeit und sagt, dass sich das positiv auf sein Auftreten bei den Mister-Wahlen ausgewirkt hatte: „Ich wusste, wie ich mich auf einem Laufsteg bewegen muss“, sagt er rückblickend.

Waldkraiburg – Im Jahr 2010 stellte er sich im Volksfestzeilt der Jury und wurde zum „Mister Waldkraiburg“ gewählt. Danach wurde er auch noch „Mister Süddeutschland“ und schaffte es bei der Wahl zum „Mister Germany“ auf Platz sechs. „Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet, aber ich war total happy, wie es gelaufen ist“, erinnert er sich zurück.

Er war damals 22 Jahre und hatte bei dem ganzen „Miss und Mister-Rummel“ viele neue Erfahrungen gemacht und interessante Leute kennengelernt. Danach war er auch noch bei ein paar Foto-Shootings und Modeschauen, das war es aber dann auch.

Das Tanzen betreibt er aber nach wie vor. Er erinnert sich noch, dass er in der Grundschule neben Benedikt Luber gesessen habe.

Kombi aus Ästhektik, Leidenschaft und Rhythmus schwer zu toppen

Dieser hat ihn mal zum TSC Weiß-Blau mitgenommen. Das hat Maximilian Kleininger nachhaltig beeindruckt und er ist beim Tanzen geblieben. Während die anderen Jungs zum Fußballspielen oder Eishockey gegangen sind, hat er Tanzschritte geübt. Die Leidenschaft, die unterschiedlichen Rhythmen und die Ästhetik sind es, die den heute 29-Jährigen am Tanzsport so begeistern: „Diese Kombination ist nur schwer zu toppen.“

Sehr schnell hat er erkannt, dass die lateinamerikanischen Tänze ihm am besten gefallen. Sein Lieblingstanz ist der Samba. „Das typisch brasilianische Lebensgefühl und der Spaß an der Bewegung kommen hier am eindrucksvollsten rüber“, ist er überzeugt.

Mittlerweile tanzt der gebürtige Waldkraiburger für den TTC München. Mindestens dreimal pro Woche steht er mit seiner Tanzpartnerin Patricia Steckeler auf der Tanzfläche und kann sich im Training den einen oder anderen Schritt von Profipaaren abschauen. Man könne sich hier auch ein Bundesligapaar mal zur Seite nehmen und um Rat fragen.

Zuletzt waren die Beiden bei den German Open in Stuttgart am Start. Es war das erste große Turnier, seit das Tanzpaar vor einem halben Jahr den Aufstieg in die B-Klasse geschafft hatte. „Wir mussten eine komplett neue Choreografie einstudieren“, so Maximilian Kleininger. Daher seien sie mit dem 27. Platz bei 34 Paaren in ihrer Klasse auch ganz zufrieden.

Allerdings haben sich die beiden, die privat kein Paar sind, zum Ziel gesetzt, in einem Jahr den Aufstieg in die A-Klasse schaffen zu wollen. Dazu müssen sie in eier Tanzsaison 250 Punkte ertanzen. Bei einem Turnier können sie maximal 20 Punkte bekommen. Da sei es gut, dass der Lebensgefährte seiner Tanzpartnerin ebenfalls tanzt und daher Verständnis hat, dass in der einen oder anderen Woche noch intensiver trainiert werden muss.

Dabei darf Maximilian Kleininger seinen Beruf aber nicht vernachlässigen. Er hat eine Ausbildung zum Investmentfond-Kaufmann gemacht und studiert zudem berufsbegleitend. Sein Vorgesetzter habe Verständnis für sein zeitintensives Hobby, doch die Leistung müsse auch im Beruf stimmen.

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