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Nach monatelanger Verzögerung

Auf kurzem Weg ins Inntal: Waldkraiburger Innkanalbrücken wieder frei für den Verkehr

Nach 15 Monaten Bauzeiten geben Herbert Oberneder (von links), Bauüberwachung, Konstrukteur Roland Friedl, Werkleiter Tobias Heiserer, dritte Bürgermeisterin Karin Bressel, Projektleiter Thomas Wimmer und Andreas Oswald, Oberbauleiter der Firma Rädlinger, die Brücke für den Verkehr frei. Lohmann
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Nach 15 Monaten Bauzeiten geben Herbert Oberneder (von links), Bauüberwachung, Konstrukteur Roland Friedl, Werkleiter Tobias Heiserer, dritte Bürgermeisterin Karin Bressel, Projektleiter Thomas Wimmer und Andreas Oswald, Oberbauleiter der Firma Rädlinger, die Brücke für den Verkehr frei. Lohmann
  • Raphaela Lohmann
    VonRaphaela Lohmann
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Die Stadt und ihre Ortsteile im Inntal rücken wieder näher zusammen. Am Freitag wurden nach 15 Monate Bauzeit die beiden Brücken über den Innkanal wieder für den Verkehr freigegeben. Wegen technischer und organisatorischer Gründe hatte die Eröffnung länger gedauert als geplant.

Waldkraiburg – Die Konstruktion der beiden blauen Stabbogenbrücken ist weithin erkennbar. „Ein typisches Bild, das sich einprägen wird“, sagte Verbund-Werkleiter Tobias Heiserer bei der Verkehrsfreigabe. Zwei markante Bauwerke, die nach Monaten die Ortsteile an Waldkraiburg heranrücken lassen. Denn die Brücke bei Hart und bei Moos sind Erschließungswege über den Innkanal – für Fußgänger, Radfahrer und den Nahverkehr.

Die Radler vom Radfahrverein Pürten nutzten als Erste die Brücke.

Baustelle immer wieder ausgebremst

„Viel Ingenieurschmalz“ steckt laut Heiserer in Konzeption, Gestaltung und auch Ausführung. Letzteres dauerte doch länger als ursprünglich geplant. Bis April hätten zunächst die beiden Brücken wieder für den Verkehr freigegeben werden sollen. Doch die Corona-Pandemie und allgemeine Schwierigkeiten im Bausektor wie lange Lieferzeiten bremsten die Baustelle immer wieder aus. Die Fahrbahnträger und die Stahlbogen sind aus Einzelteilen gefertigt und wurden vor Ort miteinander verschweißt. 160 Tonnen schwer ist die Stahlkonstruktion.

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Jetzt ist die Brücke wieder für den Verkehr frei, ein paar Radfahrer und Fußgänger hatten das auch schon vor der offizellen Freigabe genutzt. Das zeigt auch, wie wichtig die Verbindung gerade für Fußgänger und Radfahrer zu den Spazierwegen entlang des Innkanals ist. Radfahrer waren übrigens auch die ersten, die die Harter Brücke offiziell als Erstes nutzten: Der Radfahrerein Pürten war mit seinen historischen Rädern gekommen. Als Reminiszenz an die Vorgängerbrücken, die vor 100 J ahren an gleicher Stelle gebaut worden sind.

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100 Jahre hatten die Brücke bei Hart und Au-Moos ihren Dienst über den Innkanal verrichtet. Mit dem Bau des neuen Innkanalkraftwerks mussten sie schließelich weichen, weil durch einen erhöhten Wasserpegel im Kanal eine Durchfahrt der Rettungskräfte auf dem Wasser nicht mehr möglich gewesen wäre.

„Jeder freut sich jetzt wieder über die kurze Anbindung ins Inntal“, sagte dritte Bürgermeisterin Karin Bressel. Auch für den Schulverkehr spiele die Harter Brücke eine wichtige Rolle. Anwohner hätte sich in den vergangenen Monaten zwar darüber gefreut, dass weniger Verkehr an ihren Grundstücken vorbeiführt, allerdings hätten alle die Brücken schmerzlich vermisst. Karin Bressel hoffte, dass die beiden Brücken wie schon ihre Vorgängerbrücken 100 Jahre ihren Dienst verrichten.

40 Tonnen Tragkraft

An den Abmessungen hat sich nicht viel geändert: Die 60 Meter lange Brücke bleibt mit einer Fahrbahnbreite von 3,50 Meter auch weiterhin nur einspurig befahrbar. Die Tragkraft hingegen ist deutlich gestiegen: Waren es bisher maximal fünf Tonnen auf den Brücken, tragen die Brücken künftig Fahrzeuge mit einem Gewicht bis 40 Tonnen.

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Die Stadt hatte sich dafür stark gemacht, um eine Überquerung der beiden Brücken für den landwirtschaftlichen Verkehr zu schaffen. Mit 160 000 Euro hat sich die Stadt an dem Brückenbau beteiligt, erklärte dritte Bürgermeisterin Karin Bressel bei der Freigabe. „Die erhöhte Tragkraft ist gerade für die Landwirtschaft wichtig.“ Rund fünf Millionen Euro hat der Verbund in die beiden Bauwerke investiert.

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